Eskalierte ein Streit unter Lkw-Fahrern in Mittelfranken?

Toter Trucker an A9: Haftbefehle wegen Totschlags, Motiv unklar

+
Ein toter Fernfahrer (46) lag am 18. März am Autobahnparkplatz Brunn (Landkreis Nürnberger Land) neben seinem Lkw.
  • schließen

Feucht - Ein toter Fernfahrer (46) lag am 18. März am Autobahnparkplatz Brunn (Landkreis Nürnberger Land) neben seinem Lkw. Ein schwer verletzter Mann (36) konnte im Führerhaus eines weiteren Lkw angetroffen werden. Nun konnte die Polizei drei Männer verhaften.

Update 11 Uhr: Ursache der Auseinandersetzung "völlig unklar"

Gegen zwei 30 und 36 Jahre alte Ukrainer bestehe der dringende Tatverdacht des Totschlags, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Einem 38 Jahre alten Mann aus der Republik Moldau wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Zwischen vier Fernfahrern soll es in der Nacht zum Sonntag auf dem Autobahnparkplatz Brunn (Landkreis Nürnberger Land) zum handfesten Streit gekommen sein. Am Ende war ein 46 Jahre alter Ukrainer tot.

Ursache der Auseinandersetzung und Motiv seien noch "völlig unklar", sagte die Sprecherin. Die Beschuldigten hätten zwar alle Angaben gemacht, diese seien aber sehr widersprüchlich. Auch ob sich die Männer kannten, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Die 30 und 36 Jahre alten Männer sollen den 46-Jährigen angegriffen haben, der 38-Jährige wiederum den 30-Jährigen. Der 36 Jahre alte Lasterfahrer wurde bei dem Streit schwer verletzt - die Polizei fand ihn im Führerhaus eines Fahrzeugs. Der 46-Jährige lag mit schweren Kopfverletzungen tot neben seinem Lastwagen.

dpa

Update, Dienstag 6.30 Uhr: Ist der Verletzte auch ein Verdächtiger?

Nach dem offenbar gewaltsamen Tod eines 46-jährigen Fernfahrers auf einem Rastplatz an der A9 bei Fischbach liegt nun auch ein eindeutiges Obduktionsergebnis vor: Wie infranken.de berichtet, ist der Mann demnach seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Zuvor stand im Raum, dass der Mann eventuell auch erfroren sein könnte.

Der Gesundheitszustand eines Truckers, der in der Nähe des Toten schwerverletzt gefunden wurde, ist zwischenzeitlich stabil. Dies bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber infranken.de. Ob die Verletzungen des Mannes mit dem Tod des 46-jährigen Ukrainers in Verbindung stehen oder ob sich der 36-Jährige unter den drei festgenommenen Tatverdächtigen befindet, lies die Sprecherin unbeantwortet.

mh

Update 13.24 Uhr: Drei Tatverdächtige festgenommen

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung berichtet, nahm die Kriminalpolizei zwischenzeitlich drei Tatverdächtige fest.

Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Beamten der Mordkommission Schwabach davon aus, dass dem Tod des Fernfahrers (46) ein Streit zwischen mehreren Lkw-Fahrern vorausging. Unter dringendem Tatverdacht nahmen die Ermittler bereits in den Abendstunden des Sonntags drei osteuropäische Fernfahrer fest.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen die drei festgenommenen Männer. Sie werden im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt. 

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, werde auch das Ergebnis der Obduktion des getöteten Lkw-Fahrers bereits im Laufe des Montags erwartet.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Mittelfranken

Erstmeldung 7.05 Uhr: Toter Trucker auf Autobahnparkplatz gefunden

Kurz nach 8.30 Uhr ging bei der Polizeieinsatzzentrale Mittelfranken die Mitteilung ein, dass auf dem Autobahnparkplatz Brunn eine leblose Person liege. Bei Eintreffen von Rettungsdienst und Polizei bestätigte sich der Sachverhalt. Der Rettungsdienst konnte nur noch den Tod des 46-Jährigen feststellen. Er lag neben seinem Lkw auf dem Boden.

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken kam für erste Maßnahmen vor Ort. Auf dem Parkplatz stand noch rund ein Dutzend weiterer Lkw. In einem davon konnte ein 36-jähriger Schwerverletzter angetroffen werden. Er kam umgehend mit dem Rettungsdienst in eine Klinik.

Das Fachkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei sicherte Spuren auf dem nun für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrten Parkplatz. Die Mordkommission der Schwabacher Kripo übernahm die Ermittlungen vor Ort. Eine Gerichtsmedizinerin und ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nahmen den Tatort in Augenschein. Ein Polizeihubschrauber fertigte Übersichtsaufnahmen.

Auf Grund der Spurenlage ermittelt die Mordkommission der Kripo Schwabach. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wird der Leichnam obduziert. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Etwaige Zeugen des bislang unbekannten Tatablaufs werden gebeten sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0911/2112 – 3333 zu melden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Mittelfranken

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser