Selge: So dramatisch war sein Dreh-Unfall

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Unfall am Set am Chiemsee: Schauspieler Edgar Selge (links) hat seinen Kollegen Max Schmidt bei Dreharbeiten im Sommer 2012 versehentlich angeschossen
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Übersee - Eine Beinwunde hatte Schauspieler Max Schmidt davongetragen, als sich beim Krimi-Dreh mit Edgar Selge ein Schuss löste. Der Unfall war jedoch weit gefährlicher als bekannt. 

Die Dreharbeiten zum Chiemseekrimi "Hattinger und die kalte Hand", der am kommenden Montag, 25. November im ZDF gezeigt wird, waren im August 2012 erst ein paar Wochen alt, als es zu dem Schusswaffen-Unfall am Set kam. Schauspieler Edgar Selge (64), der den Bösewicht in dem Fernsehfilm verkörpert, sollte bei der Szene Max Schmidt mit einer Waffe bedrohen und einen Warnschuss in Richtung des Sees abgeben. Soweit funktionierte das auch alles. Selge zog die Waffe und feuerte auf den Chiemsee hinaus. Doch was der Schauspieler dabei nicht wusste: In der Gaspistole befand sich zu diesem Zeitpunkt noch eine weitere Patrone. Wie chiemgau24.de jetzt erfuhr, hatte der Waffenexperte am Set die zweite Patrone in die Pistole geladen, damit sich der Schlitten der Waffe nach dem ersten abgefeuerten Schuss nicht zurückzieht.

Bis hierhin wäre das auch nicht tragisch gewesen: Doch nach der Warnschuss-Szene wurde nicht abgebrochen, um die Waffe für die nächste Einstellung neu zu präparieren. Edgar Selge spielte deshalb weiter und hängte gleich die nächste Szene noch dran. Bei dieser sollte er seinem Schauspielkollegen die Waffe an den Kopf halten und abdrücken! Doch zum Glück für Max Schmidt kam es nicht soweit. Auf Höhe seines Unterschenkels löste sich bereits der zweite Schuss und verletzte den Schauspieler am Bein. Sofort wurde Schmidt ins Krankenhaus gebracht, wo die Wunde mit zwei Stichen genäht werden musste. Hätte sich der Schuss am Kopf gelöst, hätte Schmidt erheblich schwerer oder im allerschlimmsten Fall sogar lebensgefährlich verletzt werden können.

Kurz nach dem Zwischenfall ließ Edgar Selge durch seine Presseagentin mitteilen:"Nach der ausführlichen Besprechung mussten wir davon ausgehen, dass die Schreckschuss-Pistole im Augenblick des Schusses auf Max Schmidt nicht geladen war. Es tut mir unendlich leid für Max Schmidt."

Gegen den 64-jährigen Schauspieler wurde im Anschluss bei der Staatsanwaltschaft in Traunstein ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Auf Anfrage von chiemgau24.de teilte uns jetzt Oberstaatsanwalt Andreas Miller mit, dass das Verfahren aber mittlerweile eingestellt wurde.

Quelle: chiemgau24.de

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