Insassen schildern schreckliche Bustragödie auf A9

So entkamen Evelin und Dieter N. aus dem Todesbus

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Münchberg - Sie wollten in den Urlaub: Verona, Opernbesuch, Baden am Gardasee - einfach ein paar entspannte Tage in Italien verbringen. Doch dann endete die Reise für die Gruppe, darunter ein Ehepaar aus Sachsen, auf der A9 in einer fürchterlichen Feuerhölle.

Bei bild.de schildern Evelin (68) und Dieter N. (63) aus Pirna, wie sie in letzter Sekunde aus dem Todesbus entkamen. Die beiden hatten geschlafen - und wachten erst durch den Aufprall wieder auf! "Wir haben nur einen leichten Stoß auf die Nase bekommen, als wir gegen den Vordersitz gestoßen sind", so die frühere Berufsschullehrerin Evelin. "Dann tat sich erstmal nichts. Ich sagte zu meinem Mann, ‚wir steigen erstmal aus‘. Ich kam gar nicht so leicht raus, weil ich am Fenster saß, dann war da auf einmal Feuer."

Ohne Hilfe von außen wären vermutlich auch die beiden, die etwa in der Mitte des Busses saßen, in der Feuerhölle erstickt. Doch eine Person, vermutlich der Ersatzfahrer, öffnete dann von außen die hintere Tür des Reisebusses. "Man konnte in dem Bus die Hand nicht vor Augen sehen", so Evelin N. weiter.

"Explosionen und fliegende Plastikteile"

Ihr Ehemann schildert anschließend die fürchterlichen Ereignisse: "Es gab Explosionen. Wir haben uns dann ein Stück vom Bus entfernt. Es flogen große Plastikteile durch die Gegend. Mir war schon klar, dass nach uns noch ein, zwei Leute rausgekommen sind und die anderen es nicht mehr geschafft haben."

Bei dem schrecklichen Unfall am Montagmorgen war ein Reisebus aus Sachsen auf der A9 zwischen Münchberg-Süd und Gefrees auf einen Lastwagen aufgefahren. Der Bus fing Feuer und brannte bis auf das Gerippe nieder. 18 Menschen starben, 30 Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Rund um das Unglück gab es hitzige Diskussionen. Zum einen hatte ein N24-Reporter im Rahmen eines TV-Beitrages in Bezug auf die eingesetzten Feuerwehrler "eher von Freiwilligen als von Profis" gesprochen. Zudem gab es auch Ärger im Rahmen des Einsatzes, als Autofahrer auf der A9 die Bildung einer Rettungsgasse verweigert hatten. Innenminister Herrmann sprach in diesem Zusammenhang von "völlig unverantwortlichem Verhalten".

+++ Alle Infos zum Bus-Unglück gibt es auch in unserem News-Ticker +++

mw

Quelle: rosenheim24.de

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