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Spanisches Verteidigungsministerium

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Wegen drohender Staatsgefährdung

A8-Waffenfund: Staatsanwaltschaft München ermittelt

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Parkplatz "Im Moos": Hier wurde der Terrorverdächtige geschnappt

Bad Feilnbach/Paris - Die französische Hauptstadt war als Ziel in seinem Navi eingegeben, im Wagen versteckt waren Waffen für ein großes Blutbad.

UPDATE 16.35 Uhr:

Nach dem Fund eines Waffenarsenals im Auto eines 51-Jährigen in Bayern ermittelt die Staatsanwaltschaft München I wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Ob sich ein Zusammenhang zu der Terrorserie in Paris ergebe, sei derzeit offen, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Montag. Seine Behörde habe eine Sonderzuständigkeit für Staatsschutzangelegenheiten und daher den Fall am Montag von der Staatsanwaltschaft Traunstein übernommen.

Mit Hochdruck wird Hintergrund des Mannes untersucht

Die bayerische Polizei hat noch keine Verbindung zwischen den Anschlägen vom Freitag und dem Mann aus Montenegro herstellen können. Die bisherigen Aussagen des 51-Jährigen brächten die Ermittler nicht wesentlich weiter, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in München. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Die Beamten untersuchen mit Hochdruck den Hintergrund des Mannes, der kein Muslim ist, um eine mögliche Verbindung zu islamistischen Terroristen zu klären.

Schleierfahnder hatten den 51-Jährigen am 5. November auf der A8 bei Bad Feilnbach nahe Rosenheim kontrolliert. In seinem Fahrzeug entdeckten sie Handgranaten, Kalaschnikow-Gewehre, einen Revolver und TNT-Sprengstoff. Laut Navigationsgerät war der Mann von Montenegro aus nach Paris unterwegs. Von den Waffen und Sprengmitteln in seinem Auto wollte er laut LKA nichts gewusst haben. Für sein Fahrtziel Paris gab er den Beamten eine einfache Erklärung: Er habe den Eiffelturm besichtigen wollen. Anfragen in seiner Heimat ergaben, dass er bisher als unauffällig galt.

51-Jähriger wollte nur Eiffelturm besichtigen

Bei der Schleierfahndung kontrollieren Polizisten in Zivil auf den Hauptverkehrsstrecken aus dem Ausland und ins Ausland Reisende ohne konkreten Verdacht. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte am Wochenende gesagt, er wolle infolge der Terroranschläge die bayerische Schleierfahndung „maximieren“.

dpa

Vorbericht

Wie Radio Charivari nun aus Ermittlerkreisen erfuhr, gibt es Zweifel, ob es sich bei den Montenegriner tatsächlich um einen Komplizen der Islamisten handelt. Zumindest jedenfalls aus religiösen Überzeugungen dürfte der 51-Jährige nicht gehandelt haben, denn er gehört nicht dem islamischen Glauben an, meldet Charivari unter Berufung auf die Ermittler.  

Nach wie vor behauptet der Festgenommene, dass er in Paris lediglich als Tourist den Eifelturm besichtigen wollte und nichts mit den Terroranschlägen zu tun habe. Im Landeskriminalamt zweifelt man diese Aussage jedoch an.

Wie von uns berichtet, wurde der Montenegriner am 5. November auf der A8-Parkplatz bei Bad Feilnbach von Rosenheimer Schleierfahndern kontrolliert. In seinem Auto fand man mehrere professionell eingebaute Verstecke, in denen sich acht Kalaschnikow-Gewehre, zwei Pistolen, ein Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm TNT befanden.

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red

Quelle: rosenheim24.de

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