Tarifstreit: Keine Lösung im Nahverkehr in Sicht

  • schließen
  • Weitere
    schließen

München - Im Tarifstreit des kommunalen Nahverkehrs in Bayern haben sich Arbeitgeber und DBB Tarifunion auch am Mittwoch nicht auf einen Kompromiss verständigen können.

Knackpunkt bleibt nach Angaben der DBB Tarifunion die Frage der Arbeitszeitregelungen. Dagegen habe man mit Blick auf die Einkommensforderungen den bereits zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi am 20. August erzielten Abschluss für “akzeptabel erklärt“, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit.

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Bayern sprach von “ausführlichen und konstruktiven Gesprächen“, die voraussichtlich zeitnah fortgesetzt würden. Ein neuer Termin stehe aber noch nicht fest, sagte KAV-Geschäftsführer Armin Augat. “Wünschenswert wäre, dass wir uns schneller aufeinander zu bewegen würden.“ Die derzeitige Situation belaste den Betriebsfrieden.

Die DBB Tarifunion, die in dem Tarifkonflikt stellvertretend für die Gewerkschaft GDL verhandelt, hatte nach einer Urabstimmung mehrfach zu Streiks aufgerufen, die den Nahverkehr in bayerischen Städten behinderten. GDL und DBB Tarifunion, die rund 1000 der 6500 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr des Freistaates vertreten, hatten sich anders als Verdi im August nicht mit den Arbeitgebern auf einen Abschluss verständigt. Nach der mit Verdi erzielten Einigung erhalten die Beschäftigten 3,5 Prozent mehr Geld.

Dagegen hatten DBB Tarifunion und GDL Einkommenserhöhungen um fünf Prozent und eine Arbeitszeit-Anrechnung der Leerzeit zwischen den Schichten gefordert. “Wir haben den Arbeitgebern noch einmal deutlich unsere Bedingungen für eine Einigung erläutert und ihnen klar gemacht, dass für uns ein Abschluss ohne Verbesserungen in der Arbeitszeitfrage nicht denkbar ist“, erklärte DBB-Verhandlungsführer Willi Russ. Die Arbeitgeber stünden bei diesem Thema “weiter auf der Bremse“. Die Gremien von DBB Tarifunion und GDL wollten nun über die weitere Vorgehensweise beraten und dann einen neuen Termin mit den Arbeitgebern vereinbaren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser