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Nach dem Doppelmord in Rott am Inn

Flucht von Izzet S.: Warum wurde die Öffentlichkeit nicht informiert?

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Die kleine Gemeinde Rott am Inn ist schockiert über die Bluttat vom 27. Februar. 
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Rott - Die grausame Bluttat vom 27. Februar im beschaulichen Rott am Inn hat die Menschen in der Region schockiert. Obwohl der Täter jetzt in einem Hochsicherheitstrakt sitzt, sind die Leute verunsichert. Besteht die Gefahr, dass sich so ein Fall wiederholen kann? 

"Es ist längere Zeit her, dass wir zuletzt ein solches Tötungsdelikt in der Region hatten. Wir leben hier in Bayern wirklich sicher, das belegen auch Zahlen. Dass der Nachbarschaftsstreit ausgerechnet im kleinen Rott am Inn eskalierte und einen derart schrecklichen Ausgang fand, ist tragisch, aber das hätte auch in jedem anderen Dorf passieren können", so Anton Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. 

Dass der 25-Jährige nach der Beschwerde der Nachbarn derart ausrastete und zum Messer griff, sei nicht abzusehen gewesen. "Die Leute müssen deshalb bei bei uns keine Angst haben", macht Huber deutlich.

Izzet S. war wie vom Erdboden verschluckt

Nach seiner Flucht aus dem Innsalzach-Klinikum habe die Polizei intensiv nach dem 25-Jährigen gefahndet, der Mann wurde zur Festnahme ausgeschrieben und mit Haftbefehl vom Amtsgericht Rosenheim gesucht. 

Huber weiter: "Die Kollegen haben den umliegenden Bereich gründlich abgesucht und alle möglichen Kontaktadressen überprüft. Dass die Fahndung erfolglos verlief, lag in einem Punkt daran, dass die Existenz der 20-Jährigen in Rott am Inn nicht bekannt war. Wir wissen nach wie vor nicht, in welcher Beziehung die beiden zueinander standen, da sie vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen."

Izzet S. galt nicht als allgemeingefährlich

Der zweite Punkt sei, warum niemand genau wusste, wo er sich in den letzten drei Wochen aufgehalten hat. "Es gab keine Hinweise darauf, wo sich der Mann derzeit aufhält", erklärt Huber. Ob sich der 25-jährige Izzet S. längere Zeit in der Rotter Wohnung versteckt hielt, müsse die Polizei erst ermitteln - der Verdacht bestehe aber. 

Huber weiter: "Wir haben pro Woche zwei bis drei Entweichungen aus dem gesamten Innsalzach-Klinikum. Das sind zum einen freiwillig Untergebrachte oder Suizidgefährdete, die unter Betreuung stehen und sich nicht mehr zurückmelden."

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Zum anderen gebe es eben auch Patienten, die im Rahmen der Lockerungsmaßnahmen aus der Maßvollzugsanstalt verschwinden. Dennoch könne die Polizei nicht einfach eine medienwirksame Fahndung einleiten. "Wann genau die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten wird, kann ich nicht pauschalisieren, weil das jeweils fallspezifisch ist. Da müssen wir die Verhältnismäßigkeiten genau betrachten", so Huber. Zudem benötigt die Polizei für eine Lichtbildfahndung einen offiziellen Gerichtsbeschluss

mb

Quelle: wasserburg24.de

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