Tetrafunk: "Gesundheitlich unbedenklich"

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Tetrafunk-Sendetechnik auf der Hochries?
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Samerberg/Frasdorf – Die Einführung des Tetrafunk jagt vielen Bürgern wegen der ausgehenden Strahlung Angst ein. Das Bayerische Innenministerium beruhigt:

Wie berichtet ist geplant, auf der Hochries eine Sendeanlage für den aufzustellen. Noch ist nicht klar, ob sie in den Antennenwald bei der Hochries-Bergbahn eingegliedert wird oder ob mehrere kleine Anlagen (bis zu 5 Stück) in den Staatsforst in der Gemeinde Frasdorf errichtet werden.

Das Bayerische Innenministerium hatte von Anfang an den Antennenwald auf der Bergstation der Hochriesbahn im Auge. Dort sollte eine Tetrafunk-Basisstation entstehen. Die Absage der Gemeinde Samerberg (der Gemeinderat entschied sich mehrheitlich dagegen) erforderte jedoch eine zeitnahe Standortlösung und bedinge damit auch einen Mastneubau, so Markus Gibis vom Bayerischen Innenministerium. Mit Unterstützung der staatlichen Forstverwaltung wurde ein geeigneter Alternativstandort auf einem naheliegenden Grundstück der Gemeinde Frasdorf gefunden – ca. 30 Meter von der Bergstation entfernt. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Dennoch scheint eins klar zu sein: Die Tetrafunk-Sendetechnik auf dem Hochries wird kommen. Der Berggipfel sei dafür der beste Standort, da "es sich um die höchste Erhebung in diesem Bereich handelt und dieser deshalb für die Grundversorgung vor Ort benötigt wird, so Gibis.

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Vor der Strahlung müssten Anwohner allerdings keine Angst haben. Die beiden möglichen Standorte auf der Hochries würden "aufgrund der exponierten Lage (818m in vertikale und 2,75 km horizontale Entfernung) deutlichen Abstand zum Wohnbereich" aufweisen, heißt es aus dem Innenministerium.

Außerdem sei kein anderer Bereich in den vergangenen Jahrzehnten "so intensiv wissenschaftlich untersucht" worden wie der etwaige Einfluss elektromagnetischer Felder auf Mensch und Natur. "Nach allen anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen gilt das TETRA-System des Digitalfunks - wie andere digitalen Funksysteme auch – bei Einhaltung der Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung als gesundheitlich unbedenklich", erklärt Gibis. Messungen hätten außerdem ergeben, dass beim BOS–Digitalfunk im Regelfall nur geringe Bruchteile des erlaubten Grenzwertes erreicht würden.

Bilder von der Hochries:

Bilder von der Hochries

Quelle: rosenheim24.de

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