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SPD-Chef von Brunn stellt Söders Eignung in Frage

Florian von Brunn
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Florian von Brunn (SPD) im bayerischen Landtag.

Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Corona-Pandemie hat Bayerns SPD-Chef Florian von Brunn die Eignung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als Führungsfigur in Frage gestellt. „Ich habe immer ernstere Zweifel, ob er geeignet ist, dieses Bundesland zu führen“, sagte von Brunn am Freitag in München. Er warf Söder „Planlosigkeit“ vor, etwa beim Herunterfahren der Impfzentren über den Sommer und bei der Bereitstellung kostenloser Schnelltests.

München - Das Konzept 2G-plus - bei dem neben einem Nachweis über eine Impfung oder den Genesenen-Status ein Schnelltest nötig ist, um Zugang etwa zu Freizeitveranstaltungen zu erlangen - funktioniere nicht, weil es nicht ausreichend Testkapazitäten gebe. „Vielerorts sind die Tests über Tage ausgebucht“, sagte von Brunn. „Das ist ein Quasi-Lockdown! Die Ursache ist das viel zu späte und planlose Vorgehen von Herrn Söder und der Staatsregierung.“

Impfzentren bekämen kein Personal, die Kommunen würden viel zu kurzfristig über Änderungen informiert. All das führe zu massiven Organisationsproblemen, sagte von Brunn. Söder trage die alleinige Verantwortung für die sozialen und wirtschaftlichen Folgen, wenn es zu weiteren Einschränkungen im Freistaat kommen müsse. „Das ist dann der Söder-Lockdown“, sagte der SPD-Landes- und Fraktionschef.

Die Gesundheitsexpertin der SPD, Ruth Waldmann, forderte die Staatsregierung auf, sämtliche verfügbaren Menschen mit ärztlicher Ausbildung jetzt zum Impfen und Boostern aufzufordern: „Ärztinnen und Ärzte in Rente, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Fachärztinnen und Fachärzte - alle Personen, die eine Spritze setzen dürfen, sollen sich am Impfen beteiligen. Das ist aktuell das Allerwichtigste!“, sagte Waldmann. dpa

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