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Bald auch in Bayern

Internationale Pädagogen “erforschten” Salzburger Spürnasenecke

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In der “Spürnasenecke” können die kleinen Entdecker die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik spielerisch ergründen. Das erfolgreiche Projekt wird bereits in mehr als 45 Kindergärten in Salzburg und Oberösterreich umgesetzt.

Salzburg - Das erfolgreiche Salzburger Projekt "Spürnasenecke" - ein naturwissenschaftliches Forscherlabor für Kinder - weckt nun auch großes Interesse von Pädagogen aus dem Ausland. Eine Expansion nach Bayern ist für das kommende Jahr geplant.

Den ausgeprägten Entdeckergeist von Kindern schon in jungen Jahren gezielt zu fördern, das hat sich eine Salzburger Initiative zum Ziel gesetzt und die sogenannte “Spürnasenecke” für Kindergärten entwickelt. In einem kindgerechten Labor können die jungen Forscher die Welt der Naturwissenschaften spielerisch ergründen. Das erfolgreiche Projekt wird bereits in mehr als 45 Kindergärten umgesetzt und weckt nun zunehmend auch international großes Interesse. Pädagogen aus Deutschland, Südtirol und der Schweiz haben das Labor kürzlich im Salzburger Kindergarten Aigen selbst “erforscht”. Für das kommende Jahr planen die Gründer konkret eine Expansion ins angrenzende Ausland.

“Wie viel Raum einem Bereich im Kindergarten zur Verfügung steht, transportiert Wertigkeit. Während Bauecke, Familienspielbereich und Malatelier in den meisten Kindergärten fest verankert sind, findet man immer noch selten Forscherlabore, in denen die Kinder ihrem Forscherdrang freien Lauf lassen können”, sagt Claudia Probst, Leiterin des Kindergartens in Aigen. “Studien belegen jedoch, dass Kinder gerade in diesem Alter großes Interesse an Natur und Technik haben und durch frühe Bildung bereits erstaunliche Erkenntnisse gewinnen und Denkstrategien entwickeln können.”

Forscherlabor umfasst mehr als 80 kindgerechte Experimente

Diesen Ansatz verfolgt die “Spürnasenecke” bereits seit acht Jahren. Das Projekt wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Dahinter stehen die Salzburger BHS-Lehrer Bernadette Unger, Caroline Neudecker und Konrad Steiner sowie der pensionierte Chemiker Gunther Seidl. Bei der Spürnasenecke handelt es sich um eine Einrichtung zum Forschen und Experimentieren mit Kindergartenkindern. Sie beinhaltet eigens dafür an der FH Salzburg, Campus Kuchl, entwickelte Möbel, verschiedenste Forscherutensilien aus den Themengebieten Biologie, Chemie, Physik und Technik sowie eine Einschulung bzw. Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen. Als Grundlage für das ungezwungene Forschen hat das Team ein Handbuch entwickelt, das mehr als 80 kindgerechte Experimente beinhaltet.

Präsentation auf internationaler Fachtagung für Pädagogen

Behandelte Themen sind etwa Magnetismus, Elektrostatik oder Aggregatzustände. Besonderer Wert wurde auf die Beobachtung der Natur und den respektvollen Umgang mit Lebewesen gelegt. Mittlerweile haben schon mehr als 45 Kindergärten in Salzburg und Oberösterreich eine “Spürnasenecke” eingerichtet. Für die Initiatoren Grund genug, das Projekt auch auf größerer Bühne zu präsentieren. Im Rahmen der “Internationalen Pädagogischen Werktagung Salzburg” waren mehr als 600 Teilnehmer in der Mozartstadt zu Gast und viele von ihnen zeigten sich an der Spürnasenecke sehr interessiert.

Erster Standort in Bayern, Anfragen auch aus Südtirol

“Unser Workshop war in kürzester Zeit ausgebucht und die Kollegen konnten sich im Kindergarten Aigen selbst ein Bild von unserer Herangehensweise ans spielerische Experimentieren machen”, freut sich Bernadette Unger, Mitentwicklerin der Spürnasenecke. Bald wollen die Initiatoren tatsächlich den ersten Schritt ins Ausland setzen. Im nächsten Jahr wird ein Kindergarten in Bayern eine Spürnasenecke erwerben, weitere Einrichtungen sollen folgen. “Auch aus Südtirol gibt es bereits konkrete Anfragen”, freut sich Unger. 

Pressemeldung Spürnasen

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