User-Reaktionen nach Sex-Vorwürfen gegen Flüchtlinge

"Gerüchte und Angstmacherei helfen niemandem!"

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Rosenheim/Landkreis - "Warum berichtet ihr nicht über die Vergewaltigungen in der Region?" Diese Frage erreichte unsere Redaktion in den letzten Wochen immer häufiger. Wir haben uns damit auseinander gesetzt – und unser Artikel hat viele Reaktionen hervorgerufen.

Ein angeblicher Überfall von 15 Männern auf eine Frau in Kolbermoor, eine vermeintliche Vergewaltigung einer 16-Jährigen durch fünf Männer in Waldkraiburg – vor allem in den sozialen Medien verbreiteten sich diese "Nachrichten" rasend schnell. Dabei handele es sich ausnahmslos um Gerüchte, sagte die Polizei auf unsere Nachfrage. Die Beamten baten jedoch ausdrücklich darum, sich bei belastbaren Beobachtungen und Informationen zu tatsächlichen Verbrechen sich ohne zu zögern an die Polizei zu wenden. 

Zudem würde bei belegbaren Fällen natürlich auch die Öffentlichkeit informiert. Als Beispiele können hier der sexuelle Übergriff auf eine 15-Jährige in Burghausen oder ein Sex-Übergriff eines Afghanen auf eine 27-Jährige in Waldkraiburg genannt werden.

Viele User-Reaktionen

Und viele unserer User erkennen auch an, dass es die Aufgabe der Redaktion ist, über nachweisbare Taten zu berichten und sich nicht an haltlosen Spekulationen zu beteiligen. So schrieb der User "Berlie" im Kommentarbereich, dass er mit einem Mitarbeiter der Redaktion telefoniert habe und sein Eindruck gewesen sei, dass dort nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet werde.

Auch die Meinung des Nutzers "SchellenAss" geht in die selbe Richtung. Allerdings fragt er sich, ob es wirklich über alle angezeigten Fälle eine Pressemitteilung gibt: "1. Es ist vollkommen richtig, dass eine lokale Tageszeitung keine Gerüchte berichtet! (…) 2. Die einzige Frage ist, ob die Polizei auch alle ihr bekannten Fälle als Pressemitteilung herausgibt. In Rosenheim habe ich zumindest bei schwerwiegenden Fällen schon das Gefühl, dass alles veröffentlicht wird. Gibt ja einige Beispiele in den letzten Monaten."

Lissy123 hat trotz allem ein ungutes Gefühl: "Kann ja möglich sein, dass wirklich über alle Vergewaltigungen berichtet wird. Aber wenn du mit Kind am Asylantenheim an der Prinzregentenstraße vorbei gehst und dir "Bitch" hinterhergeschrien wird, wird es immer schwieriger, Gerüchten nicht zu glauben..." Der User "Niewohner" gab ihr Recht und merkte an: "Kann ich mir vorstellen. Ich bewerte es allerdings als positiv, dass anscheinend immer mehr Menschen den Mut fassen, über ihre negativen Erfahrungen zu sprechen."

"Dank und Respekt an RO24"

Um den Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat "SchellenAss" einen Vorschlag: "(...) Wichtig ist, dass RO24 einfach mal konsequent die technischen Möglichkeiten nutzt und unregistrierte Nutzer sicher aussperrt." "Gronkh" war indes sehr angetan von der Erklärung der Redaktion: "Dank und Respekt an RO24, dass Ihr Euch in die Diskussion eingeschaltet/Euch erklärt und nicht einfach das Forum dichtgemacht habt. So etwas dient dem Vertrauen in die Presse mehr als das Abschalten einer Kommentarfunktion!" Auch Brigitte B. war erleichtert und schrieb via Facebook: "Endlich Aufklärung. Diese Gerüchte und Angstmacherei hilft niemandem. Danke!"

mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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