Gemeinderat genehmigt neuen Solarpark

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Bernau - Der Solarpark in Bernau ist jetzt beschlossene Sache. Mit 10:8 Stimmen genehmigte der Gemeinderat das Projekt. Noch in diesem Jahr sollen die Module aufgestellt werden.

Nach langem Hin und Her ist der "Solarpark in Bernau" nun endlich beschlossene Sache. "Nach langen und sehr konträren Diskussionen wurde das Projekt in der Gemeinderats-Sitzung am Donnerstag schlussendlich mit 10:8 Stimmen genehmigt", berichtet Bürgermeister Klaus Daiber. Das Grundstück, auf dem der Park entstehen soll, befindet sich auf dem Bernauer Berg, von München kommend rechts neben der Autobahn. Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern will die neu gegründete Firma "Solarpark Bernau GmbH" noch in diesem Jahr die Module aufstellen. Initiiert wurde das Großprojekt von dem Obinger Unternehmer Dr. Werner Pieper, der bislang sein Geld in der Autobranche verdiente.

Planung mit Hindernissen

Hinter Pieper und den anderen Investoren liegt bereits ein langer Weg: Im September vergangenen Jahres kamen erstmals die Pläne auf den Tisch. Damals stand allerdings noch ein anderes Grundstück, nördlich der Autobahn, auf Höhe von Bichling, im Fokus der Überlegungen. Doch genau da lag das Problem, denn trotz einer Fläche von ebenfalls rund 20.000 Quadratmetern hätte das Unternehmen lediglich 10.000 Quadratmeter für den Park nutzen können. Die Fläche war in Teilen schlichtweg zu weit entfernt von der Autobahn und fiel somit aus den Förderungs-Kriterien des Staates heraus. Denn den vom Staat geförderten und garantierten Abnahmepreis für Strom bekommt ein Unternehmen nur, wenn es den Strom auf Flächen produziert, die höchstens 110 Meter von der Autobahn entfernt sind. "Und genau diese Auflagen werden bei dem neuen Grundstück erfüllt", so der Bürgermeister.

Daiber: "Kritik ist unbegründet"

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Ein weiterer Vorteil der Fläche sei die Nähe zu den Leitungen der Stromwerke. "Diese können direkt erschlossen werden, ohne dass wir neue Leitungen verlegen müssen", freut sich Daiber. Die Befürchtungen einiger Kritiker, der Chiemsee-Blick könne durch den Solarpark beeinträchtigt werden, kann der Bürgermeister überhaupt nicht nachvollziehen. "Wenn man vom Chiemsee heraufschaut, sieht man gar nichts von dem Park, da er unterhalb der Autobahn liegt." Und auch eine Blendwirkung durch die Module sei, seiner Meinung nach, ausgeschlossen. "Man sieht überhaupt nichts von dem Solarpark", so Daiber.

Bevor es nun aber losgehen kann mit der Errichtung des Parks, gibt es erstmal noch eine Auslegung der Gemeinde. Dort kann die Bevölkerung erneut Stellung zum Projekt nehmen.

Quelle: rosenheim24.de

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