Nordzulauf zum Brennerbasistunnel

Wird die Brenner-Trasse erst 2019 festgelegt?

Rosenheim/Landkreis - Eine Trasse für den Brenner-Nordzulauf ist noch in weiter Ferne, immerhin haben sich die Verantwortlichen im Dialogverfahren jetzt auf Kriterien zur Trassenauswahl geeinigt.

UPDATE, Pressemitteilung der Deutschen Bahn:

Rund 120 Kommunalpolitiker, Verbandsvertreter aus dem Landkreis Rosenheim und dem Bezirk Kufstein arbeiten gemeinsam mit der Deutscher Bahn und der ÖBB an einem Trassenauswahlverfahren für den Brenner-Nordzulauf.

Ziel von rund 20 Arbeitssitzungen seit vergangenem Herbst war, Schwerpunkte für die spätere Planung festzulegen. In einem komplexen Verfahren wurden gemeinsam Beurteilungskriterien erstellt. Diese helfen, spätere Trassenvorschläge objektiv zu bewerten. Vorteil: Anstatt einzelne Trassen festzulegen, werden zunächst gemeinsame Planungsziele vereinbart und gewichtet – beispielsweise der Schutz des Trinkwassers. Ein sogenannter Kriterienkatalog ist erarbeitet worden und dient nun als Grundlage des weiteren Verfahrens. „Wir wissen nun, worauf bei der laufenden Trassenentwicklung besonders zu achten ist“, sagt Torsten Gruber, der auf Seiten der DB Netz AG das Gesamtprojekt leitet. Ergänzt wird das deutsche Planungsteam von den Kollegen der ÖBB-Infrastruktur AG.

Das gemeinsame Team hat vor einigen Monaten Streckenplaner beauftragt, die aktuell Grundlagen für eine spätere Trassenführung erarbeiten. Daraus werden im Lauf des Jahres erste Ideen für mögliche Trassenführungen entwickelt. Ebenso werden Vorschläge für eine Verknüpfungsstelle einer Neubaustrecke mit dem Bestandsnetz der DB aufgezeigt. Die Gremien prüfen anhand der Kritierenkataloge, welche Ideen am ehesten den gemeinsam festgelegten Zielen entsprechen. Das gesamte Trassenauswahlverfahren wird rund drei Jahre in Anspruch nehmen.

Solange werden die vier Gemeindeforen, ein Regionalforum sowie ein regionaler Projektbeirat unter externer Moderation weiter regelmäßig im Dialog sein. Ergebnis des Verfahrens ist eine Trassenempfehlung. Nach Vorliegen der Trassenempfehlung obliegt es der Politik, über weitere Planungsschritte zu entscheiden. Je nach Bedarf und verkehrspolitischen Weichenstellungen lässt sich das Trassenauswahlverfahren nahtlos in eine konkrete Genehmigungsplanung überführen.

Im Hintergrund steht die Tatsache, dass der Brenner-Basistunnel den transalpinen Verkehr langfristig beeinflussen wird. Mehr als 42 Kilometer des gesamten Tunnelsystems sind bereits in den Berg zwischen Innsbruck und Franzensfeste vorgetrieben. Das Trassenauswahlverfahren sichert die Qualität aller weiteren Schritte: Es gibt den Beteiligten eine Möglichkeit zur Mitsprache und den Bahnen einen Entwurf mit breit möglichster Akzeptanz.

Die Erstmeldung:

Man wolle eine Trasse finden, die technisch optimal und so verträglich wie möglich sei, sagt der Verantwortliche für den Brennernordzulauf der DB-Netz AG, Thorsten Gruber.

Die Themen, auf die zu achten ist, seien Trinkwasser, Landwirtschaft und Landverbrauch, aber die österreichische Bahn (ÖBB) und die DB würden ebenso ihre technischen Anforderungen in diesem Katalog mit einbringen. Der Kriterienkatalog soll Ende März fertig sein. Im Laufe des Jahres sollen dann erste Ideen für die Trassenführung auf den Tisch kommen, das gesamte Trassenauswahlverfahren wird aber wohl noch bis 2019 dauern.

Quelle: Radio Charivari

Quelle: rosenheim24.de

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