Nach Bericht über Polizeikontrolle

"Ich bin kein Neonazi!"

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Dieses Bild schickte der Betroffene mit. Es zeigt die Dinge, die er normalerweise im Kofferraum seines Arbeitsautos dabei hat. 

Rosenheim - Eine Polizeikontrolle in München, bei der ein Mann mit Axt und Benzinkanister aufgehalten wurde, sorgte für Aufregung. Nun hat sich der Betroffene selbst an unsere Redaktion gewandt:

Dieser Vorfall sorgte für Aufsehen: Ein Mann war im Münchner Süden, in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft, von einer Polizeistreife kontrolliert worden. Dabei wurde ein Messer sichergestellt, Äxte und Benzinkanister in seinem Wagen entdeckt.

Die Rosenheimer Polizei erklärte daraufhin, der Mann sei bereits aktenkundig gewesen. Vor einigen Jahren habe er Straftaten begangen, die dem rechten Sektor zugeordnet werden konnten.

Nun hat sich der Betroffene selbst an rosenheim24.de gewandt. Der Mann, dessen Name der Redaktion bekannt ist, kommt aus der Rosenheimer Gegend und schildert die Vorgänge so:

"Eine ganz normale Kontrolle"

"Ende August war ich in München bei einem Besprechungstermin. Auf dem Rückweg gegen 19 Uhr fuhr ich die Landstraße nach Rosenheim zurück. Ich wurde von der Polizei angehalten, da die Beamten vermutet haben, dass ich unter dem Fahren telefoniert habe. Es entwickelte sich eine ganz normale Kontrolle.

Nach Überprüfung meiner Daten wurde eine weitere Besatzung zur Durchsuchung meines Autos hinzugerufen, da ich personenbezogene Einträge habe. Es wurde ein Alkohol- und Drogentest gemacht, die Beamten fragten mich weiter, woher ich komme und hinfahre.

In der Land- und Forstwirtschaft tätig

So sieht der Kofferraum im Arbeitsauto des Betroffenen aus.

Mein Pkw wurde im Anschluss durchsucht. Bei der Durchsuchung wurde ein Taschenmesser sichergestellt, weil es laut Aussage des Beamten ein 'Einhandmesser' sei und es strafbar ist, solch ein Messer mit sich zu führen. Desweiteren hatte ich zwei Reservekanister mit Benzin, eine große und kleine Axt, eine Kettensäge und diverse Arbeitsgeräte mit in meinem Arbeitsauto. In dem Bericht wird ein Nachtsichtgerät erwähnt, es handelt sich hierbei um einen Entfernungsmesser, den ich aus beruflichen Gründen brauche, weil ich in der Land- und Forstwirtschaft tätig bin.

Mir war nicht bekannt, dass sich in der Nähe Flüchtlingsunterkünfte befinden, weil ich keine Ortskenntnisse besitze. Weiter wird hier von einem Neonazi gesprochen, ich selbst sehe mich nicht als Neonazi! Gegen mich wurde im Jahr 2002 eine Anzeige gestellt, weil ich im Besitz von Orden beziehungsweise Abzeichen aus dem 1. und 2. Weltkrieg war. Reicht das für eine Einstufung als Neonazi?

"Beamten haben sich sehr korrekt verhalten"

Ich muss betonen, dass sich die Beamten während der ganzen Kontrolle , die etwa eine Stunde dauerte, sehr korrekt verhalten haben und ordnungsgemäß ihren Aufgaben nachgegangen sind. Es wurde mir auch damals nicht erzählt, dass sich in der Nähe Unterkünfte von Flüchtlingen oder dergleichen befinden. Es ist verwunderlich wie der Bayerische Rundfunkt jetzt nach gut vier Monaten auf so etwas kommt*, und wie es einem so ausgelegt wird, wenn man Kanister mit Benzin und Arbeitsgerät mit sich führt."

anh

*Anm. d. Red.: Unsere ursprüngliche Meldung basierte auf Informationen des Bayerischen Rundfunks

Quelle: rosenheim24.de

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