Erneut in der Luitpoldhalle

Rosenheim nimmt kurzfristig 1000 Flüchtlinge auf

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Rosenheim - Die erneute Aktivierung der Luitpoldhalle, der angrenzende Sportplatzes und weiterer Örtlichkeiten als Erstaufnahmeeinrichtung soll Platz für bis zu 1.000 Flüchtlinge bieten.  

Rund 1.000 Plätze für die kurzfristige Aufnahme von Flüchtlingen wird die Stadt Rosenheim in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern in den nächsten Tagen zusätzlich aktivieren. "Es geht darum, Ausweich-Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, damit die Landeshauptstadt München während der Zeit des Oktoberfests von der Aufgabe entlastet werden kann, gleichzeitig die Aufnahme von Flüchtlingen in großer Zahl zu schultern", erläuterte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer das Ziel dieser Maßnahme.

Die Stadt Rosenheim hat dazu eine Vielzahl von Unterbringungsmöglichkeiten geprüft und sich in einem ersten Schritt für die Aktivierung der Luitpold-Halle entschieden. Dort können bis zu 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Zusätzlich wird die Stadt Rosenheim auf dem Sportplatz ein Zelt für ca. 300 Personen errichten. Die Halle war bereits um den Jahreswechsel als sog. Not-Erstaufnahmeeinrichtung genutzt worden.

"Trotz der jetzt wieder anlaufenden Grenzkontrollen müssen wir damit rechnen, dass in den nächsten Wochen neuerlich eine erhebliche Zahl von Flüchtlingen über die sogenannte Balkan-Route in Deutschland ankommt.Gerade die Grenzregionen stehen damit vor einer großen humanitären Herausforderung. Wir wollen alle Anstrengungen unternehmen, damit die Flüchtlinge in menschenwürdiger Weise bei uns eine vorübergehende Aufnahme und Bleibe finden können. Ich appelliere an die Menschen in unserer Stadt, in so beispielhafter Weise wie bisher gegenüber Menschen Gastfreundschaft zu zeigen, die teilweise tausende Kilometern Flucht aus den Bürgerkriegsgebieten des Nahen Ostens, Nordafrikas und Asiens hinter sich haben. Ich bitte speziell die Schulen und die Sportvereine um Verständnis, dass die Luitpoldhalle bis auf weiteres für den Sportunterricht und den Vereinssport nicht mehr zur Verfügung stehen kann. Das städtische Schul- und Sportamt wird versuchen, soweit wie möglich in anderen Turnhallen Ausweichmöglichkeiten anzubieten", so die Oberbürgermeisterin.

Bauer: "Mein Dank gilt schon jetzt der Polizei, der Bundespolizei, den Hilfs- und Rettungsdiensten, den Kräften der Bundeswehr und unseren Feuerwehren für die logistische Unterstützung. Dennoch sind wir auch auf die Hilfe ehrenamtlicher Kräfte angewiesen. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die sich entsprechend engagieren wollen, mit der Sozialen Stadt Verbindung aufzunehmen. Dort wird der Einsatz bestmöglich koordiniert."

Ehrenamtliche Helfer gesucht 

Ehrenamtliche Helfer werden gebeten, sich unter der Tel.-Nr.: 08031/365-2122 oder über Email soziale.stadt@rosenheim.de bei der Stadt Rosenheim zu melden.

Die Flüchtlinge sollen nach einer Erstversorgung in den beiden städtischen Einrichtungen möglichst rasch mit Zügen in andere Bundesländer weiterverteilt werden.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © red

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