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Getreten, geschlagen, gestoßen, beleidigt

Schocknacht für Regensburger Polizei: "Eigentlich fehlen uns fast die Worte"

Regensburg - Ein Polizist bekommt Tritte gegen den Kopf, ein anderer stürzt und wird mit Bier übergossen, eine Polizistin bekommt einen Messerstich und es passiert noch mehr - alles in einer Nacht in Regensburg. Wie es den Polizisten nun geht und was Innenminister Herrmann fordert:

"Gegen den Kopf getreten, geschlagen, gestoßen, mit Bier übergossen und beleidigt" - so beschreibt das Polizeipräsidium Oberpfalz das "brutale Arbeitswochenende" der Regensburger Polizei auf Facebook. Gleich vier Angriffe auf Beamte in Regensburg haben in der Nacht zu Sonntag bei der Polizei Entsetzen hervorgerufen. „Dass es in einer Nacht zu vier Übergriffen kommt, bei denen zwei Kollegen erheblich verletzt werden, ist bei uns in Regensburg sehr selten und es schockiert uns auch“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. 

Bei den vier Attacken wurden innerhalb von sieben Stunden mehrere Polizisten verletzt, zwei davon schwer. "Mal ganz ehrlich... eigentlich fehlen uns fast die Worte. Unsere Kolleginnen und Kollegen waren am Wochenende massivster Gewalt und Brutalität ausgesetzt", so die Polizei auf Facebook weiter.

Herrmann will Abschiebung der Täter prüfen lassen

Die beiden schwer verletzten Polizisten befinden sich weiterhin im Krankenhaus, berichtet die Mittelbayerische Zeitung mit Sitz in Regensburg. Laut Polizei hat ein 17-Jähriger einem von ihnen bei einer Kontrolle im Obergeschoß der Regensburg Arcaden gegen den Kopf getreten, ein weiterer schlug mit der Faust auf ihn ein. Der Beamte erlitt eine Platzwunde über dem Auge, eine Gehirnerschütterung und eine Schädelprellung. Pressesprecher Winterberg hofft, dass der Polizist das Krankenhaus Ende der Woche wieder verlassen kann. Ein anderer Polizist, dem bei einem Angriff während eines Einsatzes wegen Ruhestörung auf einer Privatparty der Knöchel gebrochen wurde, könnte länger ausfallen. 

Der 17-Jährige mutmaßlichen Angreifer sitzt derzeit weiterhin in Untersuchungshaft. Der Ermittlungsrichter erließ am Sonntag wegen des Vorwurfs eines versuchten Tötungsdelikts Untersuchungshaftbefehl. Der 17-jährige Afghane wurde in eine JVA verbracht. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat inzwischen harte Strafen für die Täter gefordert: „Ich halte ein solches Verhalten natürlich für völlig unerträglich“, sagte der Minister am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. Von Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, werde erwartet, dass sie sich rechtstreu verhalten. Die Täter sollten schnellstmöglich vor Gericht gestellt und hart bestraft werden. Zudem werde geprüft, „inwieweit sie schnell wieder außer Landes gebracht werden können".

Polizei hofft auf Videos von den Vorfällen

Nach den Angriffen auf Polizisten im Regensburger Stadtgebiet laufen die Ermittlungen noch auf Hochtouren: Die Kriminalpolizei vernimmt weiterhin Zeugen, wertet Spuren aus und prüft, ob es Videoaufnahmen zu den Vorfällen gibt. Außerdem erhofft sich die Polizei von der Bevölkerung Hinweise: Wer Angaben zu Tätern oder dem Tathergang machen kann, soll sich unter Telefon (0941)/506 28 88 bei der Kripo melden. Wie lange sich die Ermittlungen hinziehen können, ist derzeit noch unklar. Am Ende entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie Anklage erhebt oder nicht.

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance / Armin Weigel/

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