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Wochenbericht Stand 4. November

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Corona in Rosenheim Symbolbild
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Corona in Rosenheim Symbolbild

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Fällen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 4. November 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Pressemitteilung im Wortlaut

Aktuelle Lage

Das Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass das Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis Rosenheim seit Anfang August mit kurzer Unterbrechung exponentiell angestiegen ist.

Dem Gesundheitsamt Rosenheim wurden täglich durchschnittlich etwa 220 neue Fälle (insgesamt 1.520 Neumeldungen, Vorwoche: 1.364) gemeldet. Am Donnerstag wurde mit 304 die bislang höchste Zahl neuer Fälle gemeldet.

Weit überwiegend sind Ungeimpfte bei den neuen Fällen betroffen, knapp zwei Drittel der positiv Getesteten liegen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren.

Nachdem zu Ferienbeginn die Hauptursachen der Ansteckungen Reiserückkehrer waren, herrscht mittlerweile ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor.

Stark zugenommen haben Übertragungen von Infektionsübertragungen auf Mitarbeiter und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Besorgniserregend ist dabei der hohe Anteil vollständig geimpfter Bewohner bei den positiven Fällen und den Hospitalisierten. Seit Schulbeginn wird eine hohe Zahl an positiven Fällen sowie an Infektionsübertragungen in Schulen aber auch in Kitas gemeldet. In dieser Woche ist es aufgrund der Ferien zu einer Abnahme der täglich gemeldeten Fallzahlen in Schulen gekommen.

Insgesamt ist nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Michael Städtler, eine weitere Steigerung der Belegung der Krankenhausbetten zu verzeichnen, die Belegungszahlen mit COVID-19 sowohl auf Normal- als auch Intensivstation steigt weiter an und nähert sich dem Spitzenwert der zweiten Welle bei gleichzeitig weniger zur Verfügung stehenden Kapazitäten.

Ein gleiches Bild zeigt sich im gesamten oberbayerischen Raum, so dass Abverlegungen im Umkreis nahezu nicht möglich sind. Auch Abverlegungen in weiter entfernte Regionen sind nur sehr vereinzelt möglich. Die Lage auf den Intensivstationen im RoMed Klinikverbund ist nach Aussage der Geschäftsführung extrem belastend, die Kapazitäten der COVID-Intensivbetten sind ausgeschöpft, das Personal befindet sich an der absoluten Belastungsgrenze. Nunmehr müssen auch planbare Eingriffe verschoben werden. Es werden fast ausschließlich ungeimpfte Patienten intensivmedizinisch versorgt.

Für den Winter ist zu erwarten, dass saisonbedingt die Infektionszahlen weiter massiv ansteigen werden. Das wird die Belastung der Kliniken in der Region, vor allem im Intensivbereich, an ihre Leistungsgrenze bringen.

Die telefonische Kontaktpersonennachverfolgung kann durch das Gesundheitsamt, sowohl im Bereich der Indexfälle als auch bei den Kontaktpersonen, tagesaktuell weiterhin nicht mehr sichergestellt werden. Zur Verbesserung der Kapazitäten werden weiterhin Einstellungsverfahren mit Hochdruck betrieben, die Möglichkeiten der personellen Verstärkung durch interne und externe Kräfte wird maximal genutzt. Dankenswerterweise unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt auch weiterhin, um den entstandenen Rückstand wieder aufarbeiten und die Fälle wieder tagesaktuell abarbeiten zu können. 

Bewertung des Infektionsgeschehens

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, bewertet die epidemiologische Lage in Stadt und Landkreis folgendermaßen: „Wir befinden uns in der Region weiterhin mitten in der vierten Welle. Mit kurzer Unterbrechung sehen wir seit Anfang August einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen. Seit nunmehr zwei Wochen geht die 7-Tage-Inzidenz vor allem im Landkreisgebiet steil nach oben. Diese vierte Welle ist eine Welle der bislang Ungeschützten, also der Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht bereits durchgemacht haben.

Ich sehe diese Entwicklung vor dem Hintergrund der Lockerungen in den letzten Wochen und vor allem vor dem bevorstehenden Winter mit großer Sorge. Die bisherigen Regelungen zu ‚3G‘ in der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind in Regionen mit hohem Infektionsdruck, hoher Belegung auf den Intensivstationen und zu geringer Impfrate, wie in Stadt und Landkreis Rosenheim, nicht geeignet, um das Infektionsgeschehen deutlich abzubremsen. Wir fahren sozusagen mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Winter.“

Die Landräte der Region 18 und Herr Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim hatten sich daher in dieser Woche geeinigt, selbst Verschärfungen der Regelungen zu erlassen: so gilt seit 1. November eine 2G-Regel für den Zugang zu Diskotheken, Clubs und vergleichbaren Lokalen sowie eine FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen, wo bisher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske galt. Seit Donnerstag gilt, dass die Dauer der Quarantäne für enge Kontaktpersonen – Geimpfte und Genesene ausgenommen – generell auf mindestens 10 Tage mit einer Abschlusstestung verlängert wird.

Es besteht keine Möglichkeit mehr zu einer vorzeitigen Freitestung. Auch das bayerische Kabinett hat am Mittwoch unter anderem strengere Regelungen für Regionen mit hohem Infektionsgeschehen beschlossen. „Alle diese Regelungen gehen in die richtige Richtung“, kommentiert Hierl. „Nur durch wirkungsvolle Kontaktbeschränkungen von Ungeimpften lässt sich das Infektionsgeschehen abmildern. Ob die beschlossenen Maßnahmen ausreichen, bleibt abzuwarten und hängt ganz entscheidend von den Einlasskontrollen in den Einrichtungen oder bei den Veranstaltungen ab.“

„Das Ziel einer ausreichend hohen Impfrate in der Bevölkerung von 85 Prozent ist in Stadt und Landkreis Rosenheim in absehbarer Zeit nicht zu erreichen. Dieses Ziel ist eher eine Fata Morgana als eine realistische Option. Wer aber nicht vollständig geimpft ist, wird sich unweigerlich infizieren und einige werden dabei schwer erkranken. Es steht zu befürchten, dass in der Region im Winter eine bislang noch nicht dagewesene Welle an Infektionen und Erkrankungen bevorsteht, die dann mit den zur Verfügung stehenden Infektionsschutzmaßnahmen nicht zu beeinflussen sein wird. Dies wird zu einer weiteren Belastung und möglicherweise auch zu einem Kollaps der Kapazitäten der Intensivstationen in Stadt und Landkreis führen. Es wird aber auch dazu führen, dass das Gesundheitsamt aufgrund der Flut der täglichen Meldungen die Strategie der Einzelanordnungen gegenüber Indexfällen, Kontaktpersonen aber auch gegenüber Einrichtungen, wie z.B. Schulen und Kitas, Krankenhäusern, Heimen und Betrieben, nicht mehr leisten kann.

Ich verstehe die Sehnsucht der Bürgerinnen und Bürger auf ein ‚normales Leben‘ ohne Einschränkungen. Das hat dazu beigetragen, dass oftmals große Sorglosigkeit, manchmal auch Verweigerung, der Maßnahmen beim Umgang miteinander herrscht, Abstände werden oft nicht eingehalten und Masken nicht oder nur nachlässig getragen. Dieses Ziel lässt sich jedoch nur über eine hohe Impfrate erreichen. So sinnvoll Testungen sind, sie tragen – so ehrlich muss man sein – nicht dazu bei, die Pandemie zu überwinden. Der Beitrag der Getesteten ist, dass die Person, wenn sie dann positiv getestet wird, für 14 Tage in Isolation geschickt wird.“ 

Impfungen

Insgesamt sind bis zum 04.11.2021 in Stadt und Landkreis Rosenheim 217.342 Schutzimpfungen gegen COVID-19 erfolgt, überwiegend in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum auf der Loretowiese. 109.680 davon waren Erstimpfungen, 105.160 Abschlussimpfungen (Zweitimpfung oder einfache Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson) und 2.502 Auffrischungsimpfungen. Insgesamt 12.154 Impfungen wurden in stationären Einrichtungen in Stadt und Landkreis verabreicht. 5.125 Impfungen wurden an Sonderimpftagen durchgeführt.

Seit dem 31.03. bis einschließlich 04.11.2021 haben niedergelassene Ärzte insgesamt 163.742 Erst-, Abschluss- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Die Arztpraxen handeln unabhängig vom Impfzentrum Rosenheim.

Es sind weitere dezentrale Sonderimpftage für alle ab 12 Jahren in verschiedenen Gemeinden geplant. Ort und Zeit der Sonderimpfaktionen können unter https://www.landkreisrosenheim.de/impfzentrum-loretowiese/?findTab=#impfzentrum-loretowiese-sonderimpftage eingesehen werden. Eine Terminvereinbarung vorab ist nicht notwendig. Um die Abwicklung zu beschleunigen und die Wartezeiten für andere Personen so gering wie möglich zu halten, wird um vorherige Registrierung unter https://impfzentren.bayern gebeten. Zudem soll der Personalausweis und (soweit vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Bei den jeweils zweiten Sonderimpftagen nach etwa drei Wochen muss für die Zweitimpfung die Dokumentation der Erstimpfung mit dem QR-Code mitgebracht werden. Denn darin enthalten sind wichtige Informationen, die beim zweiten Impftermin eingelesen werden. Weitere Erstimpfungen sind an diesen Tagen in begrenztem Umfang möglich.

Eine Priorisierung der Impfwilligen findet nicht mehr statt und es steht ausreichend Impfstoff für alle Impfwilligen ab 12 Jahren zur Verfügung. Das heißt, jeder impfwillige Bürger ab 12 Jahren, erhält direkt nach der Registrierung die Möglichkeit zur Vereinbarung eines Impftermins im Impfzentrum. Auf diesem Weg ist eine Impfung mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand möglich. Weiterhin dürfen sich alle Bürger für die Impfung gegen COVID-19 unter https://impfzentren.bayern registrieren, ausnahmsweise auch telefonisch unter der Rufnummer 08031/ 365 8899. Impfungen im Impfzentrum können auch ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden, in dem Fall ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Das Impfzentrum Rosenheim ist nun täglich von 8 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr, geöffnet.

Falls Bürgerinnen und Bürger eine Auffrischungsimpfung wünschen, die Impfserie vor mindestens sechs Monaten abgeschlossen worden ist (entspricht in der Regel der Zweitimpfung) und etwa ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf vorliegt, wird darum gebeten, sich diesbezüglich an den behandelnden Hausarzt oder die Impfhotline (08031/ 365 8899) zu wenden. Die Impfhotline kann einen Impftermin für die Auffrischungsimpfung im Impfzentrum vergeben. Berechtigte Personen können die Auffrischimpfung im Impfzentrum jedoch auch ohne vorhergehende Terminvereinbarung erhalten.

Der QR-Code für den digitalen Impfnachweis ist weiterhin in teilnehmenden Apotheken (www.mein-apothekenmanager.de) erhältlich.
Ggf. auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) nimmt das PaulEhrlich-Institut über die App „SafeVac 2.0“ und unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html entgegen.

„Nur etwas mehr als die Hälfte (57,21 Prozent durchgeführte Zweitimpfungen, 58,03 Prozent Erstimpfungen – die Quote ist unvollständig, da keine Impfungen, die in anderen Landkreisen durchgeführt wurden, und keine betriebsärztliche Impfungen enthalten sind!) der Bevölkerung in Stadt und Landkreis sind vollständig geimpft. Die wöchentlichen Zuwächse bewegen sich nur im Zehntelprozentbereich. Das ist für einen nennenswerten Beitrag durch eine Herdenimmunität viel zu gering. Gründe für die Zurückhaltung beim Impfen sind oftmals, dass die Risiken einer Impfung deutlich überschätzt und die Gefährlichkeit der Corona-Erkrankung unterschätzt werden. Auch die Stärke der Immunabwehr und Resilienz des Körpers bei gesunden, trainierten Menschen gegenüber einem potenziell tödlichen Virus wird oftmals falsch eingeschätzt.

Ich rate daher dringend allen Personen, für die eine Impfindikation besteht und bei denen keine medizinische Kontraindikation nach wissenschaftlichen Kriterien vorliegt, eine Impfung durchführen zu lassen. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, es werden sich alle Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht schon durchgemacht haben, an dem Virus anstecken. Kein Mensch kann sicher sein, dass bei ihm nicht eine schwere Verlaufsform der Infektion auftritt oder langwierige und belastende Folgesymptome durch Long-COVID verbleiben.

Besonders beunruhigend stellt sich die Entwicklung der positiven Fälle bei Bewohnern und Mitarbeitern in Heimen dar. Mittlerweile ist der überwiegende Teil der Fälle bei den Bewohnern vollständig geimpft. Das gilt auch für die Fälle bei Bewohnern, die hospitalisiert werden mussten. Ich empfehle dringend allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Heimen aber auch allen über 70-Jährigen, das Angebot der Drittimpfung anzunehmen, um die Immunabwehr wieder zu steigern. Gleichzeitig appelliere ich auch nachdrücklich an alle Beschäftigten in der Pflege, dem Service und dem Reinigungsdienst sowie an die Angehörigen der Pflegebedürftigen, die sich bislang noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, sich einen vollständigen Impfschutz geben zu lassen. Ungeimpfte setzen die in den Einrichtungen versorgten Bewohnerinnen und Bewohner einer unnötigen Gefahr aus“, verdeutlicht Hierl.

„Geben Sie sich einen Ruck und lassen Sie sich impfen. Es ist so einfach geworden, sich ohne Termin vor Ort in Ihrer Nähe, z.B. bei den Sonderimpftagen schützen zu lassen. Schenken Sie nicht den Gerüchten oder Fake-News über Impfnebenwirkungen, wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Veränderungen in der Erbsubstanz, Glauben (s.a. Fakten gegen Falschmeldungen zur CoronaSchutzimpfung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationenimpfung/mythen-impfstoff-1831898 oder https://www.zusammengegencorona.de/impfen/basiswissen-zum-impfen/impfmythen/). Die impfenden Ärztinnen und Ärzte nehmen sich gerne die Zeit, Sie objektiv über Impfnebenwirkungen aufzuklären und prüfen gewissenhaft Indikation und Kontraindikation. Nach wie vor besteht ein uneingeschränkt positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Corona-Schutzimpfungen.

Es ist jetzt an der Zeit, dass die Erwachsenen Solidarität mit den Kindern zeigen und wir ein Stück von dem an die Gruppe zurückgeben, die bislang für die Vulnerablen in der Gesellschaft massive Einschränkungen in Kauf genommen hat.

Diese Impfung ist gerade nicht nur eine persönliche Angelegenheit sondern wir alle haben ein Stück weit Verantwortung für die ganze Gesellschaft“, mahnt Hierl. 

Fallzahlenentwicklung (Datenstand des Gesundheitsamts Rosenheim)

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 28.10.2021 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 1.520 neue Fälle (am 28.10.2021: 1.364) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 26.590 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 20.931, Stadt: 5.659). 

Neufälle an COVID-19 vom 01. bis 24.10.2021 nach Impfstatus

Die Auswertung der Fälle seit 1. Oktober ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 12 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast zwei Drittel der Fälle (64 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt. Im Zeitraum vom 1. bis 24. Oktober wurden 2.774 neue Fälle registriert, davon waren 2.045 (73,7 Prozent) ungeimpft, 176 (6,3 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 553 Personen mit vollständiger Impfung waren 444 (16,0 Prozent) symptomatisch erkrankt (gemäß Definition sogenannte Impfdurchbrüche), lediglich 6 Personen bei den Impfdurchbrüchen (0,2 Prozent) mussten stationär behandelt werden.

Bettenbelegung der Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim mit COVID-19-Patienten seit 17.08.2021

In den Heimen in Stadt und Landkreis sind seit dem letzten Wochenbericht die Krankheitsfälle bei Mitarbeitern und Bewohnern sprunghaft gestiegen. Dabei ist der Anteil der positiv getesteten vollständig geimpften Bewohner beunruhigend hoch. Zum überwiegenden Teil waren die betroffenen Mitarbeiter ungeimpft. So wurden in der letzten Woche in 19 Alten- und Pflegeheimen bei 104 Bewohnern (88 davon waren vollständig geimpft, 15 nicht geimpft, ein Fall nicht bekannt) und 46 Mitarbeitern (25 nicht geimpft, 14 vollständig geimpft, 7 unbekannt) Corona-Infektionen festgestellt. 11 Heimbewohner (drei nicht geimpft, 7 vollständig geimpft, einer unbekannt) mussten hospitalisiert werden. Die Zahlen unterstreichen eindrücklich, dass dringend Auffrischimpfungen bei vollständig geimpftem Personal und Bewohnern erforderlich sind, wenn die letzte Impfung vor mindestens einem halben Jahr stattfand. Sofern bislang keine Impfung erfolgte oder nicht vollständig geimpft wurde, sollten sie sich dringend Nachholimpfungen verabreichen lassen.

Altersstruktur der Todesfälle an und mit COVID-19 seit Pandemiebeginn

Seit dem letzten Wochenbericht sind in 29 Schulen 60 und in 18 Kitas 23 positive Fälle aufgetreten, davon 9 Ausbrüche mit 13 Folgefällen.

7-Tage-Inzidenz Stadt und Landkreis Rosenheim

In einem Betrieb im nördlichen Landkreis Rosenheim besteht seit 18. Oktober ein Ausbruchsgeschehen. Infolge einer Reihentestung, die für alle Mitarbeiter angeordnet wurde, konnten bislang weitere Fälle entdeckt werden, so dass aktuell bei 18 Personen ein positives auf COVID-19- Ergebnis bekannt ist. Mittlerweile wurde nach Beratung des Gesundheitsamtes das interne Hygienemanagement optimiert.

Mittlerweile wurde bei mindestens 19.996 Personen eine Genesung dokumentiert. 568 Personen (am 28. Oktober: 563) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 492, Stadt: 76). Von den Verstorbenen waren 23 (am 28. Oktober: 23) Personen unter 60 Jahren. 375 (am 28. Oktober: 371) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt.Dem Gesundheitsamt wurden 5 Personen (am 28. Oktober: 6) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Keine dieser Personen war unter 60 Jahre, 4 Personen waren über 80 Jahre. 4 der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.

7-Tage-Inzidenz nach Altersklassen seit 29.10.2021
Altersstruktur der gemeldeten COVID-19-Fälle seit 01.10.2021

119 (am 28. Oktober: 86) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten (am 28. Oktober: 16) auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 5. November (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 360,11 (am 28. Oktober: 369,55), für den Landkreis Rosenheim bei 493,27 (am 28. Oktober: 431,38). 

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinden

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche, z.B. in Pflegeeinrichtungen, zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

GemeindeFälle GeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching130102+2
Amerang284194+21
Aschau im Chiemgau387285+21
Babensham295176+17
Bad Aibling16701263+94
Bad Endorf628460+18
Bad Feilnbach857601+68
Bernau am Chiemsee449373+18
Brannenburg523392+36
Breitbrunn am Chiemsee11287+6
Bruckmühl1176907+88
Chiemsee420
Edling357277+15
Eggstätt243191+5
Eiselfing259183+13
Feldkirchen-Westerham673487+49
Flintsbach am Inn299224+12
Frasdorf245161+27
Griesstätt251167+18
Großkarolinenfeld521400+20
Gstadt am Chiemsee9884-2
Halfing299176+26
Höslwang12485+9
Kiefersfelden512434+22
Kolbermoor14751129+86
Neubeuern242187+16
Nußdorf am Inn264193+16
Oberaudorf395359+14
Pfaffing337252+18
Prien am Chiemsee759527+42
Prutting248164+35
Ramerberg8963+12
Raubling850645+58
Riedering566389+59
Rimsting271171+25
Rohrdorf am Inn508378+36
Rosenheim56594508+228
Rott am Inn305209+16
Samerberg240175+13
Schechen474370+24
Schonstett11081+8
Söchtenau372239+30
Soyen260190+22
Stephanskirchen730535+45
Tuntenhausen660486+33
Vogtareuth302182+24
Wasserburg am Inn978784+55

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts: 

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte _coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemitteilung LRA Rosenheim

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