„A Milli“ für den Minister

Teisendorf - Der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sieht die Zukunft der Landwirte und vor allem der Milchbauern in Bayern positiv. Wenn die Verbraucher mitmachen...

Nach und nach füllte sich der Poststall in Teisendorf. Der Bayerische Bauernverband hatte zum Kreisbauerntag Berchtesgadener Land geladen. Was Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zur „Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft“ zu sagen hatte, interessierte die heimischen Bauern doch.

Fast andächtig lauschten sie zuerst dem Bericht von Kreisbauernobmann Anton Kern, bevor sich dann der Minister hinter das Rednerpult schwang. Er brach umgehend eine Lanze für die heimischen Produkte. Die seien immerhin nicht nur auf den Wochenmärkten in der Region zuhause, sondern in der ganzen Welt. Doch vor allem die Verbraucher vor Ort sollten die regionalen Produkte wieder besser schätzen lernen und so die heimischen Landwirte unterstützen, appellierte Brunner. „Ich schaue immer fast neidisch nach Österreich, Frankreich oder Südtirol.“ Dort würden sich die Verbraucher mit „ihren“ Produkten identifizieren. Sollte das in Bayern auch erreicht werden, würden auch wieder höhere Preise für Agrarprodukte erzielt.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (links) und Landrat Georg Grabner kennen sich noch aus dem Landtag.

Wie verbunden er den ländlichen Produkten ist, bewies der Landwirtschaftsminister dann, als man ihm ein Glas Wasser reichte: „A Milli wär ma a Recht gewesen!“

Doch um die Stimme zu ölen tat es das Wasser auch. Gab es Brunner doch die Kraft, das Hilfsprogramm der Bundesregierung hervorzuheben. 750 Millionen Euro Fördergelder für Landwirte seien durchaus nicht selbstverständlich, beteuerte der Minister. Wenn jetzt noch die EU ihre Mengenpolitik überdenke und somit mittelfristig die Rahmenbedingungen für Bauern verbessere, dann könnten die Landwirtschaft und der Milchstandort Bayern in eine rosige Zukunft blicken.

Immerhin gebe es im Freistaat derzeit 776 Auszubildende in der Landwirtschaft. Außerdem würden die Bauern investieren. Die bayerischen Fördertöpfe seien für dieses Jahr voll ausgeschöpft worden, freute sich Brunner. Für ihn ganz logisch zu erklären: “Landwirte haben den Arbeitsplatz quasi vor der Haustür. Familie und Beruf lassen sich wunderbar in Einklang bringen. Das wissen auch die Jungen zu schätzen.“

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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