Tarifverhandlungen für Milchwirtschaft gescheitert

Ismaning - Die Tarifverhandlungen für die rund 14 000 Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft sind gescheitert. Nun soll ein Schlichter vermitteln.

In den kommenden zwei Wochen soll ein Schlichter versuchen, den Konflikt zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu lösen, erklärte NGG-Bezirkschef Hans Hartl am Mittwochabend nach der dritten Verhandlungsrunde in Ismaning bei München. Während dieser Zeit herrscht Friedenspflicht. Zuvor hatte die Gewerkschaft für den Fall, dass die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, mit unbefristeten Streiks gedroht.

In den Gesprächen am Mittwoch boten die Arbeitgeber am Mittwoch 2,58 Prozent mehr Geld. “Das ist angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung viel zu wenig“, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die Arbeitgeber hätten sich zwar bereit erklärt, alle Auszubildenden zu übernehmen. Allerdings solle diese Zusage nur für zwölf Monate gelten. Nach wie vor strittig sind auch Regelungen zur Altersteilzeit und die Gewerkschaftsforderung nach einem Tarifvertrag für Leiharbeiter. Nach der dritten Verhandlungsrunde habe die Tarifkommission der Gewerkschaft einstimmig das Scheitern der Gespräche erklärt, sagte Hartl der Nachrichtenagentur dpa. Der Name des Schlichters steht noch nicht fest.

dpa

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