Vorsicht vor dieser Betrugsmasche!

Schnaitsee - Auf seinem PC befinde sich ein Virus, haben Betrüger einem Mann aus Schnaitsee am Telefon gesagt. Für nur 200 Euro könnten sie ihn angeblich entfernen:

Am 13. April teilte ein 41-jähriger Mann aus Schnaitsee mit, dass er soeben einen seltsamen Anruf von einem Mitarbeiter eines bekannten, amerikanischen Betriebssystemherstellers erhalten hatte. Der Anrufer teilte in englischer Sprache mit, dass sich auf dem PC des Mitteilers ein Virus befinden würde und dieser nun entfernt werden könnte. Hierzu musste der Mann mittels einer sogenannten Remote-Verbindung den Fernzugriff auf seinen PC erlauben. Diese Funktion kann normalerweise tatsächlich zur Reparatur beziehungsweise Fernwartung eines Computers verwendet werden.

Dem 41-jährigen kam die Sache erst komisch vor, als bereits aus der Ferne ein Download gestartet wurde. Bei dem Hinweis, er müsse nun nach Waldkraiburg fahren und dort 200 Euro auf ein Western Union-Konto einzahlen, um diesen „Service“ zu begleichen, wurde der Mann dann endgültig hellhörig.

Den Download brach der Mann ab und fuhr anschließend zur Polizeiinspektion Trostberg. Von dort aus wurden dann die ersten Ermittlungen aufgenommen.

Bei dem geschilderten Fall dürfte es sich nicht um einen Einzelfall handeln. Bereits seit Anfang des Jahres versuchen Betrüger auf diese Weise, an persönliche Daten und schnelle Geldüberweisungen zu gelangen. Die Polizeiinspektion Trostberg rät deshalb:

- Lassen Sie Fernwartungen bzw. Fernzugriffe an Ihrem Computer nur durch Ihnen persönlich bekannte und beauftragte Personen oder Firmen durchführen.

- Call-Center Mitarbeiter bzw. Unternehmen melden sich in derartigen Fällen nicht unaufgefordert. Bleiben Sie skeptisch und hinterfragen Sie genau.

- Falls Sie sich nicht sicher sind - legen Sie auf! Geben Sie auf keinen Fall Computer- oder persönliche Adress- und Bankdaten am Telefon heraus, wenn Sie nicht genau wissen, wofür dies notwendig ist.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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