Anfragen zuhauf

Deutsche Botschaft in Paris: "Wir sind gerne für jeden da"

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Die Deutsche Botschaft in Paris erhält aktuell viele Anfragen aus Deutschland
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Die Angst um Bekannte oder Verwandte, die sich zum Zeitpunkt der Terroranschläge in Paris aufgehalten haben, ist groß. Zahlreiche Anfragen gehen bei der Deutschen Botschaft in Paris ein.

Das Auswärtige Amt wird mit Anfragen überhäuft. Zahlreiche Menschen bangen um Bekannte oder Familienmitglieder, außerdem wird nachgefragt, in welchem Ausmaß eine Reisewarnung ausgesprochen werde.

Gleiches Spiel direkt in Paris. Die Deutsche Botschaft dort ist noch ein Stück näher am Geschehen dran.  wasserburg24.de-Reporterin Regina Mittermair erkundigt sich dort, schon gleich einmal deshalb, weil sie selbst Sorge um eine Bekannte hat, die in Paris studiert.

Ohne große Warteschleife erreichen wir Max Maldacker von der Deutschen Botschaft. Er wirkt freundlich, nicht genervt und nimmt sich Zeit für unsere Anfrage. "Momentan gibt es viele Anfragen aus Deutschland, weil einige Menschen bislang vergeblich versuchen, Bekannte oder Verwandte, die sich in Paris aufgehalten haben am Freitagabend, zu erreichen", erklärt Maldacker. Es sei eine besonders wichtige Meldung für die Besorgten gewesen, dass zumindest abgeklärt werden konnte, dass bislang lediglich ein Todesopfer tatsächlich aus Deutschland stamme und identifiziert wurde. Dabei soll es sich um einen 28-jährigen Mann aus München handeln, der als Architekt tätig gewesen sein soll. "Das können wir bestätigen", so Maldacker.

"Die Lage ist durchwegs angespannt und die Informationssammlung kommt zwar gut voran, aber gestaltet sich immer noch schwierig", erklärt der Pressesprecher der Botschaft gegenüber wasserburg24.de.

Bislang noch unklar sei, ob weitere Deutsche unter den Todesopfern oder unter den Verletzten seien. "Wir bemühen uns, alle gesammelten Informationen zu koordinieren und bitten um Verständnis, dass wir keine Vermutungen preisgeben können", betont Maldacker. Der Datenschutz sei ebenfalls wichtig, darum würden ohnehin erst Familienmitglieder von Informationen erfahren und nicht gleich die gesamte Öffentlichkeit.

Momentan werde vor allem ein Fahrplan gemacht, der die Bereiche koordiniere, es gäbe immer Fragen von Bürgern ans Konsulat, wie es denn um Angehörige, die in Paris seien, bestellt sei. "Wir raten aber nicht dazu, sich jetzt einfach ins Flugzeug zu setzen und nach ihnen zu suchen, sondern wenn dann telefonisch in Krankenhäusern nachzufragen oder abzuwarten", betont Maldacker am Telefon.

Scheinbar sieben Menschen aus Deutschland hätten noch keinen Kontakt zu Bekannten oder Verwandten aufnehmen können und warten auf ein Lebenszeichen. "Dazu können wir aktuell keine Auskunft geben", heißt es aus der Deutschen Botschaft in Paris. "Jeder, der seine Verwandten, die in Paris sind, etwa als Tourist, nicht erreichen kann, darf sich gerne an die Deutsche Botschaft wenden", betont Maldacker. Andere französische Behörden haben keinen Deutschsprachigen Service, daher ist die Botschaft beste Anlaufstelle.

Telefonisch erreicht man die Deutsche Botschaft in Paris unter 0033-153834500. "Wir sind gerne für jeden da", betont Malacker.

Bestätigen kann Malacker auch, dass viele Menschen, auch Touristen, zum Blutspenden gehen.

"Der Krisenstab ist seit Freitagnacht aktiv und bleibt es noch einige Zeit. Zehntausende Touristen, die in Paris sind, gehören informiert und beraten", erklärt Malacker.

Identifizierung geht weiter

Auch am Montag geht die schwere Arbeit der Identifizierung weiter. "Viele Dinge sind immer noch unklar. Wenn wir Namen von Opfern haben, dann werden Angehörige erst durch die Polizei informiert, erst dann zieht es eine Runde in die Öffentlichkeit", so Malacker.  

Quelle: rosenheim24.de

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