Schießerei: Das sind zwei der Priener Helden

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Priens Bürgermeister Seifert (rechts) bedankt sich bei den Priener Helden Professor Dr. Dr. Gerhard Goebel (links) und Ersin B.
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Prien - Auf offener Straße schlägt ein Mann auf eine Frau ein und fuchtelt mit einer Pistole herum. Es würde kaum verwundern, wenn Passanten hier das Weite suchen - nicht so aber in Prien!

Über den dramatischen Fall im beschaulichen Prien wurde deutschlandweit bereits ausführlich berichtet. Weniger erfuhr man aber über die Priener Helden, die vermutlich einer 30-jährigen Frau das Leben retteten.

Wie berichtet passte ein 38-jähriger Priener am Montagabend in der Schulstraße seine Ex-Freundin ab, bedrohte sie mit einer Pistole und misshandelte sie schwer. Auf die dramatische Situation wurden mehrere Passanten aufmerksam, unter ihnen Ersin B. und Professor Dr. Dr. Gerhard Goebel. Beide versuchten auf den 38-Jährigen einzuwirken - ohne Erfolg.

Wie Goebel gegenüber der Chiemgau-Zeitung berichtete, habe der 38-Jährige daraufhin gebrüllt: "Haut ab, lasst mich in Ruhe, das geht Euch nichts an!" Um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen, soll er seine Waffe aus rund drei Metern Entfernung auch auf die Passanten gerichtet haben. 

In diesem Moment nutzte die 30-jährige Ex-Freundin den entstandenen Tumult und flüchtete - und die Situation eskalierte: Zunächst schoss der 38-Jährige zwei Mal auf die flüchtende Ex-Freundin, anschließend richtete er die Waffe auf Ersin B. und drückte zwei Mal ab. Eine Kugel traf B. in den Oberkörper, eine streifte ihn an der Lippe. Ersin B. hatte großes Glück und hätte seinen selbstlosen Einsatz beinahe mit dem Leben bezahlt!

In der Zwischenzeit war auch ein Notarzt auf die dramatischen Szenen aufmerksam geworden. Der Mann stieg aus seinem Auto und überwältigte den Schützen. Im Anschluss kümmerte er sich zusammen mit Professor Goebel um den angeschossenen B.. Weitere Passanten hielten in der Zwischenzeit den 38-Jährigen fest, bis die Polizei kam.

Treffen im Krankenhaus

Während sich der heldenhafte Notarzt aus "ermittlungstaktischen Gründen" öffentlich noch nicht äußern darf, gab es am Donnerstag ein Treffen zweier Helfer mit Priens Bürgermeister Jürgen Seifert im Krankenhaus.

Freunde und Verwandte von Ersin B. hätten Seifert über facebook mitgeteilt, dass sich der Priener über einen Besuch seines Bürgermeisters freuen würde, so Seifert. "Diese Freude habe ich ihm natürlich gern und selbstverständlich gemacht!" Mitgebracht hatte Seifert den früheren Chefarzt der Roseneck-Klinik, Professor Goebel.

Seifert: "Beeindruckend und sympatisch für mich war vor allem, dass sich Ersin B. selbst an seinem eigenen Krankenbett mehr Sorgen um den Zustand der betroffenen jungen Frau als um seine eigene machte. Einfach sympathisch!"

Bilder von der Spurensicherung:

Schüsse auf Mann in Prien

Eine Augenzeugin berichtet:

Quelle: rosenheim24.de

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