Strompreise: Grüne fordern Transparenz

Rosenheim - Die Grüne Verbraucherschützerin Sprecherin Anne Franke kritisiert die in vielen bayerischen Städten für 2011 angekündigten Strompreiserhöhungen.

„Nach Angaben des Internetportals Verivox sanken die Einkaufspreise für Strom in den letzten zwei Jahre um rund 20 Prozent.“, so MdL Anne Franke. Doch dieser Preisrutsch sei bei den Verbrauchern nie angekommen. „Die Gewinner sind die großen Stromkonzerne, die die durchschnittlich 0,8 Cent pro Kilowattstunde an geringeren Beschaffungskosten nicht an die Kundinnen und Kunden weitergegeben haben.“ Bei einem deutschlandweiten Absatz von insgesamt rund 131 Milliarden Kilowattstunden ergebe sich draus eine Summe von ca. einer Milliarde Euro, die den Verbrauchern vorenthalten werde.

Stattdessen werde suggeriert, dass die Umlageerhöhung für erneuerbare Energien für die Preissteigerung verantwortlich sei. „Das ist nicht richtig“, betont Anne Franke. Die Umlage für erneuerbare Energien steige ab 1. Januar 2011 um 1,5 Cent je Kilowattstunde von bisher 2,05 auf dann 3,53 Cent je Kilowattstunde. Die Stromeinkaufspreise der Stromfirmen hätten sich jedoch, auch durch die Einspeisung von erneuerbarem Strom, in den vergangenen zwei Jahren deutlich verringert. „Es gibt daher von der Kostenseite her keine Rechtfertigung für eine Strompreiserhöhung in dieser Höhe.“

Die Landtagsgrünen forderten die Staatsregierung in einem Dringlichkeitsantrag dazu auf, umfassend und transparent über die Entstehung der Strompreise zu informieren. Dieser Antrag wurde nun im Ausschuss für Verfassung, Recht und Verbraucherschutz angenommen. „Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern sind diese Informationen nicht bekannt. Es kann nicht sein, dass die erneuerbaren Energien weiter als ‚Sündenbock’ für die Preissteigerung herhalten müssen“, so Franke abschließend.

Landtagsbüro Anne Franke

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser