NACH SCHRECKLICHER BLUTTAT AM ROSENHEIMER SALINPLATZ

Staatsanwalt: Ein Streit, der lange Jahre schwelte

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Freitagabend, den 16. März, hat ein 59-Jähriger eine 26-jährige Frau niedergeschossen.
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Rosenheim - Am Freitagabend, den 16. März, ist eine 26-Jährige an der Salinstraße in Rosenheim auf offener Straße niedergeschossen worden. Auch gut eine Woche später sind die genauen Hintergründe der Tat weiter unklar.

Es sei "ein offenbar gezielter Angriff auf das Opfer" gewesen, hatte es seitens des Polizeipräsidiums bereits am Tatabend geheißen. Doch auch gut eine Woche nach der Bluttat am Rosenheimer Salinplatz sind die genauen Hintergründe der Tat weiter unklar. Wie die Polizei in der Zwischenzeit bestätigte, handelte es sich bei der 26-Jährigen um kein Zufallsopfer. Täter und Opfer haben sich demnach gekannt, eine Lebenspartnerschaft hätte aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die Polizei. 

Wie das OVB in seiner Montagsausgabe nun berichtet, habe Staatsanwalt Jürgen Branz davon berichtet, dass der 59-jährige Täter ein Verhältnis zu der Mutter des Opfers gehabt haben soll. Die Beziehung habe allerdings unter massiven Problemen gelitten. Ein Streit, der laut Staatsanwaltschaft „lange Jahre“ schwelte, so das OVB weiter. Die angeschossene Frau könnte die Stieftochter des Täters sein, so unser Partnerportal tz.de. Demnach soll die Mutter des Opfers aus der Dominikanischen Republik stammen. 

Was genau hinter der Bluttat steckt, sei derzeit jedoch noch nicht bekannt. Wie die Zeitung am Montag weiter berichtet, stamme der Schütze laut OVB-Informationen aus einer Chiemsee-Gemeinde, das Opfer aus Rosenheim.

Sohn (8) musste alles live mitansehen

Der Schütze soll während der Tat "Die haben mir vor vor zehn Jahren das Leben versaut" gerufen haben. Dies berichteten Augenzeugen nach der Tat. Das Opfer, das zunächst in Lebensgefahr schwebte, war in Begleitung seines achtjährigen Sohnes gewesen, der alles live mitansehen musste!

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Alle Hinweise wichtig für Aufklärung

Der 59-Jährige sitzt seit Samstag nach der Tat in Untersuchungshaft. Noch im Laufe der letzten Woche bat die Rosenheimer Kripo darum, dass sich Zeugen der Bluttat melden sollten. Es sollten sich vor allem auch jene Personen melden, die etwas bemerkt haben, aber denken, dass es nicht notwendig sei, die eigenen Eindrücke von dem Vorfall der Polizei mitzuteilen. Wer sich am Freitagabend kurz nach 18 Uhr in der Nähe des Salinplatzes aufgehalten hat, wird gebeten, sich bei der Kripo Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/2000 zu melden. Alle Hinweise, die zur Aufklärung und Rekonstruktion der Tat beitragen können, seien laut Kripo wichtig.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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