Nach brutaler Vergewaltigung in Rosenheim

Polizei: "Jeder kleine Hinweis kann ein wichtiges Puzzle-Stück sein"

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Im Riedergarten in Rosenheim wurde die 21-jährige Frau in der Nacht auf Sonntag brutal vergewaltigt.
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Rosenheim - Die schreckliche Vergewaltigung einer jungen Frau am Wochenende im Riedergarten hat in der Region für Schockstarre und Entsetzen gesorgt. Die Polizei arbeitet weiter mit Hochdruck an der Klärung des Falles.

"Die Ermittlungen laufen weiterhin in alle Richtungen. Den bislang eingegangenen Hinweisen wird nun Stück für Stück nachgegangen", sagte Alexander Huber, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, am Mittwoch auf Anfrage von rosenheim24.de. Man müsse den Ermittlern hier aber auch etwas Zeit einräumen, denn die Erhebungen seien oftmals "mühevolle Kleinstarbeit". Zur genauen Anzahl und Qualität der Hinweise wollte sich Huber "aus ermittlungstaktischen Gründen" jedoch nicht äußern.

16 Beamte sichten Videomaterial

Parallel zur Arbeit der achtköpfigen Ermittlungsgruppe "EG Park" sind 16 Beamte damit beschäftigt, die Videoaufzeichnungen aus dem Stadtgebiet auszuwerten. Wie allgemein bekannt ist, gibt es während der Wiesn-Zeit zum Beispiel am Bahnhof, in dessen Umfeld oder auf dem Festgelände entsprechende Kameras. "Das Material beziehungsweise die Aufzeichnungen sind sehr umfangreich, weswegen diese Arbeit nicht von der Ermittlungsgruppe, sondern von anderen Beamten übernommen wurde", erklärte Huber. Die Beamten der Ermittlungsgruppe wären derzeit mit "kriminalpolizeilichen Maßnahmen, die im direkten Zusammenhang mit der Tat stehen" vollkommen ausgelastet. Deshalb hätten sie nun entsprechende Unterstützung erhalten, damit die Polizei das schreckliche Verbrechen hoffentlich rasch aufklären könne, hieß es weiter.

Gerüchten, wonach es möglicherweise Zweifel an der Glaubhaftigkeit des Opfers geben könnte, steuerte Huber ganz klar entgegen: "Wir gehen fest davon aus, dass die Tat wie beschrieben geschehen ist." Ansonsten wäre die Polizei gar nicht mit einer entsprechenden Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gegangen. Die Spekulationen waren möglicherweise auch deswegen entstanden, weil in der Pressemitteilung der Polizei vom Sonntag auch eine Beschreibung des Opfers enthalten war, was in solchen Fällen sonst eher selten der Fall ist. 

"Jeder Hinweis kann wichtig sein"

In diesem Zusammenhang stellte der Sprecher klar: "Es geht der Polizei darum, für den geschilderten Zeitraum zwischen 2.30 Uhr und 5.30 Uhr möglichst vollumfänglich alle Informationen und Wahrnehmungen von etwaigen Zeugen zu erhalten. Ein einziger kleiner Hinweis kann bereits ein wichtiges Puzzle-Stück sein, das zur Klärung der Tat beitragen kann." Möglicherweise hat ein Zeuge ja die Frau irgendwo im Stadtgebiet gesehen und in deren Umfeld irgendetwas Verdächtiges beobachtet, wurde in diesem Zusammenhang als Beispiel angeführt.

Die Polizei bittet deswegen weiter um Hinweise: Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer 08031/2000 bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Vergewaltigung in Rosenheim im Riedergarten

Die 21-jährige Frau war in der Nacht auf Sonntag, 8. September, gegen 2.30 Uhr, alleine auf dem Heimweg vom Feiern nach der Wiesn. Dabei ging sie durch die Innenstadt und schließlich durch den Riedergarten, wo der Täter sie angriff, zu Boden brachte und brutal vergewaltigte. Anschließend flüchtete der Mann in unbekannte Richtung. Die Frau ging anschließend laut Polizei "ziellos und geschockt" durch die Innenstadt und setzte sich auf eine Bank, wo letztlich ein Passant auf sie aufmerksam wurde und sie zur Polizei brachte.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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