Sex-Täter tut sich vor Gericht leid

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Matthias A. im Gericht

Traunstein - Der Sextäter von Töging steht seit heute für seinen brutalen Überfall auf Carmen K. vor Gericht. Die Anklageschrift ist der reinste Horror, doch er tut sich leid.

Vor dem Landgericht Traunstein wurde Matthias A. am Dienstag am ersten von drei geplanten Verhandlungstagen die Anklageschrift verlesen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm "versuchten Mord in Tateinheit mt schwerer Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung" vor.

Matthias A. vor Gericht:

Prozess gegen Sextäter von Töging

Sein Überfall am 21. Juli vergangenen Jahres hat nicht nur ganz Töging geschockt. Am Nachmittag zwang der gebürtige Mainzer Carmen "mit einem vorgehaltenen Messer vom Rad zu steigen und ihm in das anliegende dicht bewachsene Maisfeld zu folgen", heißt es in der Anklage. 

Der Angriff war keine spontane Tat: Matthias A. habe sich nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft "in den Wochen zuvor wiederholt in seiner Fantasiewelt vorgestellt, ein junges Mädchen in seine Gewalt zu bringen, zu fesseln, sexuell zu missbrauchen, mit Messerstichen zu quälen und schließlich zu töten".

Eine Fantasie, die der 40-Jährige vergangenen Sommer dann grausam auslebte: Der Beschuldigte stach mehr als 20-mal auf das gefesselte Mädchen ein, vor allem in den Rücken, Hals- und Nackenbereich und übergoss es mit Grillanzünder! Er hatte für sein Opfer im Maisfeld sogar eine Grube ausgehoben.

Matthias A. hielt Carmen nach dieser Attacke für tot, doch sie überlebte schwer verletzt. Per Handy konnte sie um Hilfe rufen. Ihr Opa Toni K. eilte sofort in das nahe Maisfeld und entdeckte seine Enkelin. Eine Notoperation rettete das Leben der 16-Jährigen. Eine Aussage des Opfers ist bislang nicht vorgesehen.

Quelle: rosenheim24.de

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