Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Am Beispiel Trostberg

Ein Frosch im geplanten Baugebiet? Das kosten Umsiedlung & Co.

+
Das Gewerbegebiet Waltersham nordwestlich von Trostberg. Seit rund einem Jahr wird dort gebaut.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
    schließen

Trostberg - Immer wieder kommen schützenswerte Tiere geplanten Baugebieten in die Quere: So auch beim neuen Gewerbegebiet Waltersham. Wir schlüsseln auf, was Umsiedlung & Co. dort kosteten.

Seit 2014 wurde in Waltersham bei Trostberg geplant, um neue Gewerbeflächen auszuweisen. Doch es stellte sich heraus: Der Laubfrosch war zuerst da - und wollte, in Form des Umweltschutzes, noch ein Wörtchen mitreden. Bei schützenswerten Tieren, zu denen der Laubfrosch gehört, kommen dann gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen zum tragen.

Die Kosten im Einzelnen

Die Prüfung der Jahresrechnung der Stadt Trostberg hat nun aufgeschlüsselt, wie teuer der Laubfrosch in Waltersham wurde: Insgesamt 8767,64 Euro bezahlte die Stadt an die Firmen, die vor dem Baubeginn mit der Umsiedlung betraut waren - "hohe Kosten", wie die Stadtverwaltung anmerkt. Im Detail kostete ein neuer Teich 3570 Euro, das Ersatzbiotop 4758 Euro, das explizite Laubfroschbiotop 415 Euro und das Ersatzgewässer für den Frosch 24 Euro. 

Bevor Ende 2015 die erste Baugenehmigung vergeben wurde, musste für die Frösche neuer Lebensraum errichtet werden. Konkret entstand die Ausgleichsfläche in Richtung Schwarzerberg. "Es ist nicht gesagt, dass der Laubfrosch dort schon langfristig ansässig war, aber der Bereich musste als Laubfroschlebensbereich kartiert werden", so Bernhard Unterauer von der Stadtverwaltung. Zumindest 2012 wurde das Vorkommen festgestellt. 

Verzicht auf Ausgleichsflächen hätte Frosch wohl "ausgelöscht"

Zuvor laichte der Frosch in einem Kleingewässer auf einem Acker. Die Karte des Stadtbauamtes zeigt, dass die Frösche aus den umliegenden Wäldern zur Laichstelle zwischen Viehhausen und Kleinschwarz kamen. "Verbleibende Individuen werden kaum Überlebenschancen haben, wenn diese künftig zu ihrem ehemaligen Laichgebiet, mitten in das Gewerbegebiet einwandern. Dies kommt der Auslöschung dieser Population gleich", warnte damals der Umweltschutzverband Alztal. Inzwischen dürfte aber alles unternommen worden sein, damit Laubfrosch und Gewerbe in friedlicher Koexistenz gemeinsam leben können.

xe

Kommentare