Trachtler überreichen MdB Daniela Ludwig die Unterschriftensammlung

11.600 Stimmen für die Tracht auf der Briefmarke

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Gemeinsam für eine gute Sache: Caroline (8 Jahre) und Lukas (10 Jahre) sowie Peter Feldschmidt (rechts) und Peter Eicher (links) übergeben Daniela Ludwig die Kartons mit den Unterschriften.

Landkreis - Wenn Daniela Ludwig nächste Woche nach Berlin fliegt, hat sie im Handgepäck zwei Kartons mit weißblauen Rauten. Drin sind 11.600 Stimmen für eine Briefmarke mit Trachtenmotiv.

Eine Marke ist die Gebirgstracht schon lang. Weltweit stößt sie auf Bewunderung und steht wie kaum ein zweiter weiß-blauer Exportschlager für ein Stück bayerische Lebensart. Eine Briefmarke mit Trachtenmotiv hat die Deutsche Post trotzdem noch nie gedruckt. Damit sich das endlich ändert, sammelten die heimischen Trachtler Unterschriften. 11 600 sind es geworden. "Das ist eine stolze Zahl, die in Berlin Eindruck machen wird", glaubt die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig.

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Die Übergabe der Listen an Ludwig markierte gestern das Ende einer dreimonatigen Unterschriften-Kampagne, der die OVB-Heimatzeitungen mit der Artikelserie "Die Tracht wird zur Marke" zusätzliche Schubkraft verliehen hatten.

Der Zuspruch war enorm. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer schrieb persönlich an den Bundesfinanzminister. Weitere Prominente machten sich ebenfalls für eine Trachtenmarke stark. Faxe und Briefe mit Unterschriften kamen von überall her: aus Australien, Kanada, Brasilien, Südafrika, den USA, Brasilien, Chile oder Uruguay.

Mit einer so großen Resonanz hatte Initiator Peter Feldschmidt vom Trachtenverein Rosenheim I Stamm nicht gerechnet: "Mit 5000 Unterschriften wären wir schon sehr zufrieden gewesen. Dass es jetzt mehr als doppelt so viele geworden sind, ist natürlich pfundig."

Wenn Daniela Ludwig im nächsten Flugzeug nach Berlin sitzt, dann sind auch die Kartons mit den weiß-blauen Rauten im Handgepäck. Die 11 600 Unterschriften stehen für eine klare Botschaft: "Mia san mia - und mia woin jetzt a Trachtenbriafmarkn."

Die CSU-Abgeordnete setzt sich ebenso wie die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer seit Monaten für die Tracht auf der Marke ein. "Ich werde die Unterschriften am Dienstag persönlich an den Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk, übergeben", versprach Ludwig. Koschyk ist zuständig für die Briefmarkenkommission. Ob Gamsbart, Lederhose oder Dirndl bald eine Briefmarke schmücken, soll im Oktober entschieden werden.

Die Briefmarke wäre vor allem für die 40 000 Trachtler, die unter dem Dach des Gauverbands I in 117 Vereinen zusammengeschlossen sind, ein schönes Geburtstagsgeschenk. 1890 war der Verband als erste Trachtlervereinigung überhaupt in Bayern (daher die römische I) in Rosenheim gegründet worden. An dieses historische Ereignis wird 2015 in Rosenheim mit einem großen Gaufest erinnert. Peter Eicher, Vorstand des Gauverbands I: "Es ist großartig, wie viele Menschen sich dafür eingesetzt haben, dass wir zu unserem 125-jährigen Bestehen eine Trachtenbriefmarke bekommen. Jetzt ist Berlin am Zug."

Ludwig Simeth (OVB-Heimatzeitungen)

Quelle: rosenheim24.de

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