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Rosenheim will kein Bordell in Haus mit Gebetsraum

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Rosenheim - Sex und fromme Gebete - das passt überhaupt nicht zusammen, findet die Stadt Rosenheim. Ein Bordell darf deshalb nicht in einem Haus mit Gebetsraum veröffentlicht werden.

Unten ein Gebetsraum und eine Etage darüber ein Bordell - das passt nach Überzeugung des Rosenheimer Stadtrates nicht zusammen. Das Gremium will das fast fertiggestellte Etablissement mit zehn Kabinen und einem sogenannten Showroom mitten in der Stadt vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München verhindern. Dazu muss aber erst die Berufung zum VGH zugelassen werden, wie Rathaussprecher Thomas Bugl am Donnerstag zu dem Stadtratsbeschluss vom Abend zuvor sagte.

Besonders pikant: Gäste des Bordells in einem Gewerbegebiet und Besucher der evangelischen Freikirche „Brothaus“ müssten den selben Parkplatz, den selben Hauseingang und dasselbe Treppenhaus benutzen, würden sich also auf dem Weg zu ihrem vermutlich entgegengesetzten Anliegen begegnen. Die Sprechanlage zum Anmelden im Bordell liegt sogar im selben Stockwerk wie das „Brothaus“. Nur das Etablissement selber ist nach den Angaben aus dem Rathaus eine Etage darüber.

Das Verwaltungsgericht (VG) München hatte kürzlich dem Betreiber des Bordells recht gegeben. Die Stadt muss den Betrieb des Etablissements dulden. Zudem ließ der VG die Berufung zum VGH nicht automatisch zu. Mit einem Antrag auf Zulassung der Berufung will die Stadt nun doch noch vor die nächste gerichtliche Instanz ziehen. Der Stadtrat hofft, dass der VGH das Urteil der unteren Instanz kippt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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