Vorsicht vor falschen Teppichhändlern

Landkreis – Gerade um die Weihnachtszeit sind wieder vermehrt reisende Teppichhändler unterwegs, die mit unterschiedlichsten Methoden Billigware teuer verkaufen wollen.

In Bayern wurden in diesem Jahr rund 50 Fälle bekannt, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Zum einen gehen diese Teppichhändler ganz gezielt auf Personen zu, die ihren Urlaub in der Türkei verbracht und dort einen Teppich gekauft haben. Ihnen werden an der Haustüre erneut Teppiche angeboten. In aller Regel handelt es sich dabei aber um minderwertige Teppiche, die zu weit überhöhten Preisen verkauft werden. In bereits sichergestellten Unterlagen wurden Kundenlisten von Personen aus Bayern, Baden- Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen aufgefunden. Wie die Täter an diese Adressenlisten gelangt sind, ist derzeit noch nicht bekannt.

In anderen Fällen melden sich die Täter auch wieder bei ehemaligen Türkeiurlaubern, erkundigen sich ob sie mit der damals gekauften Ware zufrieden seien, kommen dann aber zum eigentlichen Kern ihrer Kontaktaufnahme. Sie bitten um Hilfe und fordern finanzielle Unterstützung da z.B. angeblich beim Zoll ein Container mit Teppichen am Flughafen ausgelöst oder ihr Pkw einer größeren Reparatur unterzogen werden muss. Als Sicherheit werden unter anderem angebliche Seidenteppiche angeboten.

In einigen Fällen nutzen die Täter die Gutgläubigkeit der Kunden aus und entwendeten in einem unbeobachteten Moment Wertgegenstände aus den Wohnungen. Das Bayerische Landeskriminalamt rät deshalb:

  • Lassen Sie niemals Fremde in die Wohnung oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu
  • Bieten Sie bei angeblicher Notlage an, selbst nach Hilfe zu telefonieren – lassen Sie aber den Fremden nicht in Ihre Wohnung
  • Kaufen Sie niemals aus Gefälligkeit Waren an der Haustüre
  • Informieren Sie bei unklarem Sachverhalt sofort die Polizei (Notrufnummer: 110)
  • Ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden dient Ihrem eigenen Schutz
  • Sollten Sie dennoch einmal Opfer geworden sein, erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle

Weitere Hinweise und Tipps zu den Themen „Betrugsmaschen an der Haustür“ bzw. „Trickdiebstahl in Wohnungen“ finden Sie auch im Internetauftritt der Bayerischen Polizei (www.polizei.bayern.de) sowie im Internetauftritt der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (www.polizei-beratung.de).

Bayerisches Landeskriminalamt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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