Eisige Sturmböen kommen mit "Friederike" auf Bayern zu

Schneechaos in der Region: Verkehr auf A8 und A93 hat sich normalisiert

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In Rosenheim schneit es seit Mittwochvormittag.
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Landkreis - Der Schneefall am Mittwoch hat in der Region für zahlreiche Unfälle und ein regelrechtes Verkehrschaos auf der A8 gesorgt. Doch das eigentliche Sturmtief kommt erst am Donnerstag. Wie schlimm es dann wird:

Service:

UPDATE, 17.03 Uhr: Verkehr auf der A93 hat sich normalisiert

Nun hat sich auch die Verkehrslage auf der A93 beruhigt. Alle umliegenden Autobahnen können wieder störungsfrei befahren werden. 

UPDATE, 15.22 Uhr: Verkehr auf der A8 normalisiert sich

Nun hat sich die Lage auf der A8 wieder etwas normalisiert. Dennoch kommt es teilweise in beiden Fahrtrichtungen zu Verzögerungen. 

Auf der A93 zwischen Brannenburg und der österreichischen Grenze hingegen kommt es in Fahrtrichtung Österreich weiterhin zu erheblichen Behinderungen und längeren Wartezeiten. 

UPDATE, 14.36 Uhr: Mehrere Unfälle aufgrund von Schneeglätte im Lkr. Traunstein

Traunstein - Am Mittwoch, gegen 10.20 Uhr, befuhr ein 29-Jähriger aus Teisendorf mit seinem Golf die B 304 vom Ettendorfer Tunnel kommend in Richtung Traunstein Nord. Eine 32-Jährige aus Rosenheim fuhr mit ihrem Ford Tourneo auf der Staatsstraße von Waging kommend den Einschleifer und wollte in dieselbe Richtung weiterfahren. Weil sie aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte, nahm sie dem Teisendorfer die Vorfahrt und es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Vachendorf - Eine 43-Jährige aus Erlstätt befuhr, gegen 11 Uhr, mit ihrem Opel Astra die TS 54 in Richtung Vachendorf. Dort kam ihr ein 25-Jähriger aus Bruckmühl mit seinem Daimler Sprinter entgegen, der ebenfalls aufgrund des Schneefalles und der nicht angepassten Geschwindigkeit ins Schleudern kam. 

Dabei geriet er auf die Gegenfahrbahn und touchierte mit seiner linken Fahrzeugseite die linke Vorderfront des Opel Astra. An dem Opel entstand wirtschaftlicher Totalschaden, die Höhe kann derzeit nicht beziffert werden. Der Schaden an dem Sprinter dürfte bei circa 6.000 Euro liegen. Verletzt wurde niemand.

Siegsdorf - Gegen 11.30 Uhr fuhr ein 66-Jähriger aus Traunstein mit seinem VW Kastenwagen auf der Kreisstraße von Neukirchen kommend in Fahrtrichtung Siegsdorf. Auf schneebedeckter Fahrbahn und wegen zu hoher Geschwindigkeit kam der Traunsteiner von der Fahrbahn ab und streifte einen Baum.

Der Traunsteiner wurde bei dem Unfall leicht verletzt und mit dem Rettungswagen ins Klinikum Traunstein verbracht. Sein Fahrzeug musste abgeschleppt werden, es entstand Sachschaden von ca. 2.400 Euro.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Traunstein

UPDATE, 14.09 Uhr: querstehender Lkw auf A8 

Die Situation auf der A8 stellt sich aktuell wieder sehr unübersichtlich dar. Vor wenigen Minuten kam zum wiederholtem Male an diesem Tag ein Lkw, aufgrund von Schneeglätte, ins Rutschen und steht aktuell zwischen Bad Aibling und dem Irschenberg in Fahrtrichtung München quer auf der Fahrbahn. 

Somit verschlimmert sich die Verkehrssituation wieder. Auf der A8 kommt es so momentan zu längeren Wartezeiten. 

UPDATE, 12.40 Uhr: Sperrungen aufgehoben - Stau

Nun hat sich die Verkehrslage auf der A8 endgültig entspannt: Auch auf der A8 zwischen Frasdorf und Bernau konnte Fahrbahn Richtung Salzburg nun wieder freigegeben werden. Hier hatten sich mehrere Lkw aufgrund der Schneeglätte quergestellt; Räumfahrzeuge kamen nur schwer durch. Die Fahrbahn sei laut Rosenheimer Verkehrspolizei auf Höhe Chiemsee stellenweise eisglatt gewesen. 

Allerdings hat sich aufgrund der Sperrungen mittlerweile zwischen Rohrdorf und Bernau in Richtung Salzburg ein Stau von derzeit neun Kilometern (Stand 12.30 Uhr) gebildet. 

UPDATE, 12.05 Uhr: Lage entspannt sich weitgehend

Sowohl auf der B304 bei Traunstein als auch der A8 Höhe Frasdorf in Richtung München wurden die Hindernisse auf der Straße bzw. die Unfallstelle geräumt. Der Verkehr hat sich hier zwischenzeitlich normalisiert.

UPDATE, 11.25 Uhr: A8 Höhe Irschenberg wieder frei

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd via Twitter mitteilt, ist die A8 auf Höhe der sogenannten Leitzachsenke zwischenzeitlich auch wieder frei befahrbar. 

Währenddessen ist die Lage zwischen Frasdorf und Bernau weiter angespannt. In Fahrtrichtung Salzburg blockieren mehrere querstehende Lkw die A8. Es wird empfohlen die U77 zu benutzen. In der Gegenrichtung besteht weiterhin die Gefahrenmeldung wegen eines - wohl durch ein Räumfahrzeug - herausgerissenen Gullydeckels.

UPDATE, 11.18 Uhr: Behinderungen auf B304 - Erste Entspannung auf A8

Zwischen Traunstein und der Einfahrt zur TS1 kommt es derzeit in beiden Richtungen zu Verkehrsbehinderung wegen einer Unfallaufnahme und überfrierender Nässe. Die Polizei bittet auch hier eine Gasse für Räum- und Streufahrzeuge freizuhalten.

Von der A8 ist zwischenzeitlich eine erste gute Nachricht zu vermelden: Die Räumfahrzeuge haben die Lage zwischen Bad Reichenhall und Neukirchen in den Griff bekommen - die Sperrung konnte hier aufgehoben werden.

UPDATE, 11.10 Uhr: A8 an weiterer Stelle gesperrt

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben via Twitter meldete, musste die A8 (Rosenheim - München) nun an einer weiteren Stelle gesperrt werden. Auf Höhe der sog. Leitzachsenke, zwischen den Anschlussstellen Irschenberg und Weyarn, geht derzeit wegen des dichten Schneefalls nichts mehr. Wie lange die Sperre andauern wird, ist unklar.

Dagegen scheint für Bahnfahrer alles nach Plan zu laufen. Von den Strecken aus der Region werden derzeit keine Behinderungen gemeldet.

UPDATE, 11 Uhr: Chaos im Oberland und im Bereich Starnberg

Auch außerhalb unserer Region sorgen Schnee und Glätte für massive Probleme. Im Landkreis Miesbach kam am frühen Morgen ein junger Autofahrer mit seinem Wagen im Leitzachtal von der Staatsstraße 2077 ab. Der Wagen wurde dabei demoliert und der Mann (19) musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Im Landkreis Starnberg passierten alleine im Zeitraum zwischen 8.30 Uhr und 9.50 Uhr sechs Unfälle. Das berichtet unser Partnerportal merkur.de. In Pöcking konnte zudem ein Schulbus wegen Glätte nicht mehr weiterfahren und stand quer. Auch auf der A95 (München - Garmisch-Partenkirchen) "regierte" das Chaos: Bei Mörlbach krachten drei Autos ineinander. Der Stau reichte kilometerweit Richtung Süden zurück.

UPDATE, 10.50 Uhr: A8-Chaos zwischen München und Bad Aibling

Laut Verkehrsmeldungen müssen Autofahrer auch zwischen München und Bad Aibling mit erheblichen Verkehrsbehinderungen aufgrund der Schneefälle rechnen. Teilweise ist von bis zu 11 Kilometern Stau die Rede.

UPDATE, 10.45 Uhr: A8 bei Reichenhall und Frasdorf komplett gesperrt

Der am Mittwochvormittag einsetzende Schneefall hat auch für ein Verkehrschaos auf der A8 gesorgt. Auf der A8 zwischen Bad Reichenhall und Neukirchen ist in Fahrtrichtung München die A8 derzeit komplett gesperrt. Es soll eine Gasse für Räum- und Streufahrzeuge freigehalten werden.

Auch zwischen Frasdorf und Bernau ist derzeit die A8 Richtung Salzburg gesperrt. Hier blockieren mehrere querstehende Lkw die Fahrbahn. Ebenso wie bei Bad Reichenall sind bereits Räumfahrzeuge im Einsatz, um die Straße wieder befahrbar zu machen. Leider wurde dort laut Verkehrsmelduldungen auch ein Gullideckel aus der Fahrbahn gerissen.

Update 10.30 Uhr:

Im Schneegestöber ist am Mittwochvormittag auch schon ein schwerer Unfall passiert. In Bad Endorf kollidierte ein Betonmischer mit einem Rettungswagen. Mehrere Personen wurden verletzt. Nur kurze Zeit später krachte es auch in Mauerkirchen. Hier stießen aufgrund der Schneeglätte zwei Autos frontal zusammen.

Bei dem Unfall in Bad Endorf wurden mehrere Personen verletzt.

Vobericht

Bereits am Mittwoch ziehen erste Schneeschauer durch Bayern und der Deutsche Wetterdienst warnt 

  • in Stadt und Landkreis Rosenheim
  • im Landkreis Traunstein
  • im Landkreis Altötting
  • im Landkreis Mühldorf
  • im Landkreis Berchtesgadener Land

vor Schneefall, Schneeverwehung und vor Sturmböen, wobei die Warnung vor Schneefall bis Mittwoch 14 Uhr gültig ist. Die Warnung vor schweren Sturmböen gilt derzeit noch bis Mittwoch 22 Uhr. Auch der Bayerische Lawinenwarndienst warnt bereits am Mittwoch vor "erheblicher" Gefahr, sowohl unterhalb als auch oberhalb von 1600 Metern. Aufgrund des Sturms sind ab sofort (Stand Mittwoch 10 Uhr) die Liftanlagen auf der Steinplatte geschlossen. Die Lifte der Winklmoosalm sind in Betrieb, so die Tourist Info Reit im Winkl.

DWD-Vorhersage Mittwoch

Mittwochvormittag ziehen von Nordwesten wiederholt Schnee- und Graupelschauer durch. Örtlich sind dabei kurze Schneegewitter möglich. Besonders kräftig und länger andauernd fallen die Schneeschauer an den Alpen und im Bayerischen Wald aus. Zwischen den Schauern kommt immer wieder die Sonne durch. Die Temperatur erreicht im Bergland kaum den Gefrierpunkt, an Inn und Bodensee 6 Grad. Der Westwind weht frisch mit stürmischen Böen. Zeitweise und besonders in höheren Lagen sind Sturmböen möglich, auf höheren Alpengipfeln wehen orkanartige Böen aus Nordwest. Es muss auch tagsüber mit Glätte durch Schneefall und zudem im Bergland mit Schneeverwehungen gerechnet werden.

In der Nacht zum Donnerstag klingen die Schauer vorübergehend ab, bevor von Westen her erneut Schneefall einsetzt. Kräftig schneit es dabei in Oberfranken und der Oberpfalz. Bei Tiefstwerten zwischen +2 Grad am Main und -4 Grad in den Alpentälern gibt es verbreitet Frost mit gefrierender Nässe sowie Glätte auf den Straße.

Sturmtief Friederike erreicht am Donnerstag Deutschland

Genau zum Jahrestag von Orkan Kyrill ist für Donnerstag ein weiteres Sturmtief im Anmarsch: Friederike. doch so stark ausfallen wie Kyrill im Jahr 2007 wird Friederike nicht. „Trotzdem müssen wir uns morgen auf eine markante Sturmlage einstellen", so wetter.net-Experte Dominik Jung. Die Spitzenböen werden im Flachland um 100 km/h liegen, vereinzelt auch mal bis 110 bis 120 km/h. Das wären dann Orkanböen. Vor allem über den Norden von Bayern soll das Sturmtief dann ziehen. Sonst sind es meist aber „nur“ schwere Sturmböen.

Im Hinblick auf die vergangenen Stürme ist am Donnerstag wieder mit Behinderungen im Bahnverkehr zu rechnen. Oftmals ist es allerdings auch so, dass die Bäume einfach zu nah an die Bahnstrecken heranreichen und dann beim Umstürzen den Bahnverkehr entsprechend behindern. Bei Autofahrten sollte man besonders auf Brücken aufpassen, denn dann bläst der Wind besonders stark. Aufenthalte im Wald oder Park sollte man generell morgen vermeiden, dann Äste können herabstürzen oder gleich ganze Bäume umfallen. Es herrscht dort Lebensgefahr. Wer sich an diese einfachen Regeln hält, dem sollte morgen nicht viel passieren“ erklärt der Diplom-Meteorologe weiter. 

DWD-Vorhersage Donnerstag

Am Donnerstag schneit es zunächst teils kräftig in den östlichen Mittelgebirgen, außerhalb davon geht letzter Schneefall in Regen über. An den Alpen schneit es nur mehr oberhalb 1200 bis 1500 m, darunter gibt es dort Dauerregen. Nördlich der Donau gibt es am Nachmittag längere trockene Abschnitte. Die Temperatur erreicht 4 Grad in den östlichen Mittelgebirgen und milde 11 Grad an Inn und Bodensee. Der Westwind erreicht mit schweren Sturmböen auch in tiefen Lagen seinen Höhenpunkt, örtlich ist Unwetter durch orkanartige Böen gering wahrscheinlich. Orkanböen gibt es in Gipfellagen der Mittelgebirge und Alpen.

In der Nacht zum Freitag regnet es vor allem im Süden Bayerns weiterhin. Schnee fällt in den Mittelgebirgen und besonders von Oberfranken bis Niederbayern auch bis in tiefe Lagen. An den Alpen schneit es hingegen erst oberhalb von 1000 bis 1400 m. Die Temperatur geht zurück auf 6 Grad am Bodensee und 0 Grad in den östlichen Mittelgebirgen. Dort ist auf Glätte durch Schnee zu achten. Im Flachland gibt es zeitweise noch Sturmböen.

DWD-Vorhersage Freitag

Am Freitag ist es zunächst stark bewölkt und gebietsweise fällt Regen. Im Norden Bayerns befindet sich die Schneefallgrenze um 400 m, im Süden Bayerns bei 700 m. An den Alpen fällt bis in die Täler hinein immer wieder Schnee. Am Nachmittag lockert die Bewölkung außerhalb des Berglandes auf und Regen sowie Schnee bleiben die Ausnahme. Die Temperatur kommt in den östlichen Mittelgebirgen kaum über 1 Grad hinaus, an der Salzach werden hingegen 8 Grad erreicht. Der Wind weht zunächst frisch mit starken bis stürmischen Böen aus West, lässt aber zum Nachmittag deutlich nach.

In der Nacht zum Samstag muss bei durchweg dichten Wolken gebietsweise mit leichtem Schneefall bis in tiefe Lagen gerechnet werden. Die Temperatur sinkt auf Werte zwischen 3 Grad am unteren Main und -3 Grad in einigen Alpentälern. Auf Glätte durch Schnee ist vor allem im Bergland zu achten.

mh mit Material DWD und wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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