IG Metall fordert höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten

Hafner: Planen Warnstreiks und Aktionen in der gesamten Region 

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Rosenheim/Schweinfurt - Im Kampf um höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten hat die IG Metall am Dienstag zu massiven Warnstreiks in Bayern und in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Auch in der Region gibt es in dieser und der kommenden Wochen Streiks und Aktionen.

Update, 9.25 Uhr: Weitere Aktionen nächste Woche

Jochen Hafner ist 1. Bevollmächtigte der Gewerkschaft IG Metall

"Am Dienstag und Mittwoch wird es zunächst nur verlängerte Brotzeiten geben", erklärte Jochen Hafner von der IG Metall Rosenheim. Dabei würden diese von 15 auf 45 Minuten verlängert und die Mitarbeiter in dieser Zeit über die Forderungen der Gewerkschaft informiert.  Am Donnerstag soll dann allerdings ab 14.30 ein Warnstreik bei der Firma Ecolab Engineering GmbH in Siegsdorf folgen. "Darüber hinaus planen wir in der nächsten Woche Warnstreiks und Aktionen in der gesamten Region", verriet  Hafner.

Die Erstmeldung, 6.45 Uhr:

Ein Schwerpunkt der bundesweiten Aktionen ist Schweinfurt, wo mehrere Tausend Beschäftigte der Industrie- und Autozulieferer Schaeffler, Bosch-Rexroth, ZF und SKF die Arbeit vorübergehend niederlegen sollen. Erste Aktionen soll es bereits in den Nachtschichten geben. In anderen Teilen Frankens, in der Oberpfalz und im oberbayerischen Rosenheim sollen zudem vor allem mittelgroße und kleinere Metall- und Elektrobetriebe bestreikt werden.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn sowie das Recht auf eine vorübergehende Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden pro Woche. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung für drei Monate und danach zwei Prozent mehr Lohn für ein Jahr angeboten. Zudem wollen sie die Arbeitszeit auch weit über 35 Stunden hinaus verlängern können.

Die dritte Verhandlungsrunde für die Branche beginnt am Donnerstag in Baden-Württemberg. Die bayerischen Verhandlungspartner folgen am 15. Januar in Nürnberg.

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten rund 835 000 Beschäftigte. Davon sind 475 000 in tarifgebundenen Betrieben beschäftigt, die Mitglied des Arbeitgeberverbandes vbm sind.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/IG Metall (Montage)

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