Schreckliche Drogen-Tragödie in Rosenheim

Prozess: Mann versucht Schuld auf tote Ehefrau abzuwälzen!

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Rosenheim - Ein besonders trauriger Fall wurde nun am Amtsgericht Rosenheim verhandelt: Ein Paar sollte sich wegen Rauschgifthandels verantworten. Es erschien aber nur der Mann (29), weil seine Frau (etwa 40) kurz vor der Verhandlung verstorben war.

Wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet, war die Verstorbene massiv alkoholabhängig und soll zudem drei bis viermal pro Tag auch harte Drogen wie Kokain und Heroin konsumiert haben. Das Paar war angeklagt, weil es in seiner Wohnung im südlichen Landkreis Rosenheim regen Rauschgifthandel betrieben hatte. Aufgeflogen war die Sache im Jahr 2016, als Nachbarn misstrauisch geworden waren, nachdem in der Wohnung Junkies mehr oder minder ein- und ausgegangen waren. Die Polizei hatte daraufhin die Post des Ehepaares "anhalten" lassen - und hatte Lieferungen abgefangen!

Der angeklagte Mann versuchte sich in der Verhandlung alle Schuld auf seine verstorbene Frau abzuwälzen, schreibt die Zeitung weiter. Sie sei die Einzige gewesen, die diese Drogengeschäfte betrieb, weil sie sonst ihre Sucht nicht hätte finanzieren können. Er selbst sei erst hineingezogen worden, als seine Frau "todkrank ans Bett gefesselt" gewesen sei.

Richter Christian Merkel stellte laut OVB letztlich fest, dass die gehandelte Menge und der Umstand, dass ausschließlich harte Drogen wie Kokain und Heroin verkauft wurden, "kein minderschwerer Fall" mehr vorlag und verurteilte den Angeklagten zu 21 Monaten Gefängnis und 1.000 Euro Bußgeld. Die Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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