Sturmtief "Bianca" fegt über Bayern

Hunderte Notrufe und  zahlreiche Einsätze - Zugstrecke Holzkirchen - Bruckmühl noch gesperrt

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Landkreis - Sturmtief "Bianca" ist am Donnerstagabend, 27. Februar, und in der Nacht auf Freitag, 28. Februar, über die Region hinweggefegt. Es gab viel Arbeit für die Polizei und die freiwilligen Feuerwehren. In den Morgenstunden ist dann teilweise auch noch Schnee dazu gekommen.

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UPDATE, 15.07 Uhr: Mehr als 250 Einsätze im Landkreis Traunstein

Das Sturmtief Bianca, das in der Nacht zum Freitag über den Landkreis Traunstein hinwegfegte, hat für mehr als 250 Feuerwehr-Einsätze geführt. Mehr als die Hälfte der 80 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis mussten ausrücken um Unwetterschäden zu beseitigen, vor allem um von umgestürzten Bäumen blockierte Straßen wieder befahrbar zu machen. Zwei Autos wurden von entwurzelten Bäumen getroffen, ein Fahrer wurde leicht verletzt, der Zweite kam unverletzt, mit dem Schrecken davon. Örtlich mussten Straßen bis zum Freitagmorgen gesperrt werden, weil es für die Floriansjünger zu gefährlich gewesen wäre, die Bäume während des noch heftig wütenden Sturms zu beseitigen.


Mehr als 250 Feuerwehr-Einsätze nach Sturmtief Bianca

 © Kreisfeuerwehrverband Traunstein
 © Kreisfeuerwehrverband Traunstein
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Gegen 22 Uhr steigerte sich der Sturm zur Höchstform und Böen von über 120 Stundenkilometern führten zu unzähligen entwurzelten und umgestürzten Bäumen, Bauzäune wurden umgeworfen, ebenso Verkehrsschilder oder Wahlplakate. Was nicht niet- und nagelfest war wurde vom Sturm verweht und landete häufig auf Straßen, so auch ein Trampolin, dass die Feuerwehr Vachendorf barg und sicherte. Örtliche kam es auch zu Stromausfällen. Ab 22 Uhr wurden die Feuerwehren fast im Minutentakt von der Integrierten Leitstelle alarmiert und meist mit dem Stichwort „Technische Hilfeleistung Unwetter – Baum auf Fahrbahn“ zum Einsatz gerufen. Von Engelsberg im Norden des Landkreises bis Unterwössen im Süden und von Frabertsham bis Petting rückten die Floriansjünger aus und beseitigten Biancas zerstörerische Folgen.

Bei Malberting (Gde. Palling) krachte ein Autofahrer in einen, auf der Kreisstraße TS 42 liegenden Baum. Der 26-jährige Fahrer aus Traunreut blieb bei dem Aufprall unverletzt, seine 19-jährige Beifahrerin zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Weil der herbeigerufene Rettungswagen nicht bis zur Unfallstelle gelangen konnte, leisteten die Aktiven der Feuerwehr Palling Erste Hilfe und brachten den Leichtverletzten bis Katzwalchen, wo er von den Notfallsanitätern übernommen und ins Krankenhaus gebracht wurde. Am Fahrzeug entstand nach Polizeiangaben Totalschaden von rund 20.000 Euro.

Auch auf der Staatsstraße 2105 zwischen Traundorf und Siegsdorf fiel ein entwurzelter Baum auf einen Pkw. Der 54-jährige Fahrer kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt, weil der Baum auf das Heck des Fahrzeuges fiel. Nach Polizeiangaben entstand am Fahrzeug Sachschaden von rund 15.000 Euro. Auf der Bahnstrecke zwischen Altenmarkt und Trostberg fiel ein Baum auf den fahrenden Regionalzug, in unmittelbarer Nähe des Lokführers. Er blieb unverletzt, ebenso die fünf Fahrgäste im Zug. Sie mussten jedoch fast zwei Stunden im Zug ausharren bis die Feuerwehr von dem Unwetterunfall alarmiert worden war und den Baum von der Triebwagengarnitur und den Gleisen beseitigt war.

Für viele der Wehren blieb es nicht nur bei einem oder zwei Einsatzorten, in manchen Waldstücken wurden Bäume reihenweise umgeworfen und machten die Straßen für längere Zeit unpassierbar. Die Kreisstraße TS 26 zwischen Fridolfing und Tettenhausen musste für rund eine Stunde komplett gesperrt werden. Das war nötig, um zahlreiche umgestürzte Bäume zu zerschneiden, die auf die Straße gefallen waren. Die Feuerwehr wollte die wichtige Straßenverbindung schnell wieder befahrbar machen, damit bei Bedarf der Rettungsdienst freie Bahn hatte. Bis zum Freitagmorgen gesperrt war die Straße zwischen Petting und Dorfen. Die Pettinger Floriansjünger wagten sich erst nach Sonnenaufgang und nach Ende des Sturmes wieder in das Waldstück, dort wo zahlreiche Bäume die Straße blockierten. Bei Emertsham musste die Staatsstraße 2091 in Richtung Trostberg komplett gesperrt werden, dort gab es für die Feuerwehr mit der Motorsäge kein Durchkommen, zudem wäre es während des heftigen Windes viel zu gefährlich gewesen, die umgestürzten Bäume wegzuräumen.

Allein die Feuerwehr Traunstein hatte in der Nacht rund 40 Einsätze zu bewältigen. Zahlreiche umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, abgedeckte Dächer, lockere Dachschindeln, vom Wind flachgelegte Bauzäune hielten die Floriansjünger über Stunden in Atem. Auch die anderen Wehren der Kreisstadt – Haslach, Wolkersdorf und Kammer hatten alle Hände voll zu tun. In Übersee-Seethal wurde das Dach eines Wohnhauses teilweise abgedeckt, doch die Feuerwehr sorgte für die Hilfe der Bewohner und Sicherung.

Ebenso gewaltig wie Bianca wütete und pünktlich, wie von der Unwetterwarnung angekündigt, gegen 22 Uhr in der Region ankam, so schnell war er auch wieder vorüber. Gegen 1 Uhr am Freitagmorgen war der Sturm mit Orkanböen vorbei und nur noch schwacher bis leichter Wind zu verzeichnen. Die Feuerwehren hatten ihre Einsätze bis dahin auch weitestgehend abgearbeitet und waren wieder in die Gerätehäuser zurückgekehrt. Im weiteren Verlauf der Nacht bis zum Freitagvormittag gab es nur einige wenige Einsätze aufgrund des Unwetters. Und nach Tagesanbruch begannen die Wehren dort wieder mit den Aufräumungsarbeiten und machten Straßen wieder frei, wo es in der Nacht aufgrund der Gefahr weiterer umstürzender Bäume zu gefährlich gewesen wäre. In Petting war ein mächtiger Baum auf ein Wohnhaus gefallen und hat das Dach stark beschädigt. Die örtliche Feuerwehr beseitigte den Baum und sicherte die losen Teile des Daches und dichtete es ab.

Insgesamt waren von Donnerstagabend Freitagmorgen im Landkreis Traunstein rund 300 Feuerwehrmänner und –frauen unterwegs, um an rund 250 Einsatzstellen umgestürzte Bäume zu zerschneiden, Fahrbahnen frei zu räumen sowie Gebäude zu sichern und Schäden zu beseitigen. Bianca war damit der Sturm der letzten Wochen, der die meisten Einsätze für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein mit sich brachte, deutlich mehr als die Vorgänger der letzten Woche, wie Sabine Anfang am 10. und 11. Februar, der von den Wetterdiensten als besonders gefährlich angekündigt worden war. 

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

UPDATE, 12.57 Uhr: Zahlreiche Unwettereinsätze in und um Teisendorf

Auch in Teisendorf hinterlässt das Sturmtief Spuren und die Feuerwehr war zu zahlreichen Einsätzen unterwegs. Beginnend am Donnerstagabend mit Bäumen auf den Fahrbahnen, der St2103 bei Punschern, der BGL 10 bei Roßdorf und in Freidling auf der Gemeindestraße Gemach. 

Die Feuerwehren waren von ca. 21. Uhr bis 1.30 Uhr gefordert. Am frühen Freitag morgen fuhr ein PKW Lenker trotz der Sperre in Wannersdorf in eine Baumgruppe, der PKW wurde schwer beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Zudem fielen nach der Kollision hinter dem Fahrzeug weitere Bäume auf die Fahrbahn, sodass erst nach dem Freischneiden durch die Feuerwehr das Auto geborgen werden konnte. 

Die Feuerwehr weist auf unbedingte Beachtung der Strassensperren hin, eine Missachtung kann lebensgefährlich sein. Am Freitag morgen deckte schließlich der starke Wind das Blechdach eines Gebäudes am Bahnhof Teisendorf ab. Teile des Daches fielen auf die Gleise und beschädigten die Fahrleitung der Bahn. Der Zugverkehr auf der stark befahrenen Strecke München-Salzburg musste unterbrochen werden. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle weiträumig ab, ein Unternehmen muss sich weiters um den Schaden kümmern. 

Der Notfallmanager der DB war vor Ort, nach einiger Zeit konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden. Am Lagerhaus Teisendorf deckte der Sturm die Kaminverblechung eines Gebäudes ab, hier konnte die Drehleiter der Feuerwehr helfen und die Gefahrenstelle absichern und weiteren Schaden durch herabfallende Teile verhindern.

Pressemitteilung Feuerwehr Teisendorf

UPDATE, 12.01 Uhr: Update Meridian, BOB und BRB

Meridian: Strecke Holzkirchen – Rosenheim: Die Strecke zwischen Holzkirchen und Bruckmühl ist gesperrt. Züge enden und wenden in Bruckmühl, zwischen Holzkirchen und Bruckmühl pendeln Busse im Schienenersatzverkehr.

Strecke Rosenheim – Übersee: Dieser Streckenabschnitt ist befahrbar, bei Teisendorf aktuell jedoch nur eingleisig, was zu Verspätungen führt. Ferner führen Rückstaus auch anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen zu Verspätungen auf der Strecke zwischen Salzburg und München.

BOB: Die Strecken der BOB sind befahrbar, Verspätungen treten nur noch vereinzelt auf.

BRB: Alle Strecken im Gebiet der BRB sind befahrbar, Verspätungen treten nur noch vereinzelt auf.

Pressemitteilung Pressestelle BOB

Sturmschäden im Bereich der RO5 zwischen Lauterbach und Niedermoosen 

 © Josef Reisner
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UPDATE, 11.02 Uhr - Sturm Bianca zieht über das Berchtesgadener Land

Sturm Bianca tobte sich vom Donnerstagabend den 27. Februarbis in die Nacht des Freitags 28. Februar im Südostbayrischen Raum aus. Unzählige Bäume blockierten die Straßen, was dir Feuerwehren auf den Plan rief.

Sturmtief Bianca wütet im Landkreis Berchtesgadener Land 

 © FDL/Brekl
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Im Raum Berchtesgadener Land, ist die BGL2 zwischen Freilassing und Surheim für den Verkehr gesperrt, da ein Baum auf die Straße zu stürzen droht. Das hält aber die Autofahrer nicht auf trotzdem die Straße zu benutzen und sich in Gefahr zu begeben.

Die Straße BGL10 zwischen Thundorf und Teisendorf wurde auch gesperrt, hier sind in einem Waldstück mehrere Bäume umgefallen, die aufräumarbeiten werden noch andauern da der Wind immer noch auffrischt und hier Gefahr auch die die Feuerwehr besteht.

In Teisendorf am Bahnhof wurde zum teil das Blechdach des Bahnhofes abgedeckt.

Die Freiwillige Feuerwehr sperrt den Bahnhof bis auf weiteres ab, der Bahnmanager ist vor Ort.

UPDATE, 10.26 Uhr - Strecke Salzburg - Rosenheim eingleisig befahrbar

Die Züge zwischen Salzburg und Rosenheim rollen wieder an, aber zunächst nur auf einem Gleis.

UPDATE, 10.02 Uhr - Autofahrer mit Sturm und Verkehrszeichen überfordert

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wütete der Sturm Bianca über das Südöstliche Bayern. Unter anderem schwer betroffen waren die Gemeinden Ainring und Teisendorf. Hier entwurzelte der Sturm gleich mehrere Bäume in den angrenzenden Waldstücken der Kreisstraße BGL 10. Da sich die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren nicht selbst in Lebensgefahr begeben wollten, sperrten die Feuerwehren Ainring und Teisendorf noch während des Sturmes mittels Verkehrszeichen die Kreisstraße für den Verkehr ab.

Der Großteil der Verkehrsteilnehmer interessierte die Beschilderung herzlich wenig. Sie fuhren um die Schilder herum und wunderten sich, dass sie an den umgestürzten Bäumen nicht vorbei fahren konnten. Auf dem Weg zur Arbeit mussten deswegen Umwege in Kauf genommen werden.

Ein 34-jähriger Fahrzeugführer aus Anger hat jedoch besonders Pech gehabt. Er fuhr an einer Straßensperre auf Höhe des Weilers Wannersdorf vorbei und übersah die auf der Fahrbahn liegenden Bäume, sodass er mit hoher Geschwindigkeit in diese fuhr. Er konnte sich selbst aus seinem Fahrzeug befreien und blieb glücklicherweise nur leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Die Kreisstraße BGL 10 war bis in den Vormittag für den Verkehr komplett gesperrt. Der Verkehr wurde über die Staatstraße 2103 und die Bundesstraße 304 umgeleitet. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei weist darauf hin, dass Verkehrszeichen nicht umsonst aufgestellt werden. Es kann hinter jeder Kurve eine Gefahr auftreten, weshalb dieser Bereich unbedingt gemieden werden sollte. Auch wenn auf der Fahrbahn kein Baum liegt, kann es gerade in Waldgebieten dazu kommen, dass Bäume umknicken. Gerade wenn solche Wetterlagen angekündigt werden, sollte genügend Zeit für eine Umfahrung eines möglicherweise gesperrten Bereiches eingeplant werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

UPDATE, 9.25 Uhr - Turbulente Nacht in Burghausen

Auch die Feuerwehren in und um Burghausen verbrachten eine turbulente Nacht. Zahlreiche Bäume stürzten um und blockierten Verkehrsflächen. So fiel in der Herzogbadstraße ein Baum nicht nur auf die Fahrbahn, sondern zertrümmerte auch eine Straßenlaterne. Da nicht auszuschließen war, dass durch die Beschädigung eine Gefahr durch frei fließenden Strom bestand, wurde der betroffene Lichtmast von der Feuerwehr ausgesichert.  Auch in der Franz-Alexander-Straße sowie auf der Bundesstraße 20 Richtung Marktl fielen weitere Bäume dem Sturm zum Opfer und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden. 

Unwettereinsätze fordern Feuerwehr Burghausen

 © Feuerwehr Burghausen
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Eine besondere Herausforderung stellte ein Unwetterschaden in der Tittmoninger Straße dar. Aus einem Grundstück war ein größerer Baum quer über die Straße gestürzt und blockierte diese. Besonders gefährlich war der angrenzende Baumbestand, welcher es den Einsatzkräften über lange Zeit nicht erlaubte, sich der Schadensstelle zu nähern. Durch immer wieder aufkommende Böen drohten weitere Bäume im Arbeitsbereich der Einsatzkräfte zu stürzen. Aus diesem Grund wurde die Freiwillige Feuerwehr Raitenhaslach nachalarmiert, um die Bundesstraße 20 komplett für den Verkehr zu sperren. Nach etwa zwei Stunden und abflauendem Wind war es möglich, den betroffenen Baum mit einem Rücketraktor aus dem Gefahrenbereich zu entfernen.

UPDATE, 9.15 Uhr - Sperrungen auch in Traunstein

Auch in Traunstein hat der Sturm seine Spuren hinterlassen: Der Waldfriedhof muss aufgrund umgestürzter Bäume ab sofort gesperrt werden. Das städtische Ordnungsamt wird die Situation dort prüfen und dann entscheiden, wie lange der Friedhof gesperrt bleibt, möglicherweise über das Wochenende. Auch die Mittlere Hofgasse und ein Teil der Güterhallenstraße müssen wegen lockerer und heruntergefallener Dachziegel bis auf weiteres gesperrt bleiben.

UPDATE, 8.45 Uhr - Baum droht auf Telefonleitung zu stürzen

Am Morgen war die Feuerwehr an der äußersten Landkreisgrenze von Mühldorf am Übergang zu den Landkreisen Landshut und Erding gefordert. Bei Bachzelten (Nähe Buchbach) drohte ein Baum auf eine Telefonleitung zu stürzen. Der Baum wurde vorsichtig abgetragen und dann zerteilt.

Baum droht auf Telefonleitung zu fallen

 © fib/Eß
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UPDATE, 8.40 Uhr - Zwei Lastwagen blockieren stundenlang B21

Zu einem Zwischenfall, der nicht direkt mit dem Sturm zu tun hatte, kam es am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr auf der B21 bei Melleck. Dennoch wurden dadurch einige Einsatzkräfte gebunden. Wegen eines platzenden Anhängerreifens bremste der Fahrer eines österreichischen Lastwagens ab und lenkte das Fahrzeug an den rechten Fahrbahnrand, wo dann alle rechten Räder im Erdreich neben der Straße versanken

Der nachfolgende Lkw derselben Firma hielt ebenfalls ganz rechts an und rutschte ebenfalls in das aufgeweichte Bankett bzw. den Straßengraben und steckte fest. Der Lkw drohte gar zu kippen. Die herbeigerufene Polizei orderte für die manövrierunfähigen Lkw einen Schwerverkehr-Bergungsdienst. Nach drei Stunden konnten beide Lkw die Fahrt fortsetzen bzw. die Straße räumen. Während der Bergungsaktion war die Bundesstraße teilweise komplett gesperrt, wie die Berchtesgadener Polizei nun mitteilte.

UPDATE, 8.25 Uhr - Zwei Strecken weiter unterbrochen

Auch die Bayerische Oberlandbahn (BOB/Meridian) hat soeben ein Update bezüglich Streckensperrungen und Zugausfällen herausgegeben.

Strecke Holzkirchen – Rosenheim: Die Züge von Holzkirchen kommend enden und wenden weiterhin in Westerham, Züge von Rosenheim kommend enden und wenden weiterhin in Heufeld. Ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Westerham und Heufeld ist nach wie vor im Pendel eingerichtet.

Strecke Rosenheim – Übersee: Die Prognose des Infrastrukturbetreibers DB Netz für das Ende der Sperrung ist nun 11 Uhr, danach ist die Strecke voraussichtlich wieder eingleisig befahrbar. Ein Busersatzverkehr ist derzeit mit einem Bus beginnend ab Übersee eingerichtet. Die Suche nach weiteren Buskapazitäten läuft weiterhin auf Hochtouren.

BOB: Unverändert gegenüber dem Status von 6.45 Uhr: Die Strecken der BOB sind befahrbar, derzeit ist mit kleinen Verspätungen zu rechnen.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Bayerischen Oberlandbahn.

Auch bei der S-Bahn München kommt es nach wie vor zu (Teil-)Ausfällen, wie der Streckenagent via Twitter bekannt gab.

UPDATE, 8.10 Uhr - Baum stürzt auf Bahnstrecke bei Wasserburg

Auch auf der Bahnstrecke Wasserburg - Grafing gibt es seit Donnerstagabend massive Probleme, als auf Höhe Breitmoos in der Gemeinde Edling (Landkreis Rosenheim) ein Baum auf die Gleise gestürzt war. Ein Regionalzug musste deswegen anhalten. Derzeit (Stand: Freitag, 8 Uhr) ist die Verbindung nach Grafing/Ebersberg nach wie vor unterbrochen.

Baum stürzt auf Bahnstrecke bei Wasserburg

 © gbf
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Auf folgenden Strecken konnte der Zugverkehr dagegen wieder aufgenommen werden: 

  • Mühldorf - Landshut 
  • Mühldorf - München (Ausnahme: Ausfall RE 27002 Abfahrt um 6.37 Uhr in Mühldorf und RE 27004 Abfahrt um 7.32 Uhr in Mühldorf) 
  • Mühldorf - Rosenheim 
  • Traunstein - Ruhpolding 
  • Traunstein - Waging 
  • Mühldorf - Simbach

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Südostbayernbahn.

UPDATE, 8 Uhr - Erste Bilanz der Polizei

Jetzt hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine kurze Bilanz veröffentlicht. Demnach kam es am Donnerstagabend zwischen 20.40 Uhr und 23.45 Uhr zu zahlreichen sturmbedingten Einsätzen. Gemeldet wurden 288 Notrufe wegen Bäumen oder Ästen, die auf Straßen lagen. Darüber hinaus gab es 29 (zumeist kleinere) Unfälle, zwei Unfälle mit Leichtverletzten und insgesamt auch 28 Fehlalarmierungen, die zunächst von den Einsatzkräften bearbeitet werden mussten.

Die Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg musste auf Höhe Prien gegen 21.50 Uhr wegen eines auf die Stromleitung gestürzten Baumes gesperrt werden. Die betroffene Regionalbahn, die deswegen anhalten musste und nicht mehr weiterfahren konnte, musste evakuiert werden. Es befanden sich etwa 60 Fahrgäste im Zug.

UPDATE, 7.55 Uhr - Unfälle auch im Landkreis Miesbach

Auch aus dem Landkreis Miesbach werden nun unwetterbedingte Verkehrsunfälle gemeldet. In Warngau fuhr in der Nacht auf der B472 ein 35-jähriger Waakirchner mit seinem Auto gegen einen umgeknickten Baum. Der Mann war auf dem Weg von Miesbach nach Tegernsee. Es entstand ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro. Verletzt wurde der Autofahrer glücklicherweise nicht.

In Otterfing fuhr gegen 20.30 Uhr ein 19-jähriger Mann aus Schliersee gegen einen Einachsanhänger. Ein Windstoß schob den Anhänger auf der Tegernseer Straße auf die Fahrbahn und der Autofahrer konnte seinen Pkw nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand bringen. Der Sachschaden hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Verletzt wurde niemand.

UPDATE, 7.25 Uhr - Dramatischer Einsatz in Tirol

Aus der Grenzregion zwischen der Schweiz und Tirol wurde nun ein dramatischer Einsatz gemeldet. Am Donnerstagmorgen, 27. Februar, gegen 9 Uhr stieg eine sechsköpfige Skitourengruppe vom Skigebiet Schuls/Champatsch im Engadin (Schweiz) zum Gipfel des Fuorcla da Tasna auf und wollte anschließend über das Fimbatal nach Ischgl abfahren. 

Vier Personen trennten sich früher von der Gruppe und fuhren zur Heidelberger Hütte ab und wollten dort auf die zwei weiteren Tourengeher warten. Nachdem diese bis 15.30 Uhr noch nicht auf der Hütte eingetroffen waren, setzte der Hüttenwirt die Rettungskette in Gang. Nach einer Suchaktion der Bergrettung Ischgl und der Alpinpolizei konnten die beiden Tourengeher um 19.25 Uhr auf einer Seehöhe von 2.460 Metern in einem Schneeloch liegend leicht unterkühlt gerettet und zur Heidelberger Hüte gebracht werden. Der Italiener (57) und die Deutsche (53) hatten im starken Schneetreiben die Orientierung verloren, teilte die Landespolizeidirektion Tirol mit.

Schwerer Unfall in Alpbach:

Darüber hinaus kam es in Alpach zu einem schweren Verkehrsunfall. Bei Schneeglätte kam eine Österreicherin am Freitag gegen 0.50 Uhr von der Alpnbacher Landesstraße ab und überschlug sich mit ihrem Fahrzeug. Das Auto kam schließlich in einem Bachbett auf dem Dach liegend zum Stillstand. Ein Autofahrer bemerkte den Unfallwagen und alarmierte die Rettungskräfte. Die Frau musste von der Feuerwehr aus dem Wrack herausgeschnitten werden.

UPDATE, 7.20 Uhr - Viel Arbeit rund um Traunstein

Auch aus dem Dienstbereich der Polizeiinspektion Traunstein wurde viel "Arbeit" für die Einsatzkräfte gemeldet. Der Sturm entwurzelte unzählige Bäume, deckte Dächer teilweise ab und sorgte für einige Straßensperren in und um Traunstein.

Ein entwurzelter Baum führte zu einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2105 zwischen Traundorf und Siegsdorf. Ein 54-jähriger Siegsdorfer fuhr die Staatsstraße mit seinem Auto entlang, als ein Baum entwurzelt wurde und auf sein Fahrzeug stürzte. Zum Glück fiel der Baum lediglich auf den hinteren Teil des Wagens, so dass der Siegsdorfer nicht verletzt wurde. Der Sachschaden am stark beschädigten Fahrzeug beläuft sich auf 15.000 Euro.

Zudem sorgte eine starke Windböe auf der Staatsstraße 2096 zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Ein 68-jähriger Chieminger befuhr die Staatsstraße mit seinem Pkw-Anhänger-Gespann von Traunstein in Richtung Chieming. Ihm entgegen kam ein 55-Jähriger aus Chieming mit seinem Fahrzeug. Eine starke Sturmböe drückte den Anhänger auf die Gegenfahrbahn, so dass es zur Kollision kam. Insgesamt entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 4.000 Euro. Zum Glück wurde auch hier niemand verletzt.

UPDATE, 7.15 Uhr - Zaun und Isolierung umgeweht

Wenig später wurde die Mühldorfer Feuerwehr erneut alarmiert, Gegen 23.15 Uhr mussten die Floriansjünger in die Beethoven Straße ausrücken. Dort waren ein Bauzaun sowie Styropor-Isolierungen umgeweht worden. Die Floriansjünger sicherten die Baustelle wieder ab und konnten wieder schnell abrücken.

Feuerwehreinsatz in Beethoven Straße in Mühldorf

 © fib/Eß
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UPDATE, 7 Uhr - Baum stürzt auf Wohnhaus in Mühldorf

Aus dem Mühldorfer Stadtteil Mößling wurde am Abend gegen 23 Uhr ein umgestürzter Baum gemeldet, der komplett entwurzelt wurde und auf ein Wohnhaus gefallen war. Durch die Entwurzelung wurde ein zweiter Baum auch sehr locker und drohte auch auf das Dach zu stürzen. 

Baum droht auf Wohnhaus in Mößling zu stürzen

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Die Feuerwehr Mößling forderte Unterstützung durch die Feuerwehr Mühldorf an und zwar den Rüstwagen. Der Baum wurde fixiert und gezielt vom Wohnhaus weggezogen. Danach wurde dieser von der Straße entfernt.

UPDATE, 6.50 Uhr - Unwetterwarnungen aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat inzwischen die Warnungen vor orkanartigen Böen im Flachland bzw. Orkanböen in Lagen oberhalb von 1.500 Metern, die zunächst seit Donnerstagabend bis Freitagmorgen, 6 Uhr, gültig waren, inzwischen aufgehoben. Betroffen waren die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting.

UPDATE, 6.40 Uhr - Mehrere Straßen gesperrt

Zudem wurden bereits mehrere Straßensperrungen gemeldet. Derzeit ist die Staatsstraße zwischen Gars am Inn und Mühldorf am Inn ist aufgrund von umgestürzten Bäumen zwischen Waldkraiburg und Mühldorf in beiden Richtungen komplett gesperrt. Ebenso ist die Kreisstraße BGL10 zwischen Ainring und Thundorf im Landkreis Berchtesgadener Land durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert. Eine aktuelle Übersicht gibt es in den Verkehrsmeldungen.

UPDATE, 6.35 Uhr - Behinderungen im Bahnverkehr

Im regionalen Bahnverkehr wurden am Freitagmorgen erhebliche Behinderungen gemeldet, vor allem wegen umgefallener Bäume, die auf Gleisanlagen gestürzt sind.

Bei der Südostbayernbahn waren/sind folgende Strecken betroffen:

  • Mühldorf - Passau 
  • Mühldorf - Simbach 
  • Mühldorf - Burghausen 
  • Mühldorf - Salzburg 
  • Mühldorf - Trostberg - Traunstein 
  • Traunstein - Traunreut
  • Traunstein - Waging
  • Traunstein - Ruhpolding 
  • Aschau - Prien 
  • Mühldorf - Rosenheim 
  • Wasserburg - Ebersberg - München

Auf den genannten Strecken kann der Verkehr zu Betriebsbeginn nicht aufgenommen werden. Wie lange die Störungen andauern werden, ist derzeit unklar.

Auf den Strecken Mühldorf - Landshut und Mühldorf - München (Ausnahme: Ausfall RE27002, Abfahrt um 6.37 Uhr in Mühldorf und RE27004 Abfahrt um 7.32 Uhr in Mühldorf) kann der Zugverkehr regulär aufgenommen werden. Es muss allerdings aber mit Verspätungen gerechnet werden.

Auch die Bayerische Oberlandbahn (BOB) meldete bereits Störungen. Auf der Strecke Salzburg - München sind im Abschnitt zwischen Übersee und Rosenheim wohl mehrere Bäume auf die Gleise gestürzt. 

Strecke Salzburg - München:

  • M 79000 Salzburg Hbf (04:00) - München Hbf (05:45) Ausfall zwischen : Übersee und Rosenheim
  • M 79001 Rosenheim (05:32) - Salzburg Hbf (06:40) Teilausfall zwischen : Rosenheim und Übersee
  • M 79008 Salzburg Hbf (06:00) - München Hbf (07:49) Ausfall zwischen : Salzburg Hbf und München Hbf
  • M 79002 Traunstein (05:16) - München Hbf (06:40) Teilausfall zwischen : Traunstein und Rosenheim
  • M 79006 Traunstein (06:00) - München Hbf (07:21) Teilausfall zwischen : Traunstein und Rosenheim
  • M 79004 Salzburg Hbf (05:15) - München Hbf (07:06) Teilausfall zwischen : Übersee und Rosenheim

Ein möglicher Schienenersatzverkehr wurde angefordert, war aber am frühen Freitagmorgen noch nicht bestätigt.

Strecke Holzkirchen - Rosenheim:

Diese Strecke wurde bereits am Donnerstagabend ab 21.30 Uhr vorsorglich gesperrt. Doch auch am Freitagmorgen müssen Fahrgäste noch mit Behinderungen rechnen. Folgende Züge sind betroffen:

  • M 79501 Holzkirchen (05:09) - Rosenheim (05:51) Ausfall zwischen Holzkirchen und Bruckmühl
  • M 79500 Rosenheim (05:02) - München Hbf (06:21) Ausfall zwischen Rosenheim und Bruckmühl

Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

UPDATE, 6.15 Uhr - Europa League Partie wird nachgeholt

Das wegen des Sturms am Donnerstagabend abgesagte Europa League-Spiel zwischen Salzburg und Eintracht Frankfurt soll nun am Freitag, 18 Uhr, nachgeholt werden. Dann soll laut Angaben der Europäischen Fußball Union (UEFA) einer Austragung im Stadion in Wals-Siezenheim nichts entgegenstehen.

UPDATE, 6.10 Uhr - Verkehrsbehinderungen erwartet

Autofahrer müssen am Morgen mit zum Teil erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen. Zum einen wegen hereinbrechender Glätte, den der Schneefall verursacht, der vielerorts inzwischen eingesetzt hat. Und zum anderen können immer noch Straßen gesperrt sein wegen umgestürzter Bäume. Derzeit ist dies offenbar auf der Kreisstraße zwischen Achenmühle und Niedermoosen der Fall. Dort wurde die Fahrbahn in einem Waldstück total gesperrt.

Die Erstmeldung:

Bereits um Mitternacht hatte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in seinem Gebiet rund 350 Einsätze registriert, wie eine Sprecherin in der Nacht gegenüber rosenheim24.de erklärt hatte. Größere Schäden wurden bis dahin zum Glück nicht gemeldet. Bei Prien fiel ein Baum in die Oberleitung einer Bahnstrecke, woraufhin ein Zug nicht mehr weiterfahren konnte. Die Fahrgäste wurden mit Ersatzbussen weiter befördert.

Auch bei Edling (Landkreis Rosenheim) musste ein Zug aufgrund eines umgestürzten Baumes halten. Ein Großteil der Einsätze erfolgte wegen umgestürzter Bäume. Verletzte wurden zunächst keine gemeldet.

*Weitere Informationen folgen in Kürze!*

mw

Quelle: rosenheim24.de

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