Gründerpreis Rosenheim 2015

Kreative Jungunternehmer gesucht!

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Sie freuen sich wieder auf viele kreative Unternehmensgründer (von links): Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Dr. Thomas Kürn, IHK für München und Oberbayern, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Landrat Wolfgang Berthaler und Hartmut Drexel, Handwerkskammer für München und Oberbayern. 
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Rosenheim - Wer sichert sich den Gründerpreis Rosenheim 2015? Auch heuer suchen Stadt und Landkreis gemeinsam mit IHK und HWK wieder den kreativsten Unternehmensgründer.

"Da kommen auf einmal Themen auf einen zu - die sind gigantisch." Noch immer ist die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer begeistert, wenn sie auf den ersten Gründerpreis Rosenheim aus den Jahren 2012 und 2013 zurückblickt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen auch in diesem Jahr. "Der Unternehmer als solcher, wenn er erfolgreich ist, lässt sich auch mal zurückfallen", findet Bauer. Vom Nachwuchsunternehmer hingegen erhofft sich die Oberbürgermeisterin Innovationen. Ein junger Unternehmer habe eine "schöpferische Zerstörung" vor sich, so Bauer.

"Es ist nicht einfach, sich selbstständig zu machen"

Wer eine innovative Geschäftsidee hat, kann sich ab sofort im Internet unter www.gruenderpreis-rosenheim.de bewerben. Gesucht werden all jene, die sich selbstständig machen wollen oder gerade dabei sind, ein regionales Unternehmen zu gründen. Auch wer seit maximal drei Jahren in der Region als Unternehmer tätig ist, kann mitmachen. Der Anmeldezeitraum läuft bis 15. September 2014.

Das kann man gewinnen:

Prämiert werden die drei besten Geschäftskonzepte. Neben dem Gründerpreis-Siegerpokal (1. Platz) stehen für die ersten drei Gewinner – je nach Bedarf – folgende Preise bereit: ein Chefsessel im Wert von 2000 Euro, eine Geschäfts-Erstausstattung (Logo, Briefbogen und Visitenkarten) und Geldpreise in Höhe von insgesamt 2000 Euro. Außerdem erhält der Sieger des Wettbewerbs das Angebot eines einjährigen patenschaftlichen Coachings durch ein etabliertes Unternehmen.

Den Initiatoren und Unterstützern des Gründerpreises ist bewusst, wie schwer es ist, eine kreative Idee in die unternehmerische Tat umzusetzen. "Es ist nicht immer einfach, wenn man sich selbstständig macht", sagte etwa der Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler im Rahmen der Pressekonferenz im Landratsamt, auf der der Gründerpreis Rosenheim 2015 vorgestellt wurde. "Da gibt es sehr viele Dinge zu beachten", erläuterte der Landrat, der deshalb hofft, dass die angebotenen Workshops von möglichst vielen Existenzgründern besucht werden. Die Workshops sind eine wichtige Säule des Gründerpreises. Nach Anmeldeschluss finden ab 6. Oktober 2014 neun kostenlose Workshops statt. Erfahrene Referenten vermittelt dort essentielles Wissen für angehende Unternehmer, von steuerrechtlichen Fragen über Marketing bis hin zur Erstellung eines Businessplans.

"Mit dem Startschuss ist es noch nicht getan"

Wie wichtig eine gute Vorbereitung für die erfolgreiche Existenzgründung ist, betonte Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Man solle sich lieber sorgfältig vorbereiten, auch wenn man sich dadurch erst etwas später selbstständig machen könne, so Maierthaler. Doch auch mit dem Startschuss sei es noch nicht getan, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Eine Unternehmensgründung erfordere Ausdauer und auch das nötige Kleingeld.

Maierthaler hofft, dass sich der Gründerpreis Rosenheim in den kommenden Jahren fest etablieren wird. "Wir wünschen uns, dass dieser Gründerpreis zu einer festen Institution in Stadt und Land wird." Wie der Vorstandsvorsitzende erklärte, richte sich der Gründerpreis nicht nur an junge angehende Unternehmer, sondern auch an "Fortgeschrittene", wie Maierthaler formulierte. Eine Altersbeschränkung gibt es also nicht.

"Trauen Sie sich, liebe Jungunternehmer"

Nach Anmeldung und Workshops haben die Teilnehmer bis Dezember Zeit, ihren Businessplan einzureichen. Zusätzlich sollen die Teilnehmer ihre Geschäftsidee mit einer Kurzpräsentation vor einer Fachjury erläutern. Die Preisverleihung im Sparkassenhochhaus findet voraussichtlich im Frühjahr 2015 statt. "Es wird am Ende Preisträger geben, doch Gewinner sind sie alle", ist Maierthaler überzeugt. "Die Chancen für Existenzgründungen sind gut. Trauen Sie sich, liebe Jungunternehmer."

Eine Aufforderung, die nötig zu sein scheint. Wie Hartmut Drexel, Leiter der Abteilung Betriebswirtschaft bei der HWK für München und Oberbayern, erklärte, seien Existenzgründungen etwas aus der Mode geraten. Der Rosenheimer Gründerpreis sei deshalb ein wichtiger Baustein, um das Thema Existenzgründung wieder in den Mittelpunkt zu rücken, so Drexel. "Wer den Biss, den Ehrgeiz hat, sich selbstständig zu machen, der sollte es auch wagen." Dies sei zwar ein Sprung ins kalte Wasser, doch dank der Unterstützung, etwa durch HWK und IHK, sei das Wasser gar nicht so kalt.

Stadt und Landkreis suchen Jungunternehmer

Existenzgründungen sind ein wenig aus der Mode

Auch Dr. Thomas Kürn, Abteilungsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung bei der IHK für München und Oberbayern, beobachtet eine Rückgang der Unternehmensgründungen. Die hohe Nachfrage nach Fachkräften erleichtere es den Menschen, eine Festanstellung zu finden. Ein Umstand, der die Qualität der Existenzgründungen offenbar hebt. Wie Gerhard Kammel von der HWK erklärte, sei die Qualität der Gründungen höher als zu Zeiten hoher Arbeitslosigkeit.

Nichtsdestotrotz halten die Vertreter von IHK und HWK eine qualifizierte Begleitung der Existenzgründer für unerlässlich. Eine Erhebung der IHK habe ergeben, dass 80 Prozent jener Unternehmer, die eine Beratung bei der IHK in Anspruch genommen hatten, nach fünf Jahren noch auf dem Markt waren, erläuterte Dr. Thomas Kürn. "Das A und O ist eine sorgfältige Vorbereitung des Gründungsvorhabens."

Hartmut Drexel zeigte sich überzeugt, dass der Gründerpreis Rosenheim 2015 hervorragende Ideen zutage fördern wird. Noch heute schwärmt Drexel vom Gründerpreis 2012/2013. "Ich war bei sehr vielen Gründerwettbewerben dabei, aber der (der erste Gründerpreis Rosenheim, d. Red.) war mit Abstand der allerallerbeste." Es sei ein Konzept besser gewesen als das andere.

Quelle: rosenheim24.de

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