Tunnel an A8 zu teuer

Berchtesgadener Land - Im vierten übergreifenden Planungsdialog zum Ausbau der A8 hat es erste Weichenstellungen gegeben.  Es wurden die Variantenvorschläge ausgewählt, die weiter untersucht werden.

Bei den weiteren Schritten im Planungsdialog zum Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und der Landesgrenze sollen die Lösungsvorschläge vertieft geprüft werden, die bestmögliche Rücksicht auf die Einbindung in die Landschaft und Lärmschutz nehmen und nicht offenkundig unverhältnismäßig teuer sind. Einige dieser Lösungsvarianten sind noch vor den kommenden Arbeitsgruppensitzungen weiter zu optimieren, um ihre Realisierungschancen zu verbessern.

Dies ist das Ergebnis der Beratung bei der vierten Sitzung der Gruppe zur landkreisübergreifenden Begleitung der Planung am 12. Mai im Landratsamt Rosenheim. Außergewöhnlich teure Varianten wie beispielsweise der Högl-Tunnel, der bergmännische Tunnel von Achenmühle bis Frasdorf, der Tunnel Bernauer Berg oder der Daxlbergtunnel wurden vonseiten des Bundes als nicht finanzierbar ausgeschlossen. Wie weit durch Einhausungen oder Galerien ein besonderer Schutz für Anlieger erreicht wird, bleibt weiter in der Prüfung. Im Bereich Anger werden deshalb weitere Alternativlösungen mit Tieferlegungen und Abdeckungen der vorhandenen Autobahntrasse untersucht.

Grundlage der Beratung in der Gruppe mit den drei Landräten Josef Neiderhell, Hermann Steinmaßl und Georg Grabner sowie Vertretern von Bundesverkehrsministerium und oberster Baubehörde war der Bericht der Autobahndirektion Südbayern über die erste Bewertung aller bisher vorgeschlagenen Lösungsvarianten und ihre Erörterung in den Landkreis-Arbeitsgruppen. Bei der vertieften Prüfung, die in den nächsten Monaten vorgesehen ist, sollen die Varianten nach einem Katalog von 50 Kriterien und Unterkriterien beurteilt werden, der mit den Landkreis-Arbeitsgruppen erarbeitet wurde. Ziel des offenen Planungsdialoges sind Lösungen nach einheitlichem Maßstab, die für die Gemeinden und Anlieger ebenso tragbar sind wie für den Bund als Kostenträger.

Pressemitteilung Autobahndirektion Südbayern

Quelle: rosenheim24.de

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