Sommer satt - ohne Reue

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Landkreis - Sommer, Sonne, Spaß. Uns steht ein Top-Sommer-Wochenende bevor. Aber gerade an heißen Tage häufen sich Badeunfälle. Hier sind Tipps, wie Sie sicheren Sommer-Spaß haben. 

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Es wird richtig heiß am Wochenende. Bis 37 Grad soll die Anzeige auf dem Thermometer klettern. Was gibt es da Schöneres, als am See oder im Freibad abzukühlen? Badespaß und Strandvergnügen bergen aber so manches Risiko. Die Sommertipps der DRK-Wasserwacht geben nützliche Hinweise, wie Sonnenanbeter und Wasserratten gut durch die schönste Zeit des Jahres kommen.

Goldene Regel für Sicherheit und Wohlbefinden an heißen Tagen

1. Kein Sprung ins Ungewisse

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Mutsprünge von hohen Brücke oder Felsen in dunkle Gewässer haben oft schlimme Folgen. Die DRK-Wasserwacht warnt deshalb davor, in unbekannte Gewässer zu springen. Das Wasser ist möglicherweise nicht tief genug oder Felsbrocken lauern unter der Oberfläche. Jedes Jahr führt der Leichtsinn einiger Badegäste zu Todesopfern oder Querschnittslähmungen.

2. Kein Sonnenbrand am Badestrand

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Besonders Kinder haben eine helle und empfindliche Haut. Die DRK-Wasserwacht rät: Kindern in der Sonne immer lange Kleidung anziehen. Notfalls reicht auch ein übergroßes T-Shirt der Eltern aus. Und besonders der Kopf und das Gesicht sollten vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, zum Beispiel mit einer Schirmmütze. Generell gilt: Kinder immer gut eincremen, bevor es an den Strand geht. Aber auch Erwachsene sollten nur in Maßen Sonnenbaden und sich viel im Schatten aufhalten.

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3. Nackte Füße - blanke Gefahr

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Gerade an Baggerseen oder unbewachten Ufern liegen oft kaputte Flaschen oder andere spitze Gegenstände herum. Immer wieder treten Badegäste in Scherben und ziehen sich schmerzhafte Schnitte in der Fußsohle zu. Daher rät die DRK-Wasserwacht, möglichst mit Badeschuhen ins Wasser zu gehen. Leichte Neoprenschuhe zum Beispiel schützen die Füße, ohne beim Schwimmen zu stören.

4. Heißer Tee gegen klappernde Zähne

Zu langer Aufenthalt im Wasser kann schnell zu einer Unterkühlung führen. Besonders Kinder vergessen beim Spielen im Wasser oft alles um sich herum und kühlen schnell aus. Darum sollte man darauf achten, dass Kinder sich zwischendurch immer wieder aufwärmen und trockene Sachen anziehen, rät die DRK-Wasserwacht. Aber auch Erwachsene sollten nach dem Schwimmen die nassen Badesachen wechseln.

5. Insektenstich - so schützt man sich

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Beim Essen von süßen Sachen ist im Sommer besondere Vorsicht geboten: Schnell wird aus Versehen eine Biene oder Wespe verschluckt, die dann im Rachenraum zusticht. Wenn der Stich anschwillt, kann es zu einer Verengung der Luftröhre und damit zu Atemnot kommen. Auf jeden Fall sollte sofort der Notarzt informiert werden. Und dann muss man den Hals zum Beispiel mit einem nassen Handtuch kühlen, um die Schwellung zu lindern. Grundsätzlich sollte man sehr aufmerksam sein, bevor man einen Löffel Joghurt, ein Stück Melone oder Eis in den Mund steckt. Eltern sollten ihre Kinder nicht unbeobachtet essen lassen.

6. Abkühlen, aber langsam

Die DRK-Wasserwacht rät großen und kleinen Badefreunden, sich vor dem Sprung ins Wasser abzukühlen. Der Körper muss sich an den Temperaturwechsel gewöhnen können, damit der Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. Auch sollte man nicht in einem Baggersee ohne Ausrüstung abtauchen. Ab einer bestimmten Tiefe hat das Wasser dort auch im Sommer nur eine Temperatur von vier Grad, die so genannte Sprungschicht. Der plötzliche Temperaturwechsel kann bis zum Kreislaufstillstand führen.

7. Genug trinken

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Die Hitze macht vor allem Älteren zu schaffen. „Viele vergessen durch das nachlassende Durstempfinden regelmäßig zu trinken“, warnt Dr. Waltraud Pfarrer, Allgemeinmedizinerin bei der DAK. „So kann es schnell zu Dehydratation, einem Wassermangel im Körper, kommen.“ Die Folge sind Unruhe, Verwirrtheit, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit bis hin zu Organversagen. Die DAK registrierte vergangenes Jahr die meisten Krankenhausbehandlungen aufgrund von Flüssigkeitsmangel im Juli und August.

Um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, empfiehlt Dr. Pfarrer einen Trinkplan. „Jede Stunde ein Glas Wasser, Tee oder verdünnten Fruchtsaft trinken“, rät die Medizinerin. „Sobald das Glas leer ist, gleich nachschenken. So hat man das volle Glas immer vor Augen.“ Mit dieser Methode käme jeder auf seine dringend benötigten zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. Auch wasserreiches Obst und Gemüse, wie Melonen, Tomaten und Gurken, liefern zusätzliche Flüssigkeit. Die beim Schwitzen verlorenen Mineralstoffe und Elektrolyte ersetzt man am besten durch Gemüsebrühe. „Die Brühe sollte warm in kleinen Portionen gelöffelt werden“, empfiehlt Dr. Pfarrer. „Der Körper kühlt sie dann auf seine eigene Temperatur herunter.“ Dadurch gerät er in leichtes Schwitzen. Die entstehende Verdunstungskälte auf der Haut kühlt, ohne den Kreislauf zu belasten. „Eiskalte Getränke erreichen genau das Gegenteil“, erklärt die DAK-Expertin. „Um sie auf Körpertemperatur zu erwärmen, verbraucht der Organismus so viel Energie, dass es zu richtigen Schweißausbrüchen kommt.“

(Quellen: DRK, DAK)

Quelle: rosenheim24.de

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