Was passiert, wenn eine Bombe gefunden wird?

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Der Evakuierungsradius, wenn eine Fliegerbombe gefunden wird.
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  • Robert Märländer
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Rosenheim - Nächste Woche finden Kampfmitteluntersuchungen am Bahnhof statt. Die Evakuierung von 7.500 Haushalten im Umkreis von einem Kilometer wird vorbereitet.

UPDATE 12:10 Uhr

Nach telefonischer Nachfrage unserer Redaktion bei Christian Schwalm, Persönlicher Referent der Oberbürgermeisterin, haben wir die Auskunft erhalten, dass insgesamt 7.500 Informationsbriefe der Stadt an die Haushalte und Firmen im Ein-Kilometer-Radius vorbereitet wurden.

Einige Anwohner haben den Infobrief offenbar bereits erhalten. Christian Schwalm geht davon aus, dass bis Samstag alle betreffenden Anwohner die Post bekommen werden.

Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg

Von Montag bis Freitag (15. bis 19. Juli) finden vertiefende Kampfmitteluntersuchungen auf den künftigen Bauflächen im Bereich des Rosenheimer Bahnhofs statt. Da das betroffene Areal im Zweiten Weltkrieg starken Bombardements ausgesetzt war, ist es sehr wahrscheinlich, dass im Erdreich Fliegerbomben-Blindgänger oder andere explosive Kampfmittel gefunden werden. Eine Entschärfung oder eine kontrollierte Sprengung wären dann notwendig.

Anwohner wurden von der Stadt angeschrieben

Mehr zum Thema:

Kampfmittel am Bahnhof: Drei Verachtsfälle

Auch wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, müsste in beiden Fällen das Umfeld des Bombenfundortes weiträumig evakuiert werden. Hierzu bereitet die Stadt Rosenheim Sicherheitsmaßnahmen vor und informiert die möglicherweise betroffenen Anlieger. Alle Haushalte, Unternehmen und Behörden im Umkreis des Bahnhofgeländes wurden in diesen Tagen angeschrieben (siehe UPDATE oben).

Medien und Lautsprecherdurchsagen beachten

So bittet die Stadt in diesem Zusammenhang auf Lautsprecherdurchsagen der Einsatzkräfte und auch auf Durchsagen der lokalen Radiosender zu achten sowie folgende Punkte zu berücksichtigen.

Natürlich wird rosenheim24 ebenfalls aktuell über alle Entwicklungen berichten, abrufbar sind unsere Artikel auch über Smartphone.

So würde eine Evakuierung ablaufen:

- Die Evakuierung erfolgt durch Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Sanitätsdienste. Ein freiwilliger Verbleib im Evakuierungsbereich ist nicht möglich. Erst wenn sichergestellt ist, dass sich im Sicherheitsbereich niemand mehr aufhält, beginnt der Sprengmeister mit seiner Arbeit.

- Für eine kurzzeitige Unterbringung werden Transportmittel und geeignete Räumlichkeiten vorbereitet. Alternativ können Betroffene auch auf private Quartiere in sicherer Entfernung (mehr als ein Kilometer) ausweichen

- Hierbei ist zu berücksichtigen, dass eine Rückkehr in Häuser, Wohnungen, Geschäfte oder öffentliche Einrichtungen eventuell erst nach mehreren Stunden möglich sein kann. Notwendige Dinge, wie etwa Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung und Ausweisdokumente sollten mitgenommen werden.

- Beim Verlassen ist darauf zu achten, dass evtl. elektrische und gasbetriebene Koch- bzw. Heizgeräte ausgeschaltet und alle Wasserhähne abgedreht sind. Es sollten keine brennenden Kerzen zurück bleiben.

- Es empfiehlt sich, Verwandte und Freunde über die Abwesenheit zu informieren.

- Sollte bei den Untersuchungen ein „Blindgänger“ gefunden werden, der eine Evakuierung notwendig macht, wird mit Beginn der Evakuierungsmaßnahmen ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter 08031 / 3658365 erreichbar.

- Sollte eine Entschärfung oder eine kontrollierte Sprengung notwendig werden, müsste aufgrund der weiträumigen Absperrung auch mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Der Straßenverkehr würde an mehreren Stellen umgeleitet und auch der Bahnverkehr am Rosenheimer Bahnhof käme zeitweilig zum erliegen.

Kampfmittelsuche am Bahnhof:

Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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