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Übergabe von Forschungsgeldern an der Hochschule in Rosenheim

"3 Millionen Euro für die Forschung"

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Übergabe der Förderurkunden durch Staatssekretär Stefan Müller an die Hochschule Rosenheim
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Rosenheim - Knapp 3 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Hochschule zur Verfügung. Am Montag übergab Staatssekretär Müller persönlich die Urkunden.

"Ein großer Tag für die Bildung in der Region", erklärte die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig am Montag anlässlich der Übergabe zweier Förderbescheide durch den Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Stefan Müller, an der Hochschule in Rosenheim. "Das zeigt mir, dass hier Forschung und Innovation auf höchstem Niveau stattfindet," so die Bundestagsabgeordnete weiter. Eine hohe Auszeichnung, die demonstriere, dass Forschung eben nicht nur in den Ballungsräumen stattfinde, so Ludwig.

"Mir ist es wichtig, die Förderbescheide persönlich zu überbringen," ergänzte Staatssekretär Stefan Müller im Anschluss an die Ausführungen seiner Vorrednerin. Er verfolge die Entwicklung an der Hochschule Rosenheim schon seit geraumer Zeit und sehe die Bildungseinrichtung mittlerweile als wichtigen Impulsgeber für die Entwicklungen in der Region. Die höchste Fördersumme, die das Bundesministerium bis heute je vergeben hat, soll nicht nur den Wert des Projekts MUNACO unterstreichen, sondern auch für die Zukunft verdeutlichen, dass Forschung und Lehre an einer Hochschule nicht mehr zu trennen sind, so der Staatssekretär.

Insgesamt zwei Projekte werden künftig mit Hilfe der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung weiter vorangetrieben. Das Projekt "MUNACU", abgekürzt für "Multifunktionale Naturfaser Kunststoff Composites" erhält knapp 2,4 Millionen Euro der gesamten Fördersumme, ein zweites Projekt zur Erforschung von auf Holz basierenden Alternativen zu Stahlankerstäben, die bisher zur Absicherung von Baugruben verwendet wurden, wird mit rund 430.000 Euro unterstützt.

Verbundwerkstoffe aus Kunststoff und Holz

Besonders in den Bereichen Fahrzeug-, Möbel- und Holzbau soll das Projekt "MUNACU" der Hochschule Rosenheim in Zukunft Meilensteine setzen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Werkstoff Holz durch neue Verfahren und die Kombination mit Kunststoffen noch effizienter zu nutzen. Auch alternative Naturfaserlieferanten wie zum Beispiel Bambus, Hanf oder Kokos sollen so zu Verbundwerkstoffen weiterverarbeitet werden können. Am Ende der Produktionskette soll eine Anlage entstehen, die in der Lage ist, Mehrkomponenten-Spritzguss im Direktverfahren herzustellen. Besondere Eigenschaften der verwendeten Einzelmaterialen auf das Endprodukt zu übertragen, soll dabei ebenso eine Rolle spielen, wie eine umweltfreundliche und energieeffiziente Herstellung. Langfristig soll so eine Alternative zu bekannten Werkstoffen wie zum Beispiel Kohlefaser geschaffen werden.

Holz statt Stahl zur Sicherung

Das zweite Forschungsprojekt, dass seit Montag offiziell vom Bundesministerium für Forschung und Bildung unterstützt wird, beschäftigt sich mit Furnierschichtholzrohren, die in Zukunft die bekannten Stahlrohr-Ankerstäbe zur Absicherung von Baugruben ersetzen sollen. Zur Oberflächensicherung von Baugruben würden aktuell noch Stangen aus Stahl in den Boden eingebracht, die nach Ende der Baumaßnahme nicht mehr zu entfernen wären. Nicht nur die Tatsachen, dass Holzrohre weniger Geld als Stahl kosten würden, sondern auch der biologische Abbau des Werkstoffs in der Erde nach Ende der Bauarbeiten, machen Holz zu einer echten Alternative, erklärte der Projektverantwortliche der Hochschule Rosenheim, Prof. Dr. Johann Pravida.

Bilder von der Übergabe der Förderurkunden

Bilder von der Übergabe der Förderurkunden

Forschung an der Hochschule Rosenheim

Bereits im Jahr 2007 wurde die Stabsstelle "Forschung und Entwicklung" an der Hochschule in Rosenheim ins Leben gerufen. Auf insgesamt sieben Kompetenzfelder, angefangen von "Neue Werkstoffe und Bauteile" über "Design", "Gesundheit" und Marktforschung bis hin zu "Kommunikation", "Automation" und "energieeffiziente Technologien" verteilen sich 51 wissenschaftliche Mitarbeiter, 31 technische Hilfskräfte und zwei Forschungsreferenten. Zudem findet eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Frauenhofer-Institut statt. Das "Zentrum für Bautechnik" beschäftigt sich dabei mit Themen wie Leichtbau, Energieeffizienz und Modularität insbesondere im Bereich der Bautechnik von Gebäudehüllen.

Der Präsident der Hochschule, Prof. Heinrich Köster, kündigte weiter an, die Kompetenzen im südostoberbayerischen Bereich weiter bündeln zu wollen. Für die nähere Zukunft wolle man den Einflussbereich der Rosenheimer Hochschule weiter ausbauen. Insbesondere wenn es um die Kunststoffverarbeitung gehe, sehe man im sogenannten "Chemiedreieck" einen kompetenten und zukunftsorientierten Partner, so Köster weiter.

Um sich selbst ein Bild der aktuellen Forschungsarbeit machen zu können, besichtigte Staatssekretär Stefan Müller nach der Übergabe der Förderurkunden zusammen mit Vertretern der Hochschule, der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig und den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Ingrid Heckner einige Anlagen auf dem Campus in Rosenheim.

Quelle: rosenheim24.de

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