15.000 Kilometer-Trip auf Motorrad mit "Mogli"

Rosenheimer will mit Katze auf der Schulter bis nach Dubai

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Martin und sein Findelkind "Mogli" sind ein eingespieltes Team. Deshalb hat Martin auch keine Sorgen, die Katze auf seine Reise mitzunehmen. 

Rosenheim/Dubai - Eigentlich plante der 31-jährige Martin aus Rosenheim einen ganz normalen Road-Trip auf dem Motorrad. Doch dann durchkreuzte ein Findelkind seine Pläne:  

Der 31-jährige Martin liebt das Reisen und hat bereits mehrere Jahre im Ausland gelebt. "Am besten lernt man ein Land auf dem Motorrad kennen. Man kommt dadurch viel schneller in Kontakt mit den Einheimischen und sieht viel mehr von dem Land und der Kultur, als wenn man zum Beispiel mit dem Bus unterwegs ist." 

Inspiration in Vietnam 

In Vietnam hat Martin vor zwei Jahren "Blut geleckt", denn dort kaufte er sich spontan ein runtergekommenes Motorrad und setzte seine Reise damit fort. "Das war eine tolle Erfahrung. Danach wusste ich: Das möchte ich nochmal machen!" 

Bereits im vergangenen Jahr beschloss der Logistiker mit seiner Maschine über die Balkanroute bis nach Dubai zu fahren. Die Länge der direkten Route würde etwa 8000 Kilometer betragen. Martin rechnet aber damit über 15.000 Kilometer durch 15 Länder zu reisen. 

Das ist Martin´s geplante Route. 


"Ich habe da unten einen Freund, da werde ich dann erstmal wohnen und wahrscheinlich werde ich dort auch arbeiten. Meine Wohnung und den Job habe ich bereits gekündigt, wann und ob ich zurück kommen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht mache ich sogar eine Weltumrundung. Mal sehen, was das Leben so bereithält", erklärt der Abenteuerlustige, der auf einer "Honda Africa Twin" unterwegs sein wird, die er selbst speziell für die Reise aufgerüstet hat. 

Findelkind sorgt für Planänderungen 

Doch im Frühjahr wurden seine Pläne zunächst durchkreuzt. Am Mangfalldamm entdeckte er ein abgemagertes, verängstigtes und verletztes Kätzchen. "Das ist Mogli", sagt Martin mit Blick auf seine Schulter, wo das Findelkind ganz entspannt sitzt.

Am liebsten turnt Mogli auf Martin´s Schultern.

"Ich habe mir natürlich überlegt, ob ich Mogli nicht lieber ins Tierheim bringen soll. Aber dann habe ich sie einmal auf dem Motorrad mitgenommen und Mogli schien es überhaupt nichts auszumachen. Deswegen habe ich mich entschieden, Mogli auf meine Reise einfach mitzunehmen", erklärt der Katzen-Retter, der selbst schon als Kind mit den Vierbeinern aufgewachsen ist.

Eine waschechte "Biker-Katze"

Seitdem folgt die Katze seinem Besitzer überall hin. Martin nimmt sie auch mit in den Biergarten. Mogli sei dann für ein paar Stunden unterwegs, käme dann aber immer wieder zu ihm zurück. "Mogli macht es nichts aus durch neue Gebiete zu streunen. Und das Motorrad fahren genießt er sogar", so Martin.

Dem Findelkind machen die Fahrten auf dem Motorrad überhaupt nichts aus. 


Da Martin das Kätzchen von Anfang an auf seinem Motorrad dabei hatte, ist Mogli inzwischen sogar richtig verrückt nach den Zweirädern. "Selbst wenn wir im Auto sitzen und irgendwo ein Motorradgeräusch ist, reagiert Mogli sofort und schaut, wo das herkam."

Mögliche Hindernisse?

Und wo soll das Kätzchen während der Reise unterkommen? "Ich habe mein Zelt dabei und werde so oft es geht dort übernachten. Ansonsten werde ich Mogli einfach mit in meine Unterkunft nehmen", meint der 31-Jährige ganz unbesorgt.

Ein wenig Sorgen macht er sich allerdings schon. "Einige Länder sind sehr streng, was die Einreisebestimmungen mit lebenden Tieren betreffen. Mogli ist aber gechippt, kastriert und gegen Tollwut geimpft. Ich denke, das wird reichen", so die Hoffnung des Bikers. 

Auf seinem Instagram-Account wird Martin seine Follower über seine ganz besondere Reise auf dem Laufenden halten: 

Joanna Thurow/Tamara Zühlsdorff

Quelle: rosenheim24.de

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