Streit zwischen Freunden in München eskaliert

Frau (45) geschlagen und gewürgt - bis sie zum Messer greift

München - Ein zunächst harmloser Streit eskalierte zwischen zwei Freunden in München. Schließlich war sogar ein Messer im Einsatz.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Ein 49-jähriger Münchner und eine 45-jährige Münchnerin führten eine freundschaftliche Beziehung und wohnten beide in einer städtischen Notunterkunft. Am Mittwoch, 27.05.2020, gegen 23.20 Uhr, kam es zwischen den beiden zunächst zu einem verbalen Streit, der schließlich in eine körperliche Auseinandersetzung mündete. 

Nach Angaben der 45-Jährigen wurde diese dabei vom 49-Jährigen geschlagen und gewürgt, weshalb sie ein Messer nahm und damit dem 49-Jährigen in den Oberkörper stach. Anschließend informierte sie den anwesenden Sicherheitsdienst, welcher den polizeilichen Notruf verständigte. Sofort wurden über zehn Streifen der Münchner Polizei zu der Örtlichkeit geschickt, um die Situation zu überprüfen. 


Der 49-Jährige wurde durch den Notarzt in ein Münchner Krankenhaus verbracht, wo er stationär behandelt wurde. Aufgrund der Verletzung bestand eine potentielle Lebensgefahr. Die Tatverdächtige wurde ebenfalls in ein Münchner Krankenhaus verbracht und ambulant behandelt. 

Das Tatmesser wurde am Tatort sichergestellt. Von Seiten der zuständigen Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I wurde der Sachverhalt rechtlich als gefährliche Körperverletzung bewertet. Inwieweit der Stich mit dem Messer in den Oberkörper durch Notwehr gerechtfertigt war, muss noch durch weitere Ermittlungen der Münchner Kriminalpolizei geklärt werden. 

Die Staatsanwaltschaft stellte keinen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls beim zuständigen Ermittlungsrichter. Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 25 der Münchner Kriminalpolizei geführt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Quelle: rosenheim24.de

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