Salafisten: Razzien in München und Augsburg

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Bundesweit fanden wie hier in Bonn Razzien gegen radikale Salfisten statt. Festnahmen gab es nicht.

München/Augsburg - Polizei und Justiz sind mit groß angelegten Razzien in Augsburg und München gegen radikale Salafisten vorgegangen. Die Aktionen waren Teil bundesweiter Ermittlungen.

Zwei Räume in München und Augsburg wurden am Donnerstag durchsucht, wie ein Sprecher des Bayerischen Innenministeriums sagte. Festnahmen gab es nicht. Bundesweit waren Ermittler in 70 Objekten in sieben Bundesländern im Einsatz. Radikale Salafisten stehen im Verdacht, mit ihrer Propaganda gewaltbereite Islamisten anzustacheln oder selbst Verbindungen zu Terrornetzwerken zu pflegen. Der Verdacht richtet sich vor allem gegen das Netzwerk „Die wahre Religion“ und seine Unterstützer.

Schwerpunkte der bundesweiten Aktion waren Hessen und Nordrhein-Westfalen. „Die wahre Religion“ ist die Organisation um den Kölner Prediger Ibrahim Abou Nagie, der mit der kostenlosen Verteilung von Koran-Exemplaren in mehreren Städten für Aufsehen gesorgt hatte. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verbot zudem die salafistische Vereinigung Millatu Ibrahim im Solingen (Nordrhein-Westfalen) , weil sie sich gegen die Gedanken der verfassungsrechtlichen Ordnung und der Völkerverständigung richte.

Nach Angaben der Sicherheitsbehörden gibt es in Deutschland derzeit rund 130 Gefährder, denen islamistische Anschläge zugetraut werden. Darunter seien 24 Salafisten.

dpa

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