Ungar vor dem Rosenheimer Schöffengericht

Vater versorgt Sohn (16) mit Gras, "damit er nicht kriminell wird"

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Rosenheim - Ein 50-Jähriger musste kürzlich vor dem Schöffengericht erscheinen, weil Polizisten dem Smartphone seines Sohnes belastende Nachrichten entdeckte haben.

Ein 16-Jähriger wird von der Polizei überprüft, die Beamten finden Cannabis und checken daraufhin sein Handy. Dies sei in solchen Fällen Usus, wie das OVB berichtet. 

Und was finden die Beamten auf dem Smartphone des Minderjährigen? SMS an den Papa, in denen der Sprössling um Haschisch bittet. Auch Nachrichten an seine Freunde hatte der 16-Jährige verschickt, in denen er ungeniert mitteilt, dass sein Vater bei Drogennotstand gerne aushelfen würde.

Bei der Überprüfung des Vaters habe die Polizei etwa 180 Gramm Haschisch gefunden. Eine stolze Menge, gewerbsmäßiger Handel konnte dem Familienvater jedoch nicht nachgewiesen werden. Vor Gericht musste der 50-jährige Ungar sich dennoch verantworten, denn nach deutschem Recht ist es ein Verbrechen, als Erwachsener an Jugendliche unter 18 Jahren Drogen abzugeben.

Vor Gericht hatte der eine verblüffende Erklärung parat: Er habe dem Sohn etwas abgegeben, "damit er nicht kriminell wird". Das Rosenheimer Schöffengericht verurteilte den Mann zu einer Gefängnisstrafe von 22 Monaten auf Bewährung.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf OVB Online oder in Ihrer gedruckten Heimatzeitung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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