Bussi-Schorschi: Ist die Party bald vorbei?

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Bussi-Schorschi Georg Weiß junior sieht sich in der Event-Stadl-Affäre als "Opfer"

Schechen - Im Streit um den Event-Stadl von Bussi-Schorschi Georg Weiß will das Landratsamt jetzt offenbar durchgreifen. Öffentliche Veranstaltungen sollen untersagt werden.

Wie das OBERBAYERISCHE VOLKSBLATT in seiner heutigen Ausgabe berichtet, dürfte der entsprechende Bescheid Georg Weiß, Juniorchef der Baumschule Weiß in Wurzach, bereits nächste Woche zugehen.

Die Gemeinde Schechen hat den Druck auf das Landratsamt zuletzt nochmals erhöht. Der Bauausschuss hat bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend mit einem einstimmigen Votum die Forderung von Bürgermeister Hans Holzmeier nach einer Nutzungsuntersagung unterstützt.

Die umkämpfte Halle:

EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?

„Uns geht das alles zu langsam voran“, nannte Holzmeier gegenüber der Heimatzeitung den Grund für die Beschlussfassung, wenngleich er einräumte, die Gemeinde habe keine rechtliche Handhabe, um gegen das Landratsamt vorzugehen. „Die können unseren Brief auch in den Papierkorb werfen, dann können wir auch nichts machen.“

"Waren nicht untätig"

Den Vorwurf der Untätigkeit will Pressesprecher Michael Fischer nicht auf der Kreisverwaltung sitzen lassen. Bereits am 28. März habe man Weiß mitgeteilt, dass eine Nutzungsuntersagung für den Event-Stadl im Raum steht, und ihm die Möglichkeit geboten, sich bis zum 15. April dazu zu äußern. Per Mail habe Weiß laut Fischer der Behörde zwischenzeitlich mitgeteilt, dass er den Stadl nicht vermiete und dort auch keine öffentlichen Veranstaltungen stattfänden.

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„Wir feiern hier nur private Feste und organisieren Veranstaltungen, die dem Betrieb dienen“, beteuerte Weiß zum wiederholten Mal gegenüber dem OVB. Dennoch sieht das Landratsamt die rechtliche Basis für eine Nutzungsuntersagung offenbar als gegeben. „Der Stadl wurde im Internet zur Vermietung angeboten, und uns liegt auch ein Flyer vor, in dem das Gebäude zur Ausrichtung von Geburtstagsund Hochzeitsfeiern angepriesen wird“, nennt der Pressesprecher wesentliche Gründe für die bevorstehende Nutzungsuntersagung. „Man sieht schon an den Terminen, dass der Beschluss des Bauausschusses in Schechen für unser Vorgehen nicht von Bedeutung war“, so Michael Fischer weiter.

Weiß will „Initiative der von der Gemeinde Geschädigten" gründen

Extra:

Dirndlmode in der Lagerhalle

Ins Blickfeld des Landratsamtes dürfte jetzt wohl auch eine Trachtenmodenschau geraten, die kürzlich in dem Event-Stadl stattgefunden hat (siehe Box links) und bei Bürgermeister Hans Holzmeier Kopfschütteln auslöst. Man dürfe nicht vergessen, dass es sich um eine genehmigte Lagerhalle handle, so Holzmeier. Mit Kopfschütteln kommentiert dagegen Georg Weiß, alias „Bussi-Schorschi“, die bevorstehende Nutzungsuntersagung durch das Landratsamt.

„Hier wird Wind gemacht, wo gar kein Wind nötig ist“, sagt der Firmeninhaber, der darauf verweist, dass er keine Sonderrechte in Anspruch nehmen will. Er werde die Situation zunächst mit seinem Anwalt beraten und dann entscheiden, wie er darauf reagiere.

Dem Schechener Bürgermeister wirft er vor, eine Kampagne gegen ihn gestartet zu haben und das Wachstum seiner Firma zu gefährden. Weiß überlegt jetzt ernsthaft, eine Initiative zu gründen, in der sich Gemeindebürger zusammenschließen, die sich vom Schechener Bürgermeister schikaniert fühlen. „Ich bin kein Einzelfall“, sagt der Firmeninhaber.

Norbert Kotter/OVB

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Quelle: rosenheim24.de

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