Trotz Eisregens nur wenige Unfälle - Verspätungen bei Bahn

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Eisregen und die danach einsetzenden Schneefälle haben zu keinen größeren Behinderungen auf bayerischen Straßen geführt.

München - Eisregen und die danach einsetzenden Schneefälle haben nach einer ersten Bilanz der Polizei an Heiligabend zu keinen größeren Behinderungen auf bayerischen Straßen geführt. Der Überblick:

Zwar sei es im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wegen eisglatter Fahrbahnen am Vormittag zu mehreren Unfällen gekommen, die aber meist glimpflich mit Blechschäden abgingen, berichtete ein Beamter des Verkehrslagezentrums der Polizei. Auf den Autobahnen im Freistaat wurden bis zum Abend ebenfalls keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen registriert.

Die Polizei führt dies auf das geringe Verkehrsaufkommen zurück. “Die meisten bleiben in Bayern an Heiligabend zu Hause“, stellte ein Beamter im Verkehrslagezentrum fest. Wer wirklich verreisen wollte, habe dies bereits am Vortag getan.

Dagegen litt der Bahnverkehr in Bayern unter witterungsbedingten Zugausfällen im Norden und Westen Deutschlands; dort hatten nach Angaben eines Bahnsprechers eisverkrustete Oberleitungen zahlreiche Fernzüge gestoppt. Diese konnten später auf Strecken in den Süden gar nicht oder nur mit erheblicher Verspätung eingesetzt werden, wie der Sprecher sagte. Zwischen Nürnberg und München kam es zu Verspätungen von mehr als ein einer halben Stunde. Ansonsten habe der Eisregen der Bahn in Bayern nicht zu schaffen gemacht, versicherte das Unternehmen.

Bahnverkehr vom Wetter beeinträchtigt

Am Flughafen München mussten im Tagesverlauf zwar rund 50 Flüge gestrichen werden. Ursache dafür seien aber wie schon in den vergangenen Tagen die wetterbedingten Probleme an anderen Flughäfen wie Paris, Brüssel und Düsseldorf gewesen, sagte ein Flughafensprecher. Mit dem einsetzenden Schneefall sei am Nachmittag der Winterdienst an dem Münchner Airport zum Einsatz gekommen und habe die beiden Start- und Landebahnen wechselweise geräumt. Die Auswirkungen des Winterwetters seien auch wegen des deutlich ruhigeren Flugbetriebs an Heiligabend begrenzt. Während üblicherweise in München rund 1000 bis 1100 Starts und Landungen pro Tag gezählt werden, seien es am Freitag nur rund 700 gewesen, die bis zum Beginn des Schneefalls am Nachmittag weitgehend abgearbeitet waren, wie der Sprecher sagte.

Die Regenfront hatte am Freitagvormittag den Spessart erreicht, um im Laufe des Tages weiter nach Südosten zu ziehen. Der Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst sprach von einer äußerst tückischen Wetterlage: “Da die oberen Luftschichten noch warm sind, fällt der Niederschlag erst mal als Regen. Auf dem noch eiskalten Boden gefriert der Regen sofort zu Eis“. Besonders in Tälern könne es teils extrem glatt werden, warnte der Wetterfachmann. Im Laufe des Nachmittags ging der Regen in Schnee über. Teilweise könnten in der Nacht zum 1. Weihnachtstag bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen.

lby

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