Klagt Schechener Familie auf Schmerzensgeld?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Schechen - Im Mai musste sie sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht verantworten, jetzt denkt die Schechener Familie über eine Schmerzensgeldklage nach!

O-Ton Josef E.:

O-Ton

Die Familie aus Schechen, die sich dieses Jahr wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor dem Amtsgericht in Rosenheim verantworten musste, denkt über eine Schmerzensgeldklage nach. Dies war am heutigen Montag aus einem Bericht des RTL-Magazins „Punkt 12“ zu entnehmen. Zwei der damals Angeklagten seien mit dem Prozess, wie er verlaufen war, nicht zufrieden.

Josef E. sagt in dem RTL-Bericht: "So wie es bei uns gelaufen ist, stelle ich mir einen Inqusitionsprozess vor." Sowohl er als auch seine Frau und Tochter litten psychisch noch immer unter dem Erlebten. Josef E. bricht im Interview mehrmals in Tränen aus. Seine Frau erzählt, dass sie seit dem Übergriff auf einem Auge nur noch zehn Prozent Sehkraft habe, dass sie durch die Fesselung mit Handschellen bleibende Schäden an einem Handgelenk habe.

Wie berichtet hatten sich im Mai der Richter, die beiden Staatsanwälte und die vier Verteidiger wegen prozessökonimischer Gründe auf die Einstellung des Verfahrens geeinigt. Damit war das strafrechtliche Verfahren abgeschlossen. Über ein mögliches Schmerzensgeld müsste ein Zivilgericht entscheiden.

Der Gerichtsprozess fand deutschlandweit Beachtung, weil die Schechener Familie wegen polizeilicher Gewalt Anzeige gegen die Polizei erstattete. Zeitgleich wurde aber auch die Schechener Familie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Während die Anzeige gegen die Polizei fallen gelassen wurde, musste sich die Familie vor Gericht verantworten.  

Quelle: Radio Charivari

Bilder & Video aus dem Archiv:

Schechen-Prozess: Verhandlung geht weiter

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser