Urlaubszeit ist Reisezeit: Tipps vom Zoll

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Bekleidung, Fanartikeln, Kosmetika, Taschen und Uhren, usw. namhafter Markenhersteller werden in den Urlaubsländern häufig zu Spotpreisen angeboten. Aber Vorsicht! Viele solcher vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich häufig als qualitativ minderwertige Fälschungen.

Landkreis - Von der Reise in ferne Länder künden oft die vielen Mitbringsel, die an einen schönen Urlaub erinnern sollen. Bei Kauf und Einfuhr gibt es allerdings einiges zu beachten:

Welche Andenken und Reisemitbringsel dürfen Reisende aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen? Jetzt zur Ferienzeit taucht diese Frage wieder auf. Florian Koller vom Zoll in Rosenheim rät: "Damit Ihr Urlaub erholsam und ohne Ärger mit dem Zoll zu Ende geht, sollten Sie sich schon vor Urlaubsantritt über die wichtigsten Bestimmungen informieren." Ein Besuch im Internet unter www.zoll.de ist dabei sehr hilfreich. Man kann sich aber auch kostenlos die Smartphone - App "Zoll und Reise" herunterladen. Zur Vermeidung von Roaming-Gebühren benötigt die App keine Internetverbindung und ist daher für den Urlaub im Ausland bestens geeignet.

Hier ein kurzer Überblick:

Reisefreimengen: Bei Einreisen aus Nicht-EU-Ländern sind für zu nichtgewerblichen Zwecken bestimmte Waren bis zu bestimmten Höchstmengen pro Person, z.B. 200 Zigaretten (soweit mindestens 17 Jahre alt), 1 Liter Alkohol (soweit mindestens 17 Jahre alt) und alle anderen Waren, z.B. Schmuck- und Kleidungsstücke, bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro (Einreise mit Flugzeug oder Schiff) bzw. 300 Euro (Einreise mit Auto oder Bahn) einfuhrabgabenfrei. Übersteigt z.B. ein Schmuckstück diese Wertgrenze, muss der gesamte Warenwert verzollt und versteuert werden. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um ein Geschenk handelt oder die Ware für den privaten Gebrauch gekauft wurde. Auch bei der Einreise von den Kanarischen Inseln sind nur Waren innerhalb der genannten Mengen- und Wertgrenzen frei von Einfuhrabgaben.

Artenschutz: Zum Schutz der bedrohten Tier- und Pflanzenwelt rät der Zoll, auf lebende Exemplare aus Fauna und Flora zu verzichten. Der Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen, Teilen davon oder Waren daraus ist untersagt oder streng reglementiert. Verstöße werden verfolgt und zudem müssen Sie neben der Einziehung der Waren mit hohen Bußgeldern oder gar Strafen rechnen. Welche Tiere und Gegenstände besonders geschützt sind finden Sie unter www.artenschutz-online.de.

Produktpiraterie: Bekleidung, Fanartikeln, Kosmetika, Taschen und Uhren, usw. namhafter Markenhersteller werden in den Urlaubsländern häufig zu Spotpreisen angeboten. Aber Vorsicht! Viele solcher vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich häufig als qualitativ minderwertige Fälschungen. Nachgeahmte Textilien werden nicht selten mit giftigen Farbstoffen hergestellt. Sofern nachgeahmte oder gefälschte Produkte ausschließlich zur privaten Nutzung erworben wurden, schreitet der Zoll nicht ein, wenn der Warenwert die genannten Wertgrenzen nicht überschreitet. Außerdem dürfen die Waren keinen kommerziellen Charakter haben und sie müssen sich im persönlichen Reisegepäck befinden.

Barmittel: Zu beachten ist auch, dass mitgeführte Barmittel ab 10.000 Euro oder mehr bei der Einreise in die Europäische Union (EU) oder Ausreise aus der EU eigenständig und ohne Aufforderung schriftlich beim Zoll angemeldet werden müssen. Damit soll die Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden. Innerhalb der EU muss beim Grenzübertritt mitgeführtes Bargeld ab 10.000 Euro oder mehr nur nach Aufforderung mündlich angezeigt werden.

Pressemeldung Hauptzollamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser