Verbund-Wasserkraftwerk in Töging

Klares Bekenntnis zur Wasserkraft

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Das Wasserkraftwerk in Töging soll umfassend modernisiert werden.
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Töging - Die Region strebt enge Kooperationen auf dem Gebiet der Wasserkraft an. Dies wurde bei einem Gesprächstermin am Donnerstag mit Ilse Aigner und Dr. Marcel Huber deutlich.

Zahlreiche Politiker aus der Region - Abgeordnete, Landräte, Bürgermeister - waren am Donnerstag im Verbund-Wasserkraftwerk in Töging zusammengekommen, um mit der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, dem Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber sowie Vertretern des österreichischen Unternehmens Verbund über die Zukunft der Wasserkraft zu sprechen. Dabei wurde eines deutlich: Die Zukunft der Wasserkraft liegt in Kooperationen unterschiedlicher Regionen.

"Strom folgt keinen administrativen Grenzen"

Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Bewusst seien in die Gesprächsrunde Vertreter der Planungsregion 13 sowie des Landkreises Passau einbezogen worden, um alle Inn- und Donaukraftwerke zu erfassen, betonte Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl, Verbandsvorsitzender der Planungsregion 18, zu der die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land gehören. "Der Strom folgt physikalischen Gesetzen, nicht administrativen", so der Landrat. Der Blick der Politiker richtete sich aber auch auf die Nachbarn in Österreich. "Es besteht die Chance, über die Grenzen zusammenzuarbeiten", sagte Steinmaßl. Als konkrete Beispiele nannte er die österreichischen Bundesländer Tirol, Salzburger Land und Oberösterreich.

Steinmaßl plädiert für Bürgerbefragung

Die Gesprächsrunde sollte Steinmaßl zufolge gleich drei Botschaften senden: Wie wichtig die Wasserkraft ist, wie entscheidend Kooperationen über regionale Grenzen hinweg sind und wie sehr die Politik den neuen Energiepartner Verbund schätzt. Das österreichische Unternehmen gehört zu den größten Wasserkrafterzeugern in Europa. 2009 erwarb Verbund von Eon 13 Laufwasserkraftwerke entlang des Inns. Auch das Töginger Wasserkraftwerk ist seitdem im Besitz von Verbund.

Steinmaßl brach angesichts energiepolitischer Zielsetzungen wie Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und CO2-Reduzierung eine Lanze für die Wasserkraft. "Wasserkraft ist die einzige erneuerbare Energie, die im Moment ohne Fördermittel auskommt", so Steinmaßl. Angesichts ökologischer Debatten, etwa über die Umweltverträglichkeit von Querbauwerken, plädierte der Traunsteiner Landrat für eine Bürgerbefragung - rechnet aber zugleich mit einem eindeutigen Ja der Bevölkerung zur Wasserkraft.

Strom für 35.000 Haushalte

Beeindruckende Aussicht: Das Wasserkraftwerk in Töging hat gigantische Ausmaße.

Das Unternehmen Verbund möchte in großem Stil in den Standort Töging investieren. Mit einem kolportierten, aber offiziell noch unbestätigten Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro sollen das Wasserkraftwerk in Töging und das Stauwehr in Jettenbach modernisiert werden. Unternehmensangaben zufolge könnten danach etwa 35.000 Haushalte zusätzlich mit Strom versorgt werden. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat unlängst der für die Maßnahmen notwendigen Anpassung der Rahmenverträge zugestimmt.

Nun will das Unternehmen die Modernisierungspläne in Hinblick auf die Aspekte Ökologie und Denkmalschutz prüfen. Auch rechtliche und technische Restriktionen hat Verbund bei seinen Planungen zu berücksichtigen. Ende 2015 sollen alle Unterlagen bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht werden.

Aigner und Huber besichtigen das Wasserkraftwerk

Aigner und Huber besichtigen das Wasserkraftwerk

Ein Rundgang durch das Verbund-Wasserkraftwerk

Ein Rundgang durch das Wasserkraftwerk

Quelle: innsalzach24.de

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