Tausende demonstrieren gegen Atomkraft

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Atomgegner bei einer Demonstration auf dem Odeonsplatz in München

München - Mehrere tausend Menschen haben sich am Samstag in mehreren bayerischen Städten zu Demonstrationen gegen die Atomkraft versammelt. Insgesamt werden in Bayern mehrere 10.000 Teilnehmer erwartet.

Mehrere tausend Menschen sind am Samstag in Bayern gegen die Atomkraft auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei waren es allein in München rund 11 500 Demonstranten, die Veranstalter sprachen sogar von 25 000. Erlaubt seien zwar nur 20 000 gewesen, dafür gab es auch Absperrungen, wie ein Sprecher der Veranstaltung der dpa mitteilte. Die Menschen seien dennoch auf den Königsplatz geströmt. In Fürth marschierten am Nachmittag laut Polizei etwa 5000 für die Abschaltung der Atomkraftwerke, in Landshut waren es ungefähr 3000 Teilnehmer. Die Veranstalter hatten in beiden Städten jeweils 8000 gezählt.

Am frühen Nachmittag starteten die Veranstaltungen in München und Landshut mit Märschen, später versammelten sich die Menschen zu Kundgebungen. Gegen 14.30 Uhr setzten sich die Demonstranten in allen Städten für eine Sitzblockade auf den Boden. “Das ist ein wunderbares Bild, ein gelb-grün-rotes Fahnenmeer“, sagte der Leiter der Veranstaltung in Fürth, Herbert Barthel vom Bund Naturschutz, der dpa. Die Demonstranten schwenkten Fahnen mit der Anti-Atomsonne und Aufschriften wie “Atomkraft? Nein Danke“.

Bilder von den Atomdemonstrationen im März 

Rund 250.000 Menschen bei vier Anti-Atom-Demos: Bilder aus allen Städten

In Landshut gab es einen Sternmarsch: Die Teilnehmer trafen sich zunächst an drei verschiedenen Orten und liefen dann zur zentralen Kundgebung in die Altstadt, wo unter anderem die Band Haindling auftrat. “Haindling spielt gerade am Klavier und die Leute rufen dazu Abschalten! Abschalten!“, berichtete einer der Mitorganisatoren der Demo in Landshut. Die Polizei sprach am Nachmittag von einer sehr fröhlichen und freundlichen Kundgebung.

Das Anti-Atom-Bündnis hatte deutschlandweit zum Protest in insgesamt 21 Städten aufgerufen. Damit sollte jeder die Möglichkeit haben, zu einer Veranstaltung in der Umgebung zu kommen. Mit den Demonstrationen wollten die Veranstalter vor dem Treffen der Koalitionsspitzen in Berlin Druck auf die Regierung ausüben. Zu dem Bündnis gehören Umweltverbände, Anti-Atom-Initiativen, Gewerkschaften und Parteien.

dpa

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