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Alles nur geklaut?

Münchner Promiwirt verklagt Marco's in Stephanskirchen - Urteil gefallen

Stephanskirchen/München - Alles nur geklaut? Der Münchner Promiwirt Ugo Crocamo des Restaurant H'ugo's ist jedenfalls dieser Meinung und verklagte das Marco's in Stephanskirchen. Das Urteil ist nun gefallen.

Die Wände sollen gleich sein, die LED-Beleuchtung, die Speisekarten und sogar die Armaturen der Toiletten! Daher hat der Münchner Promi-Wirt Ugo Crocamo das "Marco's" in Stephanskirchen verklagt. Er ist der Meinung, dass Wirt Marco Marchese die Einrichtung seines Lokals einfach von dem Restaurant "H'ugo's" kopiert hat. Er fordert daher Schadensersatz wegen verletzten Urheber-, Design- und Wettbewerbsrechten. Im Juni begann der Prozess, nun ist das Urteil gefallen:

Gericht weist Klage zurück

Die Fußballer Luca Toni (l) und Franck Ribery (r) feiern zusammen mit dem Wirt Ugo Crocamo (m) im H'ugo's in München

Das Landgericht München I steht auf der Seite des Stephanskircheners: Es wies am Dienstag die Klage des Promiwirtes ab, der nun auch die Kosten des Verfahrens tragen muss. Bereits während der Verhandlung sagte der Vorsitzende Richter, zwar erkennbar sei, dass es möglich sei, dass sich der Betreiber des "Marco's" beim "H'ugo's" Inspirationen geholt haben könnte, eine Eins-zu-Eins-Kopie sei jedoch nicht erkennbar. Darüber hinaus sei das Nachahmen nicht verboten. Der Richter regte damalsan, dass die „H’ugo’s GmbH“ die Klage zurückziehen solle. 

In der Urteilsbegründung des Gerichts heißt es: "Ansprüche des Klägers scheiden jedenfalls deshalb aus, weil es an einer unlauteren Nachahmung durch die Beklagten fehlt." Außerdem verfüge die Restaurantgestaltung des H'ugo's nicht über eine wettbewerbliche Eigenart. Nachahmungsschutz genießen aber nur Leistungsergebnisse mit wettbewerblicher Eigenart.

Ausstattung des H'ugo's hebt sich nicht zu sehr von anderen ab

Nach Auffassung der Kammer, deren Mitglieder laut Urteilsbegründung Durchschnittsverbraucher und regelmäßige Besucher italienischer Restaurants und zumindest potentielle Gäste dazugehöriger Clubs sind, hebe sich die Ausstattung des H'ugo's nicht in einem Maße von anderen vergleichbaren Ausstattungen ab, dass man allein von der Ausstattung her auf diesen bestimmten Betrieb schließt.

Das Gericht sieht, anders als vom Kläger behauptet, angesichts der teils recht deutlichen Unterschiede im Gesamteindruck keine identische Nachahmung, allenfalls eine nachschaffende Nachahmung.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook (Montage)

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