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"Ein Dorf steht Kopf": Neuer Film von Sebastian Schindler

Gar nicht kindisch: Bub übernimmt Papas Bürgermeisteramt 

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Sebastian Schindler (links) ist der Filmregisseur von "Ein Dorf steht Kopf". Darin geht es um den Sohnemann, der Papas Bürgermeistergeschäfte übernimmt, als dieser von einem Hexenschuss lahmgelegt wird. 
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Soyen - Ein Dorf, regiert von einem Kind? Was chaotisch klingt, hat sich Jung-Regisseur Sebastian Schindler zu Eigen gemacht. In seiner Provinz-Komödie übernimmt ein 12-jähriger Blondschopf die Bürgermeister-Geschäfte seines Papa. Wie sich die Idee zum Film entwickelte, erzählt der 21-Jährige im Interview: 

Infos und Hintergrundwissen zu dem Film "Ein Dorf steht Kopf"

Ausnahmezustand in der bayerischen Komödie "Ein Dorf steht Kopf": In der fiktiven Ortschaft "Langsham" im Landkreis Weilheim-Schongau regiert nämlich neuerdings ein Kind - ganz nach den Vorstellungen von Sebastian Schindler. Mit einem Mini-Budget von unter 2.000 Euro entstand der 50-minütige Film

Rückblick: Wie konnte es soweit kommen?

Neu ist die Filmerei für Jung-Regisseur und Schauspieler Sebastian Schindler nicht. Er besuchte die Schauspielschule und hatte bereits einige kleine Rollen wie beispielsweise in dem Film "Männertag", in dem er an der Seite von Tom Beck und Axel Stein zu sehen ist. Auch einen Kinder-Kurzfilm "Zeitreise durch Soyen" drehte er bereits. 

Jung-Regisseur Sebastian Schindler aus Soyen. 

Die Idee, erneut hinter der Kamera zu stehen entstand im Laufe eines Wirtshausgesprächs und ein paar halben Bier, wie der 21-jährige im Gespräch mit wasserburg24.de verschmitzt verrät: "Ich wurde von einer Mutter angesprochen, deren Kind in meinem letzten Film mitgespielt hat, ob ich nicht mal wieder einen Film drehen möchte. Da hat es mich plötzlich wieder in den Fingern gejuckt was neues zu machen." 

Und auf einmal ging alles ganz schnell: Innerhalb von einem Tag entstanden drei Viertel des Drehbuchs. Direkt anknüpfen an seinen Kinderfilm wollte Sebastian Schindler aber nicht. "Es war eher wie eine Eingebung", erinnert sich der Soyener. Er wollte eine Dorf-Komödie drehen, das stand von Anfang an fest. 

Echte Dorf-Urgesteine runden den Film ab 

Als das Drehbuch fertig war ging es an die Rollenverteilung - namhafte Künstler und lokale Urgesteine inklusive. Im Fokus sollten "echte Dorflegenden" aus Soyen und Umgebung stehen. Das ist Sebastian Schindler auch gelungen: Den Werkstoffhofmeister im Film spielt Hans Thaller, welcher auch im echten Leben lange Zeit in diesem Amt tätig war. Auch Hubert Himml verkörpert sich als Jäger selbst.  Bei Andreas Feck hingegen wurde der Beruf geändert, im Film mixt er Drinks hinter der Bar. 

Echte Soyener "Urgesteine" baute Sebastian Schindler in seinen Film ein. 

"Kopfzerbrechen aber bereitete mir, wer nun für die Rolle des Bürgermeisters von Langsham geeignet wäre", schildert der Jung-Regisseur. Letztlich war ihm jedoch klar, dass es nur einen geben kann. Sein ehemaliger Schauspiel-Dozent Matthias Christian Rehrl, bekannt aus den Rosenheim Cops und Soko Kitzbühel, schlüpfte für seinen früheren Schüler in die Rolle des Wolfgang Oberhuber. "Ich habe mich mit ihm getroffen, er hat das Drehbuch echt cool gefunden und sich gleich in der Rolle gesehen", freut sich Sebastian Schindler. Jackpot für den 21-Jährigen: Claudia Maria Haas, die Ehefrau von Rehrl, spielte bereits in Forsthaus Falkenau oder Aktenzeichen XY und hat sich dazu bereit erklärt, im Film ebenfalls in die Rolle der Bürgermeister-Gattin zu schlüpfen. Und auch den Sohn der Familie, Julian Valerio Rehrl konnte Sebastian Schindler für seinen knapp einstündigen Film gewinnen. 

Der nächste Schritt führte zum Hauptcharakter, dem blonden frechen Nachwuchs-Bürgermeister. Der neunjährige Vitus Droppelmann nahm sich der Rolle des Seppi Oberhuber an. "Ich kannte ihn bereits als Wirthaus- und Lausbuam", lacht Sebastian Schindler und erzählt auf guad boarisch: "Der is ned auf's Mai gflong - genau so einen hab ich mir vorgestellt für die Rolle. Er wurde von Drehtag zu Drehtag besser und bekam auch Schauspielunterricht von seinem Filmvater Rehrl." 

Der große und der kleine Bürgermeister von Langsham. 

Den Titelsong "Ois steht Kopf" komponierte der Tegernseer Singer-Songwriter Beni Hafner, besser bekannt als der "Oimara". Mit "Hundling",(bürgerlich: Philipp Höcketstaller), konnte ein weiterer bayerischer Liedermachder der Extraklasse für das Projekt gewonnen werden.

Laienschauspieler wurden von Profis mitgerissen

Begonnen haben die Dreharbeiten im August 2017. "Bis alles im Kasten war, vergingen sieben Tage", erinnert sich der 21-Jährige. Die Hauptdrehorte sind im Wasserburger Altlandkreis zu finden: Soyen, Edling, Attelthal und Gars am Inn. Hilfe bei Ton und Kamera sowie der Regieassistenz bekam Sebastian Schindler von Michaela Droppelmann, Simon Loibl und Jakob Grundherr

Über 100 Leute wirken in "Ein Dorf steht Kopf" mit. "Das war freilich nicht immer einfach, alle an einen Drehort zusammenzutrommeln", schmunzelt Sebastian Schindler. Reibereien oder Komplikationen gab es keine, obwohl es laut Sebastian Schindler "schon spannend" war zu sehen, wie es abläuft, wenn Laienschauspieler auf Profis treffen. "Aber es lief überraschend gut, alle haben sich verstanden und einander akzeptiert. Die Profis - darunter Franziska Wanninger und das Comedy-Duo 'Steckerlfisch & Schlagsahne' - haben die Laien sogar noch mitgerissen." 

Das Comedy-Duo "Steckerlfisch & Schlagsahne" brilliert als Ärzteteam. 

Die lustigste Szene könne der 21-Jährige gar nicht nennen. Es habe mehrere witzige Momente während des Drehs gegeben. Eine amüsante Szene aber sei definitiv die Postlerszene gewesen: "Es hat an diesem Tag geschüttet wie aus Kübeln, alle wollten die Szene so schnell wie möglich im Kasten haben. Doch die beiden Postboten brauchten für vier Sätze ganze zweieinhalb Stunden. Obwohl es langwierig war, amüsierte sich das ganze Team im Dauerregen." 

Ebenfalls ein Hit für Sebastian Schindler: Die Oma in der Disco. "Die über 70-Jährige Hildegard Schmidt hat in ihrer Rolle als Hilde Hausner ungefähr fünfmal so viel getanzt wie die Jungen, die direkt ein wenig eingestaubt daneben standen. Sie war meine persönliche Heldin des Tages." 

Mama brillierte als "Setrunner"

"Das anstrengendste an dem ganzen Film war das Schneiden" gibt der 21-Jährige, der aktuell bei OVB24.de eine Ausbildung zum Video-Redakteur absolviert. "Meine gesamte Freizeit ging drauf für die viermonatige Postproduktion." 

Im Nachhinein, das ist Sebastian Schindler jetzt bewusst, hätte er mehr abgeben müssen. "Ich hatte zwar kein genaues Zeitlimit, aber irgendwann möchte man schließlich auch fertig werden. Ich habe mir fast ein wenig zu viel Arbeit aufgehalst neben der Ausbildung. Gott sei Dank hat mir meine Mama viel Planungsarbeit abgenommen, brachte  die Leute zu den verschiedenen Drehorten und machte sich während der Dreharbeiten als "Setrunner" nützlich. Auch meinem Team bin ich sehr dankbar für die Zusammenarbeit und natürlich den lokalen Sponsoren, die Verpflegung, Equipment und Werbeplakate finanziert haben. Jetzt naht die Premiere und ich bin einfach nur erleichtert und froh, so schee wie es war, dass die Produktionsphase vorbei ist und hoffe, dass die Leute den Film gerne anschauen und sich die viele Arbeit ausgezahlt hat", so Sebastian Schindler abschließend.

Sieben Tage Drehzeit - dann waren alle Filmszenen im Kasten. 

Und darum geht's in der bayerischen Komödie: 

Im oberbayerischen Dorf Langsham dreht sich die Welt noch langsamer. Während sich die Bürger über eine wunderschöne Lage im Voralpenland erfreuen dürfen, funktionieren modernste Erfindungen wie Mobilfunknetz oder Internet noch nicht wirklich. Setzt sich ja eh nicht durch. Als der langjährige Bürgermeister Wolfgang Oberhuber (Matthias Christian Rehrl) im Rahmen einer Bürgerversammlung die neusten Entwicklungen vom lange angekündigten Breitbandausbau präsentieren will, bricht er auf der Bühne zusammen. Diagnose: Hexenschuss! 

Das ortsansäßige Ärzte-Team (Kabarettduo Steckerlifsch & Schlagsahne) rät ihm zu einer zweiwöchigen Amtspause! Doch wer soll den Bürgermeister in dieser Zeit vertreten? Das komplette Gemeindeteam, sowie auch seine Vorgänger, wollen mit den heiklen Themen ihres Oberhaupts nichts zu tun haben. Also muss ein anderer her. Oberhubers zwölfjähriger Sohn Seppi (Vitus Droppelmann) bietet seinem Vater an, das Bürgermeisteramt während seiner Schulferien zu übernehmen. Gesagt, getan: Seppi wird Aushilfs-Bügermeister und stellt das komplette Dorfleben sprichwörtlich auf den Kopf! Sein Motto: Ned kena gibt`s ned. Macha zaid! 

Termine für die Filmvorführungen:

  • Sonntag, 4. März 2018 (Einlass: 15 Uhr, Beginn: 16 Uhr)
  • Samstag, 10. März 2018 (Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr)
  • Sonntag, 11. März 2018 (Einlass: 15 Uhr, Beginn: 16 Uhr)
  • Samstag, 17. März 2018 (Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr)
  • Sonntag, 25. März 2018 (Einlass 15 Uhr, Beginn: 16 Uhr)

Die Film-Vorführungen finden exklusiv im Gasthaus Brandmühle in Soyen statt.

Karten für die Vorstellungen gibt es unter der Telefonnummer: 08073/914 71 87. Achtung: Auch auf die Mailbox gesprochene Nachrichten werden eingetragen.  Mehr Infos zum Film finden Sie auf: www.eindorfstehtkopf-film.de

mb

Quelle: wasserburg24.de

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